Deutsch - ein oder eine
Wenn du wissen willst, wann man ein oder eine verwendet? Dann bist du hier genau richtig. Steig direkt ins Thema ein.
Unbestimmte Artikel: Verwendung, Regeln, Beispiele und Deklination
„Ein Weg, alle Probleme zu lösen, könnte sein…” Dieser Satzbeginn weckt Interesse, oder?! Schließlich will doch jeder wissen, wie beispielsweise das Leben leichter oder unbeschwerter werden kann. Die Nutzung des unbestimmten Artikels („ein”) stellt sogar klar, dass es auch mehrere Lösungsansätze geben kann. Der eingangs erwähnte Satz klärt somit schon grundsätzlich über die Einsatzmöglichkeiten der beiden unbestimmten Artikel auf: „ein” oder „eine” begleiten Substantive, die nicht genauer bestimmt oder bekannt sind. Die heutige Lektion wird dir zeigen, wie du „ein” und „eine” korrekt einsetzen kannst.
Es geht also immer darum, dass etwas nicht einzigartig ist, sondern eine von mehreren Möglichkeiten. Beispiel:
- Der Hund holt einen Ball aus dem Wasser.
- Judith ist eine Freundin von Frauke.
- Gestern sah Frank eine wunderschöne Frau auf der Straße.
Die richtige Verwendung: So benutzt du „ein” oder „eine”!
Bevor du dich mit den genauen Einsatzarten der unbestimmten Artikel befasst, schau dir erst einmal die Grundlagen in der deutschen Grammatik an. Grundsätzlich gibt es drei Faktoren, die entscheiden, ob du „ein” oder „eine” einsetzt:
- das grammatische Geschlecht (lat. Genus):
Maskulinum (männlich), Femininum (weiblich) oder Neutrum (sächlich) - den Fall (lat. Kasus)
Nominativ, Genitiv, Dativ oder Akkusativ - die Anzahl (lat. Numerus)
Einzahl (Singular) oder Mehrzahl (Plural).
Unbestimmte Artikel werden übrigens auch synonym (ersetzend) als „unbestimmte Begleiter” oder „indefinite Artikel” bezeichnet. Sie stehen vor Substantiven und bilden mit ihnen zusammen das sogenannte Satzglied. Anders als Pronomen treten Artikel nur mit ihren Bezugswörtern auf und können diese nicht ersetzen. Behalte diese Information im Kopf, wenn du dich jetzt mit „ein” oder „eine” im Einzelnen beschäftigst:
- ein
Dieser unbestimmte Artikel wird für maskuline oder neutrale Nomen angewendet.- ein Hund (statt: der Hund)
- ein Mann (statt: der Mann)
- ein Glas (statt: das Glas)
- ein Haus (statt: das Haus)
Hier wird sofort klar, dass der unbestimmte Artikel „ein” die bestimmten Artikel „der” oder „das” ersetzt.
- Ein Hund tollte über die Wiese.
- Ich sah, wie ein Mann über die Straße ging.
- Er war verwundert: Ein Glasfenster hat Schaden genommen.
- Ein Haus muss jetzt renoviert werden.
Diese Sätze drücken alle aus, dass bestimmte Informationen (z.B. über Besitzverhältnisse oder Ortsangaben) nicht vorliegen.
- eine
Dieser unbestimmte Artikel wird für feminine Nomen angewendet.- eine Frau (statt die Frau)
- eine Verkäuferin (statt die Verkäuferin)
- eine Hose (statt die Hose)
- eine Freundin (statt die Freundin)
Hier wird sofort klar, dass der unbestimmte Artikel „eine” den bestimmten Artikel „die” ersetzt.
- Er sah, wie eine Frau das Geschäft betrat.
- Eine Verkäuferin versuchte, den Kunden zu beraten.
- Gestern entdeckte er eine Hose.
- Ich gehe mit einer Freundin ins Kino.
Diese Sätze drücken ebenfalls aus, dass bestimmte Informationen (z.B. über Besitzverhältnisse oder Ortsangaben) nicht vorliegen.
Nachdem du nun die einzelnen Anwendungen gelernt hast, schau dir die Deklination der unbestimmten Artikel genau an. So musst du sie deklinieren:
| Maskulinum | |
| Nominativ | ein |
| Genitiv | eines |
| Dativ | einem |
| Akkusativ | einen |
| Femininum | |
| Nominativ | eine |
| Genitiv | einer |
| Dativ | einer |
| Akkusativ | eine |
| Neutrum | |
| Nominativ | ein |
| Genitiv | eines |
| Dativ | einem |
| Akkusativ | ein |
Diese Liste zeigt dir, dass unbestimmte Artikel im Maskulinum und Neutrum fast immer gleich sind. Deshalb gibt es auch in der Grundform nur zwei unbestimmte Artikel („ein” und „eine”). Aber mal weiter im Einzelnen:
Genitiv
Der 2. Fall kommt meist zum Einsatz, wenn du eine Zugehörigkeit ausdrücken willst. Anders als bei den anderen Fällen, wird der Genitiv auch am Substantiv sichtbar (du erkennst das an der Endung „-s”, jedoch nur im Maskulinum und Neutrum). Der unbestimmte Artikel wird durch die Endungen „-es” oder „-er” erweitert.
Beispiele:
- Sie kaufte das Kleid eines berühmten Designers.
- Durch die klare Nacht schallte das Rufen eines Kindes.
- Die Jungs laufen am Rande eines Gewässers.
Dativ:
Der 3. Fall gibt an, wer oder was von einer Handlung betroffen ist, bzw. wem sie nutzt. Die Endungen des unbestimmten Artikels sind „-em” oder „-er”.
Beispiele:
- Sie tanzt mit einer Freundin in dem neuen Club.
- Michi hilft einem alten Mann über die Straße.
- Das bunte Handy gehört bestimmt einem Mädchen.
Akkusativ:
Der Akkusativ weist auf das direkte Objekt eines Satzes hin – also auf den Gegenstand, der die Handlung darstellt. Die Endungen des unbestimmten Artikels lauten „-en” und „-e”. WICHTIG: Die Artikel unterscheiden sich im Maskulinum und Neutrum.
Beispiele:
- Wir kaufen eine Torte.
- Mirja hat ihrer Favoritenliste einen neuen Film hinzugefügt.
- Der Straßenkünstler zeigt einen Zaubertrick.
Unbestimmte Artikel kennen keinen Plural; wenn es um die Mehrzahl geht, entfällt der Artikel ersatzlos. Hier ist dann von einem „Nullartikel” die Rede.
Beispiele:
- Sie tanzt mit Freundinnen in dem neuen Club.
- Mirja hat ihrer Favoritenliste neue Filme hinzugefügt.
- Wir kaufen Torten.
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Aufzählung der unbestimmten und bestimmten Artikel
Nachdem du nun alles über das Thema „unbestimmter Artikel” weißt, zum Schluss noch ein Hinweis auf die bestimmten Artikel „der”, „die” und „das”. Anders als die unbestimmten Artikel weisen sie auf einen ganz bestimmten Gegenstand oder Menschen hin. Hier sind Besitz-, Orts- oder Bekanntschaftsverhältnisse genau geklärt. Das wird auch in den Sätzen ausgedrückt:
Beispiele:
- Sie kaufte das Kleid des berühmten Designers.
- Eine Verkäuferin versuchte, den Kunden zu beraten.
- Der Hund tollte über die Wiese.
So sieht die Deklination von bestimmten und unbestimmten Artikeln aus:
| Maskulinum | |
| Nominativ | der / ein |
| Genitiv | des / eines |
| Dativ | dem / einem |
| Akkusativ | den / einen |
| Femininum | |
| Nominativ | die / eine |
| Geninitv | der / einer |
| Dativ | der / einer |
| Akkusativ | die / eine |
| Neutrum | |
| Nominativ | das / ein |
| Genitiv | des / eines |
| Dativ | dem / einem |
| Akkusativ | das / ein |
| Plural | |
| Nominativ | die |
| Genitiv | der |
| Dativ | den |
| Akkusativ | die |
Zusammenfassung
Im Deutschen existieren die unbestimmten Artikel „ein” und „eine”. Sie begleiten Substantive (Nomen), die nicht näher definiert sind oder zum ersten Mal erwähnt werden. Die Deklination der unbestimmten Artikel unterscheidet sich je nach Kasus und Genus: Im Nominativ lauten sie „ein” für Maskulinum und Neutrum sowie „eine” für Femininum. Im Genitiv heißen sie „eines” (Maskulinum und Neutrum) und „einer” (Femininum). Im Dativ werden sie als „einem” (Maskulinum und Neutrum) sowie „einer” (Femininum) dekliniert. Im Akkusativ sind die Formen „einen” (Maskulinum), „eine” (Femininum) und „ein” (Neutrum) gebräuchlich. Im Plural existieren keine unbestimmten Artikel; sie werden einfach weggelassen.
Welche Zuordnung ist in diesen Aufzählungen falsch?