Starke und schwache Verben
Wenn du wissen willst, wie man starke und schwache Verben richtig konjugiert und verwendet, dann bist du hier genau richtig. Steig direkt ins Thema ein.
Starke und schwache Verben
Dir ist sicherlich schon aufgefallen, dass sich beim Konjugieren mancher Verben ein Vokal ändert und bei anderen nicht. Das Verständnis zwischen starken und schwachen Verben spielt in der deutschen Grammatik eine große Rolle, um die Konjugation von Verben zu verstehen. Auch für das Sprachverständnis ist das Konzept unentbehrlich.
In dieser Übung zeigen wir dir, was mit der Definition „schwach“ und „stark“ gemeint ist. Zudem gehen wir darauf ein, welche Merkmale für die Wortbildung wesentlich sind und nach welchen Regeln und Mustern die Verben gebildet werden.
Was sind starke und schwache Verben?
Die Unterscheidung „schwach“ und „stark“ bezieht sich auf die Bildung der drei Stammformen Infinitiv, Präteritum und Partizip II (auch Partizip Perfekt). Schwache Verben (auch regelmäßige Verben) folgen beim Konjugieren einem regelmäßigen Muster. Starke Verben (auch unregelmäßige Verben) weisen unregelmäßige Veränderungen in ihrem Stammvokal auf.
Beispiel schwaches Verb
Verb im Infinitiv: tanzen
Verb im Präteritum: tanzte
Verb im Partizip II: getanzt
An dem Beispiel kannst du erkennen, dass sich der Stammvokal nicht verändert. Er ist in diesem Beispiel immer „a“.
Beispiel starkes Verb
Verb im Infinitv: trinken
Verb im Präteritum: trank
Verb im Partizip II: getrunken
An dem Beispiel kannst du erkennen, dass sich die Stammvokale abwechseln (von „i“ zu „a“ und „u“).
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Erkennung von schwachen und starken Verben
Schwache Verben
Schwache Verben folgen beim Konjugieren einem regelmäßigen Muster.
Bei einem schwachen Verb bleibt der Verbstamm bei der Bildung von Präteritum und von Partizip II unverändert. Es ändert sich nur die Endung, aber nicht der Vokal im Verbstamm.
Merke: Regelmäßige Verben verändern sich nur „schwach“.
Im Infinitiv enden Verben auf „-en“ (hören). Wenn du diese Buchstaben am Ende des Verbs wegnimmst, erhältst du den Verbstamm. Beispiel: (hören – hör).
Starke Verben
Starke Verben sind in ihrer Stammform unregelmäßig. Der Stammvokal verändert sich bei der Bildung von Präteritum und Partizip II.
Merke: Unregelmäßige Verben verändern sich „stark“.
Beispiele
Schwaches Verb
Infinitiv: machen
Präteritum: machte
Partizip II: gemacht
Starkes Verb
Infinitiv: sprechen
Präteritum: sprach
Partizip II: gesprochen
Konjugation von schwachen Verben
Präteritum
Der Stammvokal aus dem Infinitiv bleibt auch im Präteritum bestehen oder ändert sich nur schwach. Wie du aus den Beispielen entnehmen kannst, fügst du an den Verbstamm mit unverändertem Stammvokal ein „-(e)t" sowie die entsprechende Personalendung an.
Infinitv: lernen
Präteritum: ich lernte
Infinitv: basteln
Präteritum: du basteltest
Infinitv: klopfen
Päteritum: er/sie/es klopfte
Inifinitv: baden
Präteritum: wir badeten
Infinitv: wohnen
Präteritum: ihr wohntet
Infinitv: fischen
Präteritum: sie fischten
Partizip Perfekt
Um das Partizip Perfekt eines schwachen Verbs zu bilden, wird der Verbstamm mit dem unveränderten Stammvokal die Vorsilbe „ge-" und die Endung „-(e)t" angefügt.
Perfekt
Infinitv: arbeiten
Partizip Perfekt: gearbeitet
Beispiel: Ich habe am Wochenende gearbeitet.
Plusquamperfekt
Infinitv: duschen
Partizip Perfekt: geduscht
Beispiel: Ich hatte gestern geduscht.
Futur II
Infinitv: reinigen
Partizip Perfekt: gereinigt
Beispiel: Am Freitag wird das Büro gereinigt sein.
Passiv
Infinitiv: kochen
Partizip Perfekt: gekocht
Beispiel: Die Suppe wird gekocht.
Konjugation von starken Verben
Starke Verben werden unregelmäßig konjugiert, denn der Vokal im Verbstamm bei der Bildung des Präteritums und des Partizip Perfekts verändert sich. Die Bildung des Partizip II eines starken Verbs erfolgt durch „ge-“ und den Verbstamm „-en“.
Infinitv: geben
Präteritum: gab
Partizip Perfekt: gegeben
Infinitv: brechen
Präteritum: brach
Partizip Perfekt: gebrochen
Unregelmäßige Verben und ihre Besonderheiten
Obwohl starke Verben unregelmäßige Veränderungen in ihrem Stammvokal aufweisen und auch als unregelmäßige Verben bezeichnet werden, gehören sie zu einer eigenen Kategorie mit eigenen Regeln.
Im Deutschen gibt es etwa 200 unregelmäßige Verben. Am ehesten hilft dir hier das Auswendiglernen weiter, da es leider auch keine allgemeingültige Regelung zur Anwendung gibt.
Gemischte Verben
Neben schwachen und starken Verben gibt es gemischte Verben, die Merkmale von beiden Gruppen aufweisen.
Gemischte Verben verändern wie starke Verben den Vokal im Verbstamm beim Wechsel zu Präteritum, behalten aber bestimmte Merkmale von schwachen Verben bezüglich ihrer Bildung mit „ge-“ und „-(e)t" im Präteritum und im Partizip II bei.
Infinitv: denken
Präteritum: dachte
Partizip II: gedacht
Zusammenfassung
- Schwache Verben werden nach einem regelmäßigen Muster konjugiert.
Bei einem schwachen Verb bleibt der Verbstamm bei der Bildung von Präteritum und von Partizip II unverändert. Es ändert sich nur die Endung, aber nicht der Vokal im Verbstamm.
Beispiel: lernen – lernte – gelernt.
Merke: Regelmäßige Verben sich nur „schwach“. - Starke Verben sind in ihrer Stammform unregelmäßig. Das heißt, dass sich der Stammvokal bei der Bildung von Präteritum und Partizip II verändert.
Beispiel: biegen – bog – gebogen.
Merke: Unregelmäßige Verben verändern sich „stark“. - Wird ein schwaches Verb in das Präteritum gesetzt, so wird an den Verbstamm mit unverändertem Stammvokal ein „-(e)t" sowie die entsprechende Personalendung angefügt.
Beispiel: arbeiten – arbeitete. - Um das Partizip II eines schwachen Verbs zu bilden, wird an den Verbstamm mit dem unveränderten Stammvokal die Vorsilbe „ge-" und die Endung „-(e)t" angehängt.
Beispiel: arbeiten – gearbeitet. - Die Bildung des Partizip II eines starken Verbs erfolgt durch „ge-“ und den Verbstamm „-en“.
Beispiel: geben – gab –gegeben. - Gemischte Verben werden wegen des Vokalwechsels den starken Verben zugeordnet, sie weisen im Präteritum und im Partizip II die Endungen schwacher Verben auf: „ge-“ und „-(e)t".
Beispiel: nennen – genannt.
Was ist ein starkes Verb?