Deutsch - William Shakespeare

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William Shakespeare

Auch über 450 Jahre nach seinem Tod gehört der englische Dichter William Shakespeare zu den berühmtesten Schriftstellern der Welt. Sein literarisches Erbe ist ebenso faszinierend wie vielfältig, denn er verfasste weitaus mehr als Tragödien wie „Hamlet“ oder „Romeo und Julia“. Mit seinem abwechslungsreichen Wortschatz kreierte er eine gewaltige Bildersprache, die in seinen Werken der Weltliteratur lebendig werden. Mit seiner Genialität beeinflusste er die deutsche Literatur maßgeblich. 


Wir geben dir einen interessanten Einblick auf das Leben und Wirken von Shakespeare. Wir zeigen dir, welche Themen, wichtigen Lebensstationen und welche Wegbegleiter für das Schaffen und den Erfolg des Dichters von Bedeutung waren. 

Außerdem zeigen wir dir, warum seine Arbeiten über die Generationen hinweg noch immer Inspiration für so viele Menschen sind. Shakespeares Werke mit ihrem stilistischen Facettenreichtum und aktuell gebliebenen Themen bieten auch für dich eine gute Möglichkeit, deine sprachlichen Kompetenzen, dein kritisches Denken und deine Interpretationsfähigkeiten von Kunst und Literatur zu verstärken und weiterzuentwickeln.


Wer war William Shakespeare? - Steckbrief und Biografie

NameWilliam Shakespeare
Nationalitätenglisch
BerufDichter, Schriftsteller, Dramatiker, Lyriker und Schauspieler
Geboren(vermutlich) am 23. April 1564 in Stratford-upon-Avon (Birmingham)
Todestag(vermutlich) 1616 im Alter von 52 Jahren in Stratford-upon-Avon
ElternJohn Shakespeare und Mary Shakespeare (geb. Arden of Wilmcote)
EhefrauAnne Hathaway 
KinderSusanne und die Zwillinge Hamnad und Judith 
Bekannteste Werke„Hamlet“, „Romeo und Julia“, „Julius Caesar“, „Ein Sommernachtstraum“ und „Macbeth“
EpocheElisabethanisches Zeitalter (1558-1603)


Geburt, Kindheit und die frühen Jahre 

William Shakespeare gehört zu den bekanntesten englischsprachigen Dramatikern und Lyrikern der Welt. Dennoch gibt es nur wenige belegte Informationen zu seinem Leben. Auch sein Geburtsdatum ist nicht genau überliefert. In der Forschung besteht überwiegende Einigkeit, dass Shakespeare am 23. April 1564 in der englischen Stadt Stratford-upon-Avon (bei Birmingham) geboren und dort wenige Tage später getauft wurde. 


Shakespeares Vater John Shakespeare war ein angesehener Handelsmann. Er und seine Frau Mary (geb. Arden of Wilmcote) waren wohlhabend, und so konnten Sie ihren Sohn eine gute Ausbildung an einer Lateinschule in Stratford ermöglichen. Dort kam Shakespeare bereits mit den Werken klassischer Dichter und Historiker in Kontakt. 

Anstatt eine Universität zu besuchen, heiratete Shakespeare im jungen Alter von 18 Jahren die damals um einige Jahre ältere Bauerntochter Anne Hathaway (1556-1623), mit der er drei gemeinsame Kinder hatte (Tochter Susanna und die Zwillinge Hamnad und Judith).

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Gut zu wissen

Die korrekte Schreibweise des Namens William Shakespeare ist nicht eindeutig geklärt. Es gibt mehr als 20 Versionen wie zum Beispiel William Shakspir und William Shakspere. Die heute geläufige Schreibweise Shakespeare ist die am häufigsten verwendete Form, die der Autor ebenfalls in seiner Signatur verwendete. Manche Leute behaupten sogar, dass Shakespeare nie gelebt habe und dass es sich um einen Decknamen handelte, hinter dem sich ein anderer Autor oder mehrere andere Autoren versteckten. 

Die verlorenen Jahre

Die Jahre, die nach Shakespeares Hochzeit und seiner Familiengründung folgten, sind als „Shakespeares verlorene Jahre“ bekannt. In dem Zeitraum zwischen 1584 und 1592 gibt es weder Belege darüber, wo Shakespeare sich aufhielt oder was er machte. Doch es gibt einige Erzählungen und Gerüchte, die über diese acht Jahre in Shakespeares Leben verbreitet wurden. 

Shakespeare in London 

Den Gerüchten einiger Zeitgenossen zufolge verließ Shakespeare seine Familie, um sich in der Londoner Theaterwelt einen Namen zu machen. Als Schauspieler und Stückeschreiber konnte er schnell die ersten Erfolge verzeichnen. 1594 schloss Shakespeare sich der Schauspieltruppe „Lord Chamberlain's Men“ an (ab 1603 nach der Thronbesteigung von Jakob I. (1566-1625) wurden sie „King’s Men“ genannt). 

Shakespeare schrieb zwei kurze Vers-Epen „Venus and Adonis“ (1593) und „The Rape of Lucrece“ (1594), mit denen er hohes Ansehen erlangte und seine Karriere schnell vorantrieb. 

Bereits Anfang 1595 zählte Shakespeare zu einem hoch anerkannten Mitglied der „Lord Chamberlains’s Men“. Diese bauten sich um 1599 ihr eigenes Theater am Ufer der Themse, das „Globe Theater“. Der Nachbau des Gebäudes, das 1997 eröffnet wurde, zählt zu den beliebtesten touristischen Sehenswürdigkeiten in London.

Unter der Thronbesteigung von Jakob I. wurde Shakespeare in den Dienst der Krone erhoben. Seine Schauspieltruppe trat daher nicht nur in den größten Theaterhäusern, sondern auch bei Hofe auf – einige Male sogar am Hof von Königin Elisabeth I. (1533-1603). 

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Gut zu wissen

Als Shakespeares größter dichterischer Konkurrent und Inspirationsquelle galt der bekannte Dichter und Dramatiker Christopher Marlowe (1564 – 1593). Dieser war Pionier der Blankvers-Dichtung (ungereimter steigender Fünftakter), die Shakespeare ebenfalls in seinen Stücken verwendet. Der ungereimte Vers wird auch als Shakespeare-Vers bezeichnet.

Shakespeares letzte Lebensjahre

In seinen letzten Lebensjahren kehrte Shakespeare wieder zurück nach Stratford-upon-Avon. Er war des Theaterlebens müde und wollte Zeit mit seiner Familie verbringen. Dennoch blieb der Kontakt zu seinen ehemaligen Kollegen bestehen, und gelegentlich beteiligte sich Shakespeare an den Theaterproduktionen als Mitautor. 

Der berühmte Dichter und Schauspieler verstarb als sehr wohlhabender Mann am 23. April 1616 im Alter von 52 Jahren. Die Todesursache ist nicht bekannt. 

1623 veröffentlichten Shakespeares ehemalige Theaterkollegen John Heminges und Henry Condell seine Werke unter dem Titel „Mr William Shakespeare’s Comedies, Histories and Tragedies“. Da es sich um die erste Gesamtausgabe von seinen Dramen in einem Buchformat handelt, wird es auch als „First Folio“ bezeichnet. 

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Werke von William Shakespeare

Die Werke Shakespeares haben ihn bereits zu Lebzeiten unsterblich gemacht. Sein Nachlass und sein Gesamtwerk, das in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde, umfassen:

  • fünf epische Versdichtungen
  • 38 Dramen
  • 154 Sonette
  • Hunderte von Gedichten

In diesem Abschnitt führen wir die wichtigsten Werke auf und erläutern dir dazu einige Besonderheiten, die für den Stil von Shakespeare charakteristisch waren: 

Historiendramen 

Die Historiendramen Shakespeares befassen sich mit der englischen mittelalterlichen Geschichte. In den Dramen geht es um reale historische Figuren und Geschichten über Machtkämpfe oder andere historische Ereignisse wie die Geschehnisse der Rosenkriege, den Hundertjährigen Krieg mit Frankreich oder andere Themen, die in der Zeit Elisabeth I. oder Jakob I. populär waren. 

  • York-Tetralogie (Vierteiler): Zwischen 1591 und 1593 verfasst: Umfasst vier Stücke um die Könige Heinrich VI. (3 Stücke) und Richard III. (1 Stück) 
  • Lancaster-Tetralogie: zwischen 1590 und 1599: Vier Stücke über die Könige Richard II. (1 Stück), Heinrich IV. (2 Stücke) und Heinrich V. (1 Stück) 
  • König Johann (1595 und 1596) 
  • Heinrich VIII. (1612 und 1613) 

Tragödien

Shakespeares Tragödien gehören sicherlich zu seinen bekanntesten Werken. Sie feiern bis heute große Erfolge auf den Bühnen der Welt. Inhaltlich dreht es sich zumeist um einen Schicksalsschlag bzw. eine tragische Geschichte zwischen zwei Liebenden. 

  • „Romeo und Julia“ (1595)
  • „Julius Caesar“ (1599)
  • „Hamlet“ (1601)
  • „Othello“ (1604)
  • „König Lear“ (1605)
  • „Macbeth“ (1606)
  • „Timon von Athen“ (1606)
  • „Antonius und Cleopatra“ (1607)
  • „Coriolanus“ (1608)

Komödien

Shakespeares Komödien zeugen davon, dass er auch eine sehr humorvolle Seite hatte und sich gern über menschliche Schwächen lustig machte, indem er in seinen Werken von Verwechslungen und Täuschungen erzählte. Der Schriftsteller verfügte über Wortwitz und war ein Meister des Wortspiels.

  • „Die Komödie der Irrungen“ (1591)
  • „Verlorene Liebesmüh“ (1593)
  • „Der Widerspenstigen Zähmung“ (1594)
  • „Zwei Herren aus Verona“ (1590 bis 1595)
  • „Ein Sommernachtstraum“ (1595 oder 1596)
  • „Der Kaufmann von Venedig“ (1596)
  • „Viel Lärm um Nichts“ (1598 bis 1599)
  • „Wie es euch gefällt“ (1599)
  • „Die lustigen Weiber von Windsor“ (1600 und 1601)
  • „Was ihr wollt“ (1601)
  • „Troilus und Cressida“ (1601)
  • „Ende gut, alles gut“ (1602 bis 1603)
  • „Maß für Maß“ (1604)
  • „Perikles, Prinz von Tyrus“ (1607)
  • „Ein Wintermärchen“ (1609)
  • „Cymbeline“ (1610)

Poetische Werke

Zu Shakespeares poetischen Werken werden seine Sonette sowie die Gruppe seiner fünf Versdichtungen gezählt. 

  • „Venus und Adonis“ (1593)
  • „Lucretia“ (1594)
  • „Der Phönix und die Turteltaube“ (1601)
  • „Der Liebenden Klage“ (1609)
  • „Der verliebte Pilger“ (1609) 

Seine insgesamt 154 Sonette erschienen 1609 alle in einem Gedichtband mit dem Titel „Shakespeare’s Sonnets“. Bei der Mehrzahl davon handelt es sich um Gedichte, welche die Themen Liebe, Schönheit, Unsterblichkeit und Vergänglichkeit, Lust oder Untreue aufgreifen. Daneben gibt es eine weitere Besonderheit: Shakespeare hat seinen lyrischen Werken keine gewöhnlichen Titel verliehen, sondern diese in „Sonett 1“, „Sonett 2“, „Sonett 3“… durchnummeriert. 

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Merke

Bei einem Sonett (im deutschen Barock als „Klinggedicht“ bezeichnet) handelt es sich um eine Gedichtform, das besondere Regeln und Eigenschaften aufweist. Es besteht unter anderem exakt aus 14 Versen und einem speziellen Reimschemata (umarmender Reim). 

Einfluss Shakespeares auf die (heutige) Literatur

Was machte Shakespeare so erfolgreich, dass sein Einfluss bis heute auf die deutsche Literatur spürbar ist? Wir schauen die ausschlaggebenden Faktoren an:

Elisabethanisches Zeitalter

Shakespeare lebte und wirkte im Elisabethanischen Zeitalter (1558 bis 1603). Wesentlich wurde damit die Regierungszeit von Königin Elizabeth I. bezeichnet, die diesem Zeitalter auch den Namen gab. Das Elisabethanische Zeitalter war von einschneidenden und wichtigen Veränderungen in Wissenschaft, Wirtschaft, Technik, Handel, Religion und auch in der Literatur geprägt. Diese erlebte eine regelrechte Blütezeit. 

Einfluss auf die deutsche Sprache

Shakespeares Werke waren sprachlich eine wichtige Inspiration: So kam der Blankvers als Theatersprache durch Übersetzungen der Werke Shakespeares nach Deutschland. Der Durchbruch kam schließlich mit Gotthold Ephraim Lessings (1729-1781) Nathan der Weise (1779). Später wurden die Dramen von Johann Wolfgang Goethe (1749-1832), Friedrich Schillers (1759-1805) und Heinrich von Kleist (1777-1811) ausschließlich in diesem Versmaß geschrieben. 

Wie folgende Zitate zeigen, ist es bemerkenswert, wie viele Autoren sich über die Jahrhunderte bis in die heutige Zeit für Shakespeares Genie begeistern:

„Ich betrachte Shakespeare als unser größtes Vorbild. Er hat die menschliche Natur in all ihren Facetten so meisterhaft dargestellt, dass seine Werke zeitlos sind.“ 

(Johann Wolfgang von Goethe)

„Die Werke Shakespeares sind zeitlos und berühren das Herz der Menschheit." 

(Charles Dickens)

„Shakespeare gibt uns nicht nur literarische Kunst, sondern auch eine Vision des menschlichen Zustands. Seine Arbeit enthüllt uns, wer wir sind und wer wir sein könnten." 

(Harold Bloom, bekannter amerikanischer Literaturwissenschaftler)

Sprachliches Genie

Shakespeares Werke vereinen menschliche Konflikte mit einer bildhaften Sprache. Shakespeare war für seinen Sprachgebrauch berühmt, indem er die Formen des Reims mit Prosa geschickt miteinander kombinierte. Dabei verfügte er über einen ansehnlichen Wortschatz und eine stilistische Vielfalt aller Sprachniveaus. 

Bühnenpräsenz: Shakespeare-Stücke wurden regelmäßig in deutschen Theatern aufgeführt. Dies trug dazu bei, dass Shakespeare in der deutschen Kultur bis heute einen Einfluss ausübt: Noch immer werden seine Werke im Theater oder als Filmadaptionen aufgeführt. Bekannt ist insbesondere die Verfilmung von „Romeo und Julia“ (1996), der wohl berühmtesten Tragödie der Welt. 

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Gut zu wissen

Wusstest du, dass Shakespeares Werke auch Stoff für moderne Verfilmungen bieten? Das Drama „10 Dinge, die ich an Dir hasse“ (1999) baut beispielsweise auf der Komödie „Der Widerspenstigen Zähmung“ (1592) auf.

Die Bedeutung von Shakespeare im Deutschunterricht

Shakespeare gehört zu den bekanntesten Autoren in der Weltliteratur. Er behandelte in seinen Werken viele Themen, die noch immer eine große Relevanz haben wie Macht, Liebe, Identität und Politik. Die Vielschichtigkeit seiner Themen, aber auch die Komplexität seiner Sprache und Charaktere bieten dir in vielfacher Hinsicht große Entwicklungsmöglichkeiten in Bezug auf dein Sprachverständnis und deine Analyse- und Interpretationsfähigkeiten. 

Shakespeare verwendet eine große Auswahl an Vokabular und metaphorischen Ausdrücken. Dadurch erhältst du die Möglichkeit, deine sprachlichen Fähigkeiten zu erweitern.

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Tipp

Verwende Ausgaben (Nachschlagewerke, Zeitschriften etc.), die Anmerkungen enthalten, damit du unbekannte Wörter oder Begriffe nachschlagen kannst.

Shakespeare verstand es wie kein anderer Schriftsteller, menschliche Gefühle oder Konflikte bildlich zu beschreiben. Die Auseinandersetzung mit komplexen Handlungssträngen, Emotionen, Ideen und Charakteren wird auch dein Sprachverständnis positiv beeinflussen. 

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Tipp

Lies die Werke langsam und konzentriert, um die Bedeutung zu erfassen.
Mache dir Notizen, um die zentralen Themen, Handlungsstränge und Charaktere zu bestimmen.


Shakespeare behandelt in seinen Werken oft moralische oder philosophische Fragestellungen, die nicht nur das kritische Denken fördern, sondern auch helfen, verschiedene Perspektiven bei der Analyse einzunehmen. 

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Tipp

Besprich die Werke und deine Erkenntnisse mit anderen Personen, um neue Interpretationsansätze und Perspektiven zu erhalten. Übe dich in Geduld, denn viele Werke von Shakespeare sind mehrdeutig und können eine unterschiedliche Bedeutung haben. 


Über Shakespeares Werke erhältst du die spannende Option, einen Einblick in die verschiedenen literarischen Epochen und Stile zu erhalten. 

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Tipp

Sieh dir im Theater oder als Film die Aufführungen von Shakespeare-Stücken an, um die Geschichte zu visualisieren und für dich lebendig zu machen. Zudem hilft es, wenn du dich im Vorfeld mit dem historischen Kontext vertraut machst.

William Shakespeare - Zitate

Shakespeare schuf zahlreiche neue Wörter und ist der Schöpfer vieler Zitate, die in unsere Alltagssprache übergegangen sind und heute noch immer rezitiert werden:


„Sein oder Nichtsein – das ist hier die Frage“ 

(Englisch: „To be, or not to be, that is the question”)

„Hamlet“, 3. Aufzug, 1. Szene: Dieses Zitat wird oft verwendet, um über die Ursprünglichkeit oder über die Essenz des Lebens nachzudenken.  


„Die ganze Welt ist Bühne und alle Frauen und Männer bloße Spieler, sie treten auf und gehen wieder ab."  

„Wie es euch gefällt“, 2. Akt, 7. Szene: Dieser Satz wird unter anderem gern verwendet, um zu verdeutlichen, dass das Leben wie eine Theateraufführung ist.  


„Gut gebrüllt, Löwe!" 

„Ein Sommernachtstraum", 5. Akt, 1. Szene: Heute zeigen wir mit dem Ausspruch unseren Beifall, wenn jemand etwas treffend oder schlagfertig bemerkt oder erwidert hat.


„Da hilft nun kein Beten mehr“

„König Heinrich IV“, Teil 1 um 1596/1597: Die Aussage drückt generell Verzweiflung oder Unausweichlichkeit aus, wenn zum Beispiel kein Ausweg aus einer Situation mehr gesehen wird. 


„Ende gut, alles gut“

„All’s Well, that Ends Well“, vermutlich zwischen 1601 und 1603 entstanden: Wenn sich eine Situation am Ende positiv entwickelt, also ein „Happy End“ hat oder Probleme oder Konflikte zufriedenstellend gelöst wurden, verwenden wir noch immer diesen Ausdruck. 


Diese Beispiele zeigen, dass wir in vielen Situationen noch auf Zitate von Shakespeare eingehen. Dies verdeutlicht seinen enormen Einfluss als wichtiger Bestandteil unserer kulturellen und literarischen Tradition, die wir auf diese Weise weiterhin würdigen. 

Zusammenfassung: William Shakespeare auf einen Blick

  • Shakespeare ist einer der bekanntesten englischsprachigen Dramatiker und Lyriker der Welt. 

  • Es gibt nur wenige belegte Informationen zu seinem Leben: Geburtsdatum: 23. April 1564 in der englischen Stadt Stratford-upon-Avon. Seine Frau hieß Anne Hathaway, mit der er drei Kinder hatte.

  • Die Jahre 1584 und 1592 werden als „Shakespeares verlorene Jahre“ bezeichnet, da es für diesen Zeitraum keine Belege darüber gibt, was er tat oder wo er sich aufhielt. 

  • 1594 schloss Shakespeare sich der Schauspieltruppe „Lord Chamberlain's Men“ an (ab 1603 „King’s Men“ genannt). 1599 bauten diese ihr eigenes Theater („Globe Theater“).
     
  • Shakespeare trat auch am Hof von Königin Elisabeth I. auf.

  • Der Dichter Christopher Marlowe war Pionier der Blankvers-Dichtung, die von Shakespeare in seinen Stücken übernommen wurde (Shakespeares-Vers). 

  • Shakespeare verstarb am 23. April 1616 im Alter von 52 Jahren. 

  • 1623 veröffentlichten Shakespeares Theaterkollegen John Heminges und Henry Condell seine Werke „Mr William Shakespeare’s Comedies, Histories and Tragedies“ („First Folio“).

  • Die Werke Shakespeares umfassen: fünf epische Versdichtungen, 38 Dramen, 154 Sonette und
    hunderte von Gedichten

  • „Hamlet“ (1601), „Romeo und Julia“ (1595), „Julius Caesar“ (1599), „Ein Sommernachtstraum“ (1595 oder 1596) und „Macabeth“ (1606) gehören zu den bekanntesten Theaterstücken.

  • Shakespeare lebte und wirkte im Elisabethanischen Zeitalter (Blütezeit der Literatur).

  • Der Blankvers als Theatersprache kam durch Übersetzungen der Werke Shakespeares nach Deutschland: Gotthold Ephraim Lessings, Nathan der Weise (1779)

  • Shakespeares Werke vereinen menschliche Konflikte mit einer bildhaften Sprache.

  • Die bekannteste Filmadaption heute ist „Romeo und Julia“ (1996)

  • „Sein oder Nichtsein“: Shakespeare schuf zahlreiche neue Wörter und ist der Schöpfer vieler Zitate, die in unsere Alltagssprache eingegangen sind.

  • Die Vielschichtigkeit und die Komplexität seiner Sprache und Charaktere bieten dir in vielfacher Hinsicht die Chance, deine sprachlichen Fähigkeiten zu erweitern.  

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