Deutsch: Stilmittel

Wenn Du wissen willst, welche Stilmittel es in der deutschen Sprache gibt und wie man diese Stilmittel einsetzt, dann bist Du hier genau richtig. Steig direkt in den Text ein.

Stilmittel: Definition & Übersicht

Stilmittel gewähren uns vielfältige Ausdrucksmöglichkeiten, denn sie machen unsere mündliche und schriftliche Sprache lebhafter und schöner. Stilmittel werden ebenfalls angewendet, um Aussagen hervorzuheben oder die Bedeutung für die Lesenden und Zuhörenden verständlicher zu machen.

Ob Anekdote, Ballade, Roman, Drama, Kurzgeschichte oder Sachtexte – Stilmittel kommen im Deutschunterricht in vielen Textarten vor. Sie sind aber auch aus unserer Alltagssprache oder in der Werbung nicht mehr wegzudenken. Insbesondere für die Analyse von Texten oder das Schreiben eigener Texte ist es wichtig, die verschiedenen Stilmittel und ihre Wirkung zu erkennen und zu verstehen. 

In diesem Beitrag zeigen wir, in welche übergeordneten Kategorien Stilmittel eingeteilt werden können. Wir haben eine Liste mit den gängigsten Stilmitteln mit ihrer Beschreibung und Beispielen erstellt. Im letzten Abschnitt wird auf die Funktion und Wirkung von Stilmitteln eingegangen.

Stilmittel: Definition

Stilmittel sind sprachliche Ausdrucksformen, die in unserer mündlichen und schriftlichen Kommunikation verwendet werden, um bestimmte Aussagen zu betonen, interessanter, anschaulicher oder wirkungsvoller zu gestalten. Sie werden insbesondere in der Kunst, Musik und Sprachwissenschaft eingesetzt.

Stilmittel sind Ausdruck des Stils eines Textes und spielen bei der Textanalyse oder Gedichtanalyse eine wichtige Rolle. Sie werden außerdem in der Werbung und in der Alltagssprache verwendet, denn sie gestalten die Sprache lebendiger und helfen dabei, die Aufmerksamkeit von Leser*innen oder Zuhörer*innen in eine bestimmte Richtung zu lenken. 

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Merke

Die Begriffe Stilmittel, rhetorische Mittel und sprachliche Mittel werden oft synonym verwendet. Sie können jedoch genauer unterschieden werden:

Sprachliche Mittel werden vor allem für Schriftliches verwendet und rhetorische Mittel beziehen sich vorrangig auf die mündliche Sprache.

Stilmittel sind der Oberbegriff für rhetorische und sprachliche Mittel.

Stilmittel – Kategorien

Um die Funktion von Stilmitteln besser zu verstehen, lassen sie sich systematisch erfassen und in fünf Kategorien einordnen. Die Kategorisierung dient dazu, die Vielzahl an sprachlichen Gestaltungsmöglichkeiten zu strukturieren, was ebenfalls das Verständnis und die Analyse von Texten erleichtert. Wenn du dich auf bestimmte Gruppen und die jeweiligen Gemeinsamkeiten konzentrierst, wird es auch einfacher, die verschiedenen Stilmittel zu erlernen und anzuwenden.

1. Wortfiguren

Wortfiguren dienen dazu, die Bedeutung einzelner Wörter besonders hervorzuheben.

Bei Wortfiguren werden Wörter in einem Text umgestellt, hinzugefügt, entfernt oder wiederholt. Sie schaffen neue Bedeutungen oder erzeugen humorvolle Effekte.

Beispiele: Epipher, Enumeratio, Neologismus

Beispiel Neologismus: „Vlog“ (Zusammensetzung aus „Video“ und „Blog“)

Ein Neologismus ist ein neu geschaffener sprachlicher Ausdruck, der in den allgemeinen Sprachgebrauch übergangen ist. 

2. Satzfiguren

Satzfiguren verändern die Struktur oder den Aufbau von Sätzen, beispielsweise durch einen spezifischen Satzbau oder einen plötzlichen Abbruch. Daher sind sie besonders auffällig. Indem Satzfiguren ungewöhnlich wirken, erwecken sie Aufmerksamkeit, erzeugen Spannung oder betonen bestimmte Gedanken oder Ideen.

Beispiele: Parallelismus, EllipseChiasmus

Beispiel Ellipse: „Heißt?“ (anstelle „Was heißt das?“)

Ellipsen zeichnen sich durch das Auslassen von Wörtern oder Satzteilen in einem Satz aus. Der Kontext bleibt jedoch weiterhin klar.

3. Gedankenfiguren

Gedankenfiguren werden verwendet, um eine Aussage im Text zu verdeutlichen oder zu verstärken. Sie beziehen sich auf den Sinn und das Verständnis. 

Gedankenfiguren werden eingesetzt, um den Inhalt einer Aussage klarer zu veranschaulichen und verständlicher zu machen.

Beispiele: Antithese, Paradoxon, Rhetorische Frage

Beispiel Rhetorische Frage: „Ist das denn zu fassen?“ (anstelle: „Das ist nicht zu fassen!“) 

Rhetorische Fragen sind eine besondere Form der Fragestellung, auf die keine Antwort erwartet wird. Sie dienen meistens dazu, eine Aussage zu verstärken oder eine Meinung zu äußern. 

4. Klangfiguren

Klangfiguren fallen durch ihren besonderen Klang beim Lesen oder Hören auf. Sie rufen spezielle Stimmungen hervor, indem reale Töne nachgeahmt oder bestimmte Aussagen betont werden. Klangfiguren dienen dazu, Stimmung zu erzeugen, Relevantes zu betonen oder Wörter, Versen und Strophen miteinander zu verbinden. 

Beispiele: Alliteration, Assonanz, Onomatopoesie

Beispiel Alliteration: „Kluge Kinder“ 

Bei einer Alliteration haben zwei oder mehrere aufeinanderfolgende Wörter den gleichen Anlaut. 

5. Bildhafte Figuren

Bildhafte Figuren (oder Tropen) sind Stilmittel, bei denen die Bedeutung des Wortes verändert wird. Die Bedeutung eines Wortes wird auf ein anderes Wort übertragen. Bildhafte Figuren werden oft eingesetzt, um die Bedeutung eines Wortes zu verdeutlichen.

Beispiele: Metapher, Personifikation, Vergleich

Beispiel Metapher: „Nervensäge“ (für eine als störend empfundene Person)

Bei einer Metapher wird der Begriff nicht wörtlich, sondern im übertragenen Sinn verwendet, indem er durch einen anderen Begriff ersetzt wird. Beide Begriffe sind allerdings inhaltlich miteinander verbunden. 

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Achtung

Die Kategorisierung von Stilmitteln ist nicht immer eindeutig. Viele Stilmittel können je nach Kontext und Verwendung verschiedenen Kategorien zugeordnet werden. Zum Beispiel kann eine Metapher als Wortfigur und als bildhafte Figur eingeordnet werden. Auch Alliterationen werden nicht nur als Klangfiguren, sondern auch als Wortfiguren eingesetzt. Die Flexibilität macht die Arbeit mit Stilmitteln vielseitig und interessant. 

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Stilmittel – Auflistung

Wir haben eine Liste mit relevanten Stilmitteln mit Beispielen in alphabetischer Reihenfolge zusammengestellt. 

Akkumulation

  • Kategorie: Wortfigur
  • Erklärung: Aneinanderreihung mehrerer Begriffe zu einem Oberbegriff.
  • Beispiel: Gestirne: „Sonne, Mond und Sterne.“

Allegorie

  • Kategorie: Trope
  • Erklärung: Verbildlichung eines abstrakten Begriffs.
  • Beispiel: Die Justitia für „die Gerechtigkeit“

Alliteration

  • Kategorie: Satzfigur
  • Erklärung: Wiederholung des gleichen Anfangslauts benachbarter Wörter.
  • Beispiel: „veni, vidi, vici“

Anapher

  • Kategorie: Wortfigur
  • Erklärung: Die Wiederholung gleicher Wörter am Satzanfang.
  • Beispiel: „Ich habe einen Traum, dass (…). Ich habe einen Traum, dass (…).“ (Martin Luther King)

Antithese

  • Kategorie: Gedankenfigur
  • Erklärung: Gegenüberstellung gegensätzlicher Begriffe oder Gedanken.
  • Beispiel: „Ich schlafe am Tag, in der Nacht wache ich.“

Antonomasie

  • Kategorie: Trope
  • Erklärung: Ersetzt einen Eigennamen durch eine charakteristische Eigenschaft.
  • Beispiel: „Schöpfer der Welt" (anstelle von Gott)

Assonanz

  • Kategorie: Klangfigur
  • Erklärung: Wiederholung eines Vokals in aufeinanderfolgenden Wörtern oder Sätzen.
  • Beispiel: „Als Anna abends aß, aß Anna Ananas."

Chiasmus

  • Kategorie: Satzfigur
  • Erklärung: Kreuzweise Anordnung von Satzgliedern oder Wörtern: Diese werden in zwei aufeinanderfolgenden Sätzen oder Satzteilen spiegelverkehrt angeordnet.
  • Beispiel: „Ich liebe die Sprache, die Sprache liebe ich."

Ellipse

  • Kategorie: Satzfigur
  • Erklärung: Satzteile oder Wörter werden ausgelassen. Es handelt sich folglich um einen verkürzten oder grammatikalisch unvollständigen Satz.
  • Beispiel: „Frisch also, (…) mutig ans Werk!“ (Schiller, Die Räuber – es fehlt „ich gehe“)

Emphase

  • Kategorie: Trope
  • Erklärung: Einer Sache oder einem Wort wird durch eine besondere Betonung oder Stimmhebung beim Sprechen Nachdruck verliehen.
  • Beispiel: „Das sollte für eine Frau doch kein Problem sein.“

Enumeratio

  • Kategorie: Wortfigur
  • Erklärung: Aufzählung mehrerer Begriffe oder Wortgruppen.
  • Beispiel: Syndeton: „Ich und du”, Asyndeton: „Einigkeit, Recht, Freiheit“, Polysyndeton: „Einigkeit und Recht und Freiheit“

Epipher

  • Kategorie: Wortfigur
  • Erklärung: Wiederholung eines Wortes oder einer Wortgruppe am Ende aufeinanderfolgender Sätze oder Verse.
  • Beispiel: „Urlaub will ich. Allein sein will ich. Endlich mal abschalten will ich.“

Epiphrase

  • Kategorie: Wortfigur
  • Erklärung: Nachtrag eines Wortes oder einer Wortgruppe zu einem bereits abgeschlossenen Satz.
  • Beispiel: „Heute back' ich, morgen brau' ich, übermorgen hol' ich der Königin ihr Kind." („übermorgen hol' ich der Königin ihr Kind" ist die Epiphrase)

Euphemismus

  • Kategorie: Trope
  • Erklärung: Beschönigende Umschreibung eines Wortes.
  • Beispiel: „Von uns gehen." (anstelle von sterben)

Hyperbel

  • Kategorie: Trope
  • Erklärung:Übertreibung oder Übersteigung des Ausdrucks.
  • Beispiel: „Ich habe tausendmal angerufen.“

Inversion

  • Kategorie: Satzfigur
  • Erklärung: Umstellung oder Umkehrung der normalen Wortstellung in einem Satz.
  • Beispiel: „Weinend stand er vor mir.” 🡪 (anstatt „Er stand weinend vor mir.”)

Ironie

  • Kategorie: Trope
  • Erklärung: Bezeichnet eine Aussage, bei der das Gegenteil des wörtlich Gesagten gemeint ist.
  • Beispiel: „Gib ruhig noch mehr Geld aus, wir haben es ja.”

Klimax

  • Kategorie: Satzfigur
  • Erklärung: Die Steigerung von Wörtern, Satzteilen oder ganzen Sätzen.
  • Beispiel: „Ich kam, sah und siegte.“

Kyklos

  • Kategorie: Satzfigur
  • Erklärung: Ein Wort oder eine Wortgruppe wird am Anfang und Ende eines Satzes wiederholt.
  • Beispiel: „Entbehren sollst du! Sollst entbehren!“ (Wolfgang Johann Goethes „Faust I“) 

Lautmalerei (Onomatopoesie)

  • Kategorie: Klangfigur
  • Erklärung: Beschreibt die Nachahmung von Geräuschen oder Töne nichtmenschlicher Sprache.
  • Beispiel: „Der Kuckuck ruft: Kuckuck, kuckuck!"

Litotes

  • Kategorie: Trope
  • Erklärung: Eine Aussage wird durch Verneinung des Gegenteils oder durch Untertreibung verstärkt.
  • Beispiel: „Das ist nicht übel.” (anstelle von „Das ist sehr gut.”)

Metapher

  • Kategorie: Trope
    Erklärung: (Bildhafte) Übertragung einer Bedeutung auf einen anderen Bereich.
  • Beispiel: „Das Feuer der Liebe.“

Neologismus

  • Kategorie: Wortfigur
  • Erklärung: Bezeichnet ein neu geschaffenes Wort oder eine neue Bedeutung für ein bestehendes Wort.
  • Beispiel: „Brunch" (Kombination aus breakfast und lunch)

Oxymoron

  • Kategorie: Trope
  • Erklärung: Verbindung von zwei sich scheinbar widersprechenden oder gegensätzlichen Begriffen.
  • Beispiel: „Dunkel war’s, der Mond schien helle.“

Paradoxon

  • Kategorie: Gedankenfigur
  • Erklärung: Zusammenhang wider Erwarten. Eine scheinbar widersprüchliche Aussage enthält bei genauerer Betrachtung eine tiefere Wahrheit oder Erkenntnis.
  • Beispiel: „Weniger ist mehr.“

Parallelismus

  • Kategorie: Satzfigur
  • Erklärung: Zwei oder mehr aufeinanderfolgende Sätze oder Satzteile weisen die gleiche Satzstruktur auf.
  • Beispiel: „Wer rastet, der rostet.“

Parataxe

  • Kategorie: Satzfigur
  • Erklärung: Aneinanderreihung von Hauptsätzen.
  • Beispiel: „Ich gehe, du bleibst."

Periphrase

  • Kategorie: Trope
  • Erklärung: Umschreibung eines Begriffs durch mehrere Wörter.
  • Beispiel: „Der Allmächtige“ (anstatt Gott)

Personifikation

  • Kategorie: Trope
  • Erklärung: Vermenschlichung von Gegenständen/abstrakten Begriffen/Tieren.
  • Beispiel: „Die Sonne lacht."

Repetitio (Wiederholung)

  • Kategorie: Satzfigur
  • Erklärung: Wiederholung von Wörtern oder Satzteilen.
  • Beispiel: „Was man ein Kind ist! Was man nach so einem Blicke geizt! Was man ein Kind ist!“ (Johann Wolfgang von Goethe „Die Leiden des jungen Werther“)

Reim

  • Kategorie: Klangfigur
  • Erklärung: Gleichlautende Endsilben von nahen aufeinander folgenden Wörtern.
  • Beispiel: „Hat der alte Hexenmeistersich doch einmal wegbegeben! Und nun sollen seine Geister auch nach meinem Willen leben.“ (Johann Wolfgang von Goethe „Der Zauberlehrling“)

Rhetorische Frage

  • Kategorie: Gedankenfigur
  • Erklärung: Eine Scheinfrage, auf die keine Antwort erwartet wird.
  • Beispiel: „Habe ich das nicht gesagt?"

Sarkasmus

  • Kategorie: Trope
  • Erklärung: Beißende, verletzende Form der Ironie.
  • Beispiel: „Dachtest du wirklich, dass dir die Hose passt?”

Symbol

  • Kategorie: Trope
  • Erklärung: Sinnbildliche Darstellung eines abstrakten Begriffs.
  • Beispiel: „Herz steht für die Liebe.“

Synästhesie

  • Kategorie: Trope
  • Erklärung: Verbindung mehrerer Sinneseindrücke.
  • Beispiel: „schreiendes Rot“ („schreiendes“ für Hören und „Rot“ für Sehen)

Tautologie

  • Kategorie: Gedankenfigur
  • Erklärung: Verbindung von Wörtern gleicher Aussagen.
  • Beispiel: „für immer und ewig.“

Vergleich

  • Kategorie: Tropen
  • Erklärung: Gegenüberstellung zweier Dinge oder Sachverhalte.
  • Beispiel: „stark wie ein Löwe."
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Achtung

Die Liste bildet nicht die bestehende Anzahl von Stilmitteln ab. Es existieren mehr als 100 verschiedene Stilmittel, wovon manche Unterkategorien anderer Stilmittel sind. Es ist es auch besser, wenn du die häufigsten und grundlegenden Stilmittel in ihrem Kontext erkennen kannst und ihre Wirkung verstehst, als Listen auswendig zu lernen.

Stilmittel – Wirkung und Funktion

Stilmittel erzielen eine unterschiedliche Wirkung, die immer vom jeweiligen Kontext und Gebrauch abhängt. Bei der Analyse eines Textes ist es daher wichtig, die Stilmittel in dem Zusammenspiel von Inhalt und Form des gesamten Textes und seiner Wirkung zu betrachten. Stilmittel sollten nie auf nur eine bestimmte Funktion und Wirkung festgelegt werden.

Die allgemeine Funktion und Wirkung von Stilmitteln zielen darauf ab, die Aufmerksamkeit zu wecken und zu lenken, bestimmte Emotionen hervorzurufen oder zum Nachdenken anzuregen, Inhalte zu vereinfachen oder Texte interessanter und wirkungsvoller zu gestalten, indem bestimmte Aspekte betont oder hervorgehoben werden. 

Zusammenfassung: Stilmittel

Stilmittel – Definition 

  • Stilmittel sind sprachliche Ausdrucksformen, die in unserer mündlichen und schriftlichen Kommunikation verwendet werden, um bestimmte Aussagen zu betonen, interessanter, anschaulicher oder wirkungsvoller zu gestalten.
  • Stilmittel werden insbesondere in der Kunst, Musik und Sprachwissenschaft eingesetzt.
  • Stilmittel sind Ausdruck des Stils eines Textes und spielen bei der Textanalyse oder Gedichtanalyse eine wichtige Rolle. Sie werden außerdem in der Werbung und in der Alltagssprache verwendet. 

Stilmittel – Kategorien

Um die Funktion von Stilmitteln besser zu verstehen, lassen sie sich systematisch erfassen und in fünf Kategorien einordnen.

  1. Wortfiguren: Wortfiguren heben Wörter hervor, schaffen neue Bedeutungen oder erzeugen humorvolle Effekte.
  2. Satzfiguren: Verändern die Struktur oder den Aufbau von Sätzen, beispielsweise durch einen spezifischen Satzbau oder einen plötzlichen Abbruch.
  3. Gedankenfiguren: Werden verwendet, um eine Aussage im Text zu verdeutlichen oder zu verstärken. Sie beziehen sich auf den Sinn und das Verständnis.
  4. Klangfiguren: Fallen durch ihren besonderen Klang beim Lesen oder Hören auf. Sie rufen spezielle Stimmungen hervor, indem reale Töne nachgeahmt oder bestimmte Aussagen betont werden.
  5. Bildhafte Figuren (Tropen): Sind Stilmittel, bei denen die Bedeutung des Wortes verändert wird. Die Bedeutung eines Wortes wird auf ein anderes Wort übertragen.
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Gut zu wissen

 Die Kategorisierung von Stilmitteln ist nicht immer eindeutig. Viele Stilmittel können je nach Kontext und Verwendung verschiedenen Kategorien zugeordnet werden.

Stilmittel – Auflistung

  • Akkumulation
  • Allegorie
  • Alliteration
  • Anapher
  • Antithese
  • Antonomasie
  • Assonanz
  • Chiasmus
  • Ellipse
  • Emphase
  • Enumeratio
  • Epipher
  • Epiphrase
  • Euphemismus
  • Hyperbel
  • Inversion
  • Ironie
  • Klimax
  • Kyklos
  • Lautmalerei (Onomatopoesie)
  • Litotes
  • Metapher
  • Neologismus
  • Oxymoron
  • Paradoxon
  • Parallelismus
  • Parataxe
  • Periphrase
  • Personifikation
  • Repetitio (Wiederholung)
  • Reim
  • Rhetorische Frage
  • Sarkasmus
  • Symbol
  • Synästhesie
  • Tautologie
  • Vergleich

Wichtig: Die Liste bildet nicht die bestehende Anzahl von Stilmitteln ab. Es existieren mehr über 100 verschiedene Stilmittel, wovon manche Unterkategorien anderer Stilmittel sind. 

Wirkung und Funktion von Stilmitteln

  • Stilmittel erzielen eine unterschiedliche Wirkung, die vom jeweiligen Kontext und Gebrauch abhängt.
  • Bei der Analyse eines Textes ist es immer wichtig, die Stilmittel in dem Zusammenspiel von Inhalt und Form des gesamten Textes und seiner Wirkung zu betrachten.
  • Die allgemeine Funktion und Wirkung von Stilmitteln zielen darauf ab:
    • die Aufmerksamkeit zu wecken und zu lenken
    • bestimmte Emotionen hervorzurufen
    • zum Nachdenken anzuregen
    • Inhalte zu vereinfachen
    • Texte interessanter und wirkungsvoller zu gestalten
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