Deutsch – Präpositionalobjekt
Wenn Du wissen willst, was ein Präpositionalobjekt ist und wie du es erkennst, dann bist Du hier genau richtig. Steig direkt in den Text ein.
Präpositionalobjekt: Definition, Liste & Beispiele
Du kennst dich in der deutschen Grammatik bereits gut genug aus, um zu wissen, dass jeder Hauptsatz ein Subjekt und ein Prädikat braucht – und dass oft ein Objekt dazukommt, um Inhalte zu ergänzen. Solltest du hier noch einmal nachlesen wollen, klick auf die Links oder auf unsere Übersichtsseite zum Thema Satzglieder. Das Präpositionalobjekt ergänzt Inhalte auf eine ganz besondere Art und Weise, die wir uns jetzt gemeinsam ansehen.
Was bedeutet Präpositionalobjekt?
Die Präposition leitet sich ab vom lateinischen Wort praepositio für „Voranstellung“. Eine Präposition (z.B. über, auf, während, mit, wegen …) wird also immer vor das Wort gestellt, auf das sie sich bezieht. Ein Präpositionalobjekt ist ein Objekt, das mit so einer Präposition beginnt.
Beispiel Präpositionalobjekt:
Die ganze Klasse wartet auf den Lehrer.
Ein präpositionales Objekt steht immer entweder im Akkusativ oder im Dativ, niemals im Nominativ oder Genitiv. Anders als bei anderen Objekten bestimmen bei Präpositionalobjekten nicht die Verben, sondern die Präpositionen den Fall.
Beispiele:
Ich spiele mit dem Hund. 🡪 Dativ
Ich laufe gegen den Wind. 🡪 Akkusativ
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Das Präpositionalobjekt erkennen und unterscheiden
Willst du das Satzglied Präpositionalobjekt in einem Satz identifizieren, kannst du das mit einer Frage tun. Die Frage nach dem Präpositionalobjekt enthält immer dieselbe Präposition wie das Objekt selbst. Daran kannst du eindeutig erkennen, dass es sich bei diesem Satzglied um ein Präpositionalobjekt handelt. Außerdem verrät dir das Fragewort den Fall (Kasus).
Beispiele:
Ich bekomme Lob von meiner Lehrerin. 🡪 Von wem bekomme ich Lob? (Dativ)
Ich verlasse das Haus nie ohne meinen Rucksack. 🡪 Ohne wen oder was verlasse ich nie das Haus? (Akkusativ)
Wenn du dann noch unsicher bist, kannst du einmal versuchen, die Frage nach dem Präpositionalobjekt zu beantworten. Denn auch die Antwort muss dieselbe Präposition wie das Objekt enthalten, sonst wäre sie unvollständig.
Beispiel:
Du kommst nach der Dame an die Reihe. 🡪 Nach wem kommst du an die Reihe? 🡪 Nach der Dame. (Dativ)
Außerdem gibt es einige Verben, die du immer mit derselben Präposition zu einem Präpositionalobjekt kombinierst. So sagst du zum Beispiel immer „Ich denke an …“ – du kannst nach „denken“ keine andere Präposition verwenden. Die folgende Tabelle enthält ein paar weitere Beispiele.
Nimm diese Tabelle als Anfang und sammle weitere Beispiele, die du auswendig lernen kannst. Dann ersparst du dir viel Mühe im Deutschunterricht!
| Verb | Präposition | Fall |
| warten | auf (jemanden) | Akkusativ |
| nachdenken | über | Akkusativ |
| rechnen | mit (etwas) | Dativ |
| sich verlassen | auf (jemanden oder etwas) | Akkusativ |
| nachdenken | über | Akkusativ |
| hängen | an (jemandem oder etwas) | Dativ |
| verlieben | in | Akkusativ |
| hoffen | auf | Akkusativ |
Meistens stehen die Präpositionalobjekte, die du mit diesen Verben formst, im selben Fall.
Manchmal kommt es auf das folgende Nomen und den Zusammenhang an, in welchem Fall die Satzglieder stehen. Prüfe also immer unbedingt das Fragewort für das Präpositionalobjekt, wenn du den Fall bestimmen möchtest.
Präpositionalobjekte: Liste
Wir hoffen, wir haben dir bis hierhin das Präpositionalobjekt einfach erklärt. Zum besseren Verständnis haben wir noch eine Liste von Verben, die mit einer Präposition zu einem Präpositionalobjekt werden. Auf dieser Liste kannst du im Zweifel immer nachgucken – vergiss aber nicht, auch immer die Frage nach dem Präpositionalobjekt anzuwenden.
Du kannst …
- dich an etwas gewöhnen
- über etwas nachdenken oder lachen
- dich auf etwas beziehen
- dich an etwas gewöhnen
- auf etwas achten
- dich mit etwas beschäftigen
- mit etwas anfangen oder aufhören
- dich um etwas kümmern
- an etwas arbeiten
- dich für etwas interessieren
- dich vor etwas fürchten
- über etwas streiten
- dich auf etwas freuen
- von etwas erfahren
- dich für etwas entscheiden oder bedanken
- zu etwas einladen
- dich bei jemandem entschuldigen oder bedanken
- dich auf etwas vorbereiten
- zu etwas auffordern
- dich gegen etwas schützen
- dich um etwas bemühen
Unterschied: Präpositionalobjekt & adverbiale Bestimmung
Die adverbiale Bestimmung und das Präpositionalobjekt werden häufig miteinander verwechselt. Dabei sind sie leicht zu unterscheiden, wenn du auf zwei Punkte achtest.
- Die Frage nach dem Präpositionalobjekt enthält immer eine Präposition. Die Frage nach der adverbialen Bestimmung enthält keine Präposition.
Beispiel:
Ich warte auf den Postboten. 🡪 Auf wen wartest du? 🡪 Präpositionalobjekt
Ich warte auf dem Hauptplatz. 🡪 Wo wartest du? 🡪 keine Präposition – adverbiale Bestimmung - Die Präposition in einer adverbialen Bestimmung kannst du oft durch eine andere Präposition ersetzen. Bei einem Präpositionalobjekt geht das nicht.
Beispiel:
Ich warte auf dem Hauptplatz. 🡪 Ich warte am Hauptplatz. (Adverbiale Bestimmung)
Ich warte auf den Postboten. 🡪 Ich warte am Postboten. (Präpositionalobjekt)
Zusammenfassung Präpositionalobjekt
- Definition Präpositionalobjekt: Ein Objekt (Satzergänzung), das mit einer Präposition (z.B. auf, über, um) eingeleitet wird.
- Das Präpositionalobjekt steht immer im Akkusativ oder Dativ.
- Anders als bei anderen Objekten bestimmt beim Präpositionalobjekt die Präposition den Fall, nicht das Verb.
- Die Frage nach dem Präpositionalobjekt enthält immer dieselbe Präposition wie das Objekt selbst.
- Mit dem Fragewort nach dem Präpositionalobjekt (was, wen oder wem) kannst du außerdem den Fall bestimmen.
- Manche Verben bilden immer mit derselben Präposition ein Präpositionalobjekt, zum Beispiel „auf etwas warten“.
- Du kannst Präpositionalobjekt und adverbiale Bestimmung unterscheiden, indem du die Frage danach stellst: Die Frage nach dem Präpositionalobjekt enthält immer dieselbe Präposition wie das Objekt selbst, die Frage nach der adverbialen Bestimmung enthält keine Präposition.
Welche Präposition könntest in diesen Satz nicht einsetzen, damit ein sinnvolles Präpositionalobjekt entsteht? "Ich freue mich ______ dich."