Personalform des Verbs
Wenn du wissen willst, wie du die Personalform eines Verbes erkennst und bestimmst, dann bist du hier genau richtig. Steig direkt ins Thema ein.
Lernhilfe für Verbformen: Personalform des Verbs
Die Personalform des Verbs – das klingt erst mal trocken und nichtssagend. Tatsächlich verwendest du sie aber jeden Tag automatisch, wenn du Deutsch sprichst – und zwar immer dann, wenn du ein Verb (Tätigkeitswort) an eine Person anpasst. Damit du das auch beim Schreiben ganz locker hinbekommst, sehen wir uns heute an, wie du die Personalform des Verbs in Sätzen erkennen und selber korrekt bilden kannst.
Was ist die Personalform des Verbs?
Das Verb erfüllt eine wichtige Aufgabe: Es verrät uns, was in einem Satz passiert. Damit das grammatikalisch korrekt abläuft, musst du das Verb konjugieren. Dabei bringst du das Verb von seiner Grundform (Infinitiv) in andere Verbformen, um es an die Umstände des Satzes anzupassen:
- Zeitform (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft)
- Aussageform (Indikativ, Konjunktiv)
- Personalform (Person, Anzahl)
Die Personalform ist die Form, die das Verb annimmt, wenn du es an die grammatische Person des Satzes anpasst.
Beispiel: schreiben
Ich schreibe über die Personalform des Verbs.
Du schreibst über die Personalform des Verbs.
Je nachdem, wer die Tätigkeit in einem Satz ausführt, erhält das Verb also eine andere Endung. Diese nennst du dann Personalendungen.
Personalform des Verbs erkennen: Wie du die Personalform bestimmst
Im Deutschunterricht musst du Personalformen nicht nur selbst bilden, du musst auch die Personalform des Verbs in Sätzen erkennen können. Du kannst an dem konjugierten Verb erkennen, welche Person die Tätigkeit ausführt – und auch, in welcher Anzahl (Numerus) die Person steht. Im Deutschen gibt es jeweils drei Personalformen in der Einzahl (Singular) und Mehrzahl (Plural). Auch das zugehörige Personalpronomen ändert sich durch Person und Anzahl.
Personalform des Verbs – Beispiel: schreiben (Infinitiv)
1. Person
Singular: ich lache
Plural: wir lachen
2. Person
Singular: du lachst
Plural: ihr lacht
3. Person
Singular: er/sie/es lacht
Plural: sie lachen
Die meisten regelmäßigen Verben behalten in der Personalform ihren Wortstamm und bekommen ein -e, -st, -t oder -en angehängt.
Bei unregelmäßigen Verben hingegen ändert sich nicht nur die Endung, sondern auch andere Teile des Wortstamms. Das erkennst du am folgenden Beispiel.
Personalform des Verbs – Beispiel: lesen (Infinitiv)
1. Person
Singular: ich lese
Plural: wir lesen
2. Person
Singular: du lachst
Plural: ihr lacht
3. Person
Singular: er/sie/es lacht
Plural: sie lachen
Auch die Zeitformen der Verben – also ob die Tätigkeit in der Gegenwart, Vergangenheit oder Zukunft ausgeführt wird – spielt beim Konjugieren eine große Rolle. Bleiben wir bei unserem Beispiel „lesen“, verändert sich in der Zeitform noch mehr am Wortstamm, weil es ein starkes Verb ist:
lesen – las – gelesen
Bei schwachen Verben ändert sich beim Bilden der Zeitformen meist nur die Endung, bei starken Verben ändert sich zusätzlich der Stammvokal.
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Personalform und Grundform eines Verbs: Unterschiede
Verben beschreiben immer eine Tätigkeit, deshalb nennst du sie auch Tätigkeitswörter. In ihrer Grundform (Infinitiv) besteht jedes Verb aus einem Verbstamm und der Endung -en oder -n.
Zum Beispiel:
Verbstamm: schwimm
Endung: -en
Infinitv: schwimmen
Verbstamm: geh
Endung: -en
Infinitv: gehen
Verbstamm: sei
Endung: -n
Infinitv: sein
Bringst du die Verben aus der Tabelle in die Personalform, erhalten die Verben schwimmen und gehen eine neue Endung. Du hängst die Personalendung an den Verbstamm an. Das Verb sein ist ein Sonderfall: Sein Verbstamm verändert sich beim Konjugieren komplett.
Infinitv: schwimmen
1. Person Singular/Plural: ich schwimme / wir schwimmen
2. Person Singular/Plural: du schwimmst / ihr schwimmt
3. Person Singular/Plural: er/sie/es schwimmt / sie schwimmen
Infinitv: gehen
1. Person Singular/Plural: ich gehe / wir gehen
2. Person Singular/Plural: du gehst / ihr geht
3. Person Singular/Plural: er/sie/es geht / sie gehen
Infinitv: sein
1. Person Singualr/Plural: ich bin / wir sind
2. Person Singular/Plural: du bist/ ihr seid
3. Person Singular/Plural: er/sie/es ist / sie sind
Verbkonjugation für Schüler erklärt: Infinite Verbformen
Verben können auch Formen annehmen, die dir nichts über die Person und Anzahl verraten. Diese Verbformen nennst du infinit (unbestimmt). Dazu gehören beispielsweise der Infinitiv (Grundform) eines Verbs sowie die Partizipien (Partizip I und Partizip II).
Beispiel:
Infinitv: spielen
Partizip I: spielend
Partizip II: gespielt
Personalform des Verbs: Zusammenfassung
- Die Grundform eines Verbs heißt Infinitiv.
- Damit du das Verb in einem Satz korrekt verwendest, musst du es von der Grundform in eine andere Verbform versetzen.
- Eine davon ist die Personalform – sie bindet das Verb an die grammatische Person des Satzes.
- Wenn du ein Verb in die Personalform bringst, passt du es an die Person sowie deren Anzahl an.
- Dabei erhält das Verb meist eine andere Endung – die sogenannte Personalendung.
- So wird beispielsweise aus dem Infinitiv „lachen“ die Personalform „(du) lachst“.
- Die meisten regelmäßigen Verben erhalten je nach Person und Anzahl die jeweils selbe Personalendung.
- Bei unregelmäßigen und/oder starken Verben ändert sich zusätzlich zur Endung auch ein Teil des Verbstamms oder sogar der gesamte Verbstamm.
- So wird beispielsweise aus dem Infinitiv „sein“ die Personalform „(du) bist“.
- Der Infinitiv, im Partizip I und im Partizip II sind infinite Verbformen – also Verben, die nichts über Person oder Anzahl aussagen.
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