Deutsch – Deutsche Grammatik Übersicht
Wenn Du alles zur deutschen Grammatik wissen willst, dann bist Du hier genau richtig. Steig direkt ins Thema ein!
Grammatikthemen für Schüler und Schülerinnen im Überblick
Die deutsche Grammatik kennt jede Menge Regeln, unterschiedliche Wortarten, Zeitformen und vieles mehr. Sie alle zu kennen und richtig anwenden zu können, ist nicht nur für gute Schulnoten wichtig – auch in Deinem späteren Berufsleben kannst Du mit perfekter Grammatik punkten. Mit unserer umfassenden Grammatik-Übersicht kannst Du grundlegende Grammatikkonzepte verstehen und den Überblick bewahren.
Grundlegende Grammatikthemen: Wörter und ihre Artikel
Wörter bilden den Grundstein, den jede Sprache braucht. Wenn Du Wörter und ihre Funktion erkennen und voneinander unterscheiden kannst, bist Du der perfekten deutschen Grammatik schon einen entscheidenden Schritt näher. Deshalb geben wir Dir zunächst eine Übersicht über die wichtigsten Wortarten in Deutsch.
Nomen – auch Hauptwörter oder Substantive genannt – beschreiben meist Personen, Tiere, Pflanzen oder Dinge. Sie werden immer großgeschrieben und häufig von einem Artikel begleitet.
Beispiele:
- Mutter (Person)
- Hund (Tier)
- Baum (Pflanze)
- Halsband (Ding)
Merke: Auch Namen beschreiben Personen und sind daher Nomen.
Verben – auch Zeitwörter oder Tätigkeitswörter genannt – beschreiben immer eine Tätigkeit. Sie werden in der Regel kleingeschrieben und an die Person, Anzahl und Zeitform der anderen Wörter im Satz angepasst (konjugiert).
Beispiele: Das Verb lautet in der Grundform (Infinitiv) lernen.
- Ich lerne für den Grammatik-Test.
- Du lernst für die Mathematik-Prüfung.
- Wir haben gemeinsam für die Schule gelernt.
Merke: Ohne ein Verb kannst Du keinen sinnvollen deutschen Satz bilden.
Adjektive – auch Eigenschaftswörter oder Wiewörter genannt – beschreiben die Eigenschaft eines Nomens oder Verbs. Sie werden immer kleingeschrieben. Außerdem musst Du manchmal Adjektive deklinieren – dabei beugst Du das Adjektiv, um es an die Person, Anzahl und Zeitform des Wortes anzupassen, auf das es sich bezieht. Du kannst Adjektive auch steigern – von ihrer Grundform (Positiv) in die erste Steigerung (Komparativ) bis hin zur zweiten Steigerung (Superlativ).
Beispiele: Das Adjektiv lautet in der Grundform (Positiv) klug.
- Durch das viele Lernen werden wir zu klugen Menschen. (Positiv)
- Je mehr ich lerne, desto klüger werde ich. (Komparativ)
- Bald werde ich das klügste Kind der ganzen Klasse sein. (Superlativ)
Merke: Steht das Adjektiv hinter dem Nomen oder Verb, auf das es sich bezieht, musst Du es nicht deklinieren: Durch das viele Lernen wird jeder Mensch klug.
Pronomen – auch Fürwörter genannt – können ein Nomen ergänzen oder ersetzen. Wie Adjektive kannst Du auch Pronomen deklinieren, um sie an den Fall, die Anzahl, das Geschlecht und die Person des Nomens anzupassen. Die deutsche Grammatik unterscheidet sieben verschiedene Pronomen-Arten:
- Personalpronomen (z.B. ich, du, er, sie, es)
- Possessivpronomen (z.B. mein, dein, sein, ihr)
- Relativpronomen (z.B. der, die, das)
- Reflexivpronomen (z.B. mich, dich, sich)
- Interrogativpronomen (z.B. wer, was, wen)
- Demonstrativpronomen (z.B. dieser, jener, derjenige)
- Indefinitpronomen (z.B. nichts, etwas, einiges)
Artikel werden auch Begleiter genannt, weil sie immer ein Nomen begleiten. Der Artikel zeigt Dir an, welches Geschlecht und welche Anzahl das Nomen hat. Du unterscheidest zwischen bestimmten Artikeln (der, die, das) und unbestimmten Artikeln (ein, eine).
Mit Nomen, Verb, Adjektiv, Pronomen und Artikel kannst Du schon viel anfangen – es gibt aber noch einige andere Wortarten, die wichtige Rollen in deutschen Sätzen spielen.
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Deutsche Wortarten
In dieser übersichtlichen Auflistung findest Du die wichtigsten Informationen zu den deutschen Wortarten (Nomen, Verb, Adjektiv, Adverb, Artikel, Pronomen, Präpositionen, Konjunktion) auf einen Blick.
Nomen
- auch bekannt als: Hauptwort, Namenwort, Substantiv
- Funktion im Satz: Dinge, Personen, Pflanzen, Tiere oder Abstraktes bennen
- Zusatzinfo: Unterscheidung von Konkreta (Dinge, Personen, Pflanzen, Tiere, Namen) und Abstrakta (nicht Anfassbares wie z.B. Gefühle, Zeiteinheiten, Eigenschaften)
- Beispiele: Spielzeug ( Ding), Großmutter (Person), Gänseblümchen (Pflanze), Schwein (Tier), Liebe (Gefühl), Jahr (Zeiteinheit)
Verb
- auch bekannt als: Zeitwort, Tätigkeitswort, Tunwort
- Funktion im Satz: Beschreiben, was jemand oder etwas tut
- Zusatzinfo: Unterscheidung von starken und schwachen Verben sowie regelmäßigen und unregelmäßigen Verben; Sonderform: Modalverb (Hilfsverb)
- Beispiele: sprechen (stark), sagen (schwach), lernen (regelmäßig), lesen (unregelmäßig), wollen (Modalverb)
Adjektiv
- auch bekannt als: Eigenschaftswort, Wiewort,
- Funktion im Satz: Die Eigenschaft eines Nomens oder Verbs beschreiben
- Zusatzinfo: Steigerung (Komparation) möglich
- Beispiele: lieb - lieber, gut - besser, schön - schöner (Komparativ); am liesbten, am besten, am schönsten (Superlativ)
Adverb
- auch bekannt als: Umstandswort
- Funktion im Satz: Zeit, Ort, Grund oder Art eines Umstands genauer beschreiben
- Zusatzinfo: Kann meistens nicht verändert (gebeugt) werden
- Beispiele: immer, draußen, deshalb, irgendwie
Artikel
- auch bekannt als: Begleiter
- Funktion im Satz: Begleiter des Nomens, der Anzahl und Geschlecht des Nomens anzeigt
- Zusatzinfo: Unterscheidung zwischen bestimmten und unbestimmten Artikeln
- Beispiele: der, die, das (bestimmte Artikel); ein, eine (unbestimmte Artikel)
Pronomen
- auch bekannt als: Fürwort
- Funktion im Satz: Ergänzung oder Ersatz eines Nomens
- Zusatzinfo: sieben verschiedene Arten; müssen dekliniert werden
- Beispiele: ich, dein, welcher, sich, wessen, dieser, einiges
Präposition
- auch bekannt als: Verhältniswort
- Funktion im Satz: Zeigt an, wie sich mindestens zwei andere Wörter zueinander verhalten.
- Zusatzinfo: Unterscheidung zwischen örtlichen, zeitlichen, modalen und begründenden Präpositionen
- Beispiele: hinter (örtlich), während (zeitlich), außer (modal), aufgrund (begründend)
Konjunktion
- auch bekannt als: Bindewort
- Funktion im Satz: Satzglieder oder Sätze miteinander verbinden
- Zusatzinfo: Unterscheidung zwischen nebenordnenden und unterordnenden Konjunktionen
- Beispiele: und, oder, aber (nebenordnend); weil, damit, obwhl (unterordnend)
Satzbau einfach erklärt
Die verschiedenen Wortarten kennst Du jetzt. Verwendest Du sie in einen Satz, werden sie zu einem Teil dieses Satzes – einem Satzglied. Die verschiedenen Satzglieder kannst Du anhand ihrer Funktion und dem zugehörigen Fragewort identifizieren. Diese Auflistung gibt Dir einen Überblick über die verschiedenen Arten von Satzgliedern.
Subjekt
- Funktion im Satz: Satzgegenstand, Perso oder Sache, die etwas tut ("Täter")
- Fragewort: Wer oder was?
- Beispiel: Das Haus steht an der Hauptstraße
Prädikat
- Funktion im Satz: Satzaussage
- Fragewort: Was tut das Subjekt?
- Beispiel: Der Hund holt seinen Ball
Objekt
- Funktion im Satz: Satzergänzung
- Fragewort: Wessen? (Genitiv), Wem? (Dativ), Wen oder was? (Akkusativ)
- Beispiel: Ich folge den Spuren der Wildtiere. (Genitiv), Ich schenke diese Blumen meiner Mutter. (Dativ), Ich hole meine Schwester vom Bahnhof ab. (Akkusativ)
Adverbiale Bestimmungen
- Funktion im Satz: Angabe von: Ort, Zeit, Art und Weise, Grund
- Fragewort: Wo/Wohin? (Ort), Wann? (Zeit), Wie? (Art und Weise), Warum? (Grund)
- Beispiel: Ich kam gestern (Zeit) wegen des Windes (Grund) ganz zerzaust (Art und Weise) nach Hause (Ort).
Aus diesen Satzgliedern kannst Du Sätze bilden. Du unterscheidest in der deutschen Grammatik grundsätzlich zwischen Hauptsätzen und Nebensätzen.
- Ein Hauptsatz kann für sich alleine stehen. Das Verb steht an erster oder zweiter Stelle.
- Ein Nebensatz würde ohne seinen Hauptsatz keinen Sinn ergeben. Das Verb steht an letzter Stelle, eine Konjunktion an erster Stelle.
Beispiel:
Ich lerne die deutsche Grammatik, damit ich später Erfolg habe.
Hauptsätze und Nebensätze kannst Du wiederum zu unterschiedlichen Satzarten kombinieren:
Einen Satz, der aus zwei Hauptsätzen besteht, nennst Du Satzreihe.
Beispiel:
Meine Mutter kocht das Abendessen und ich decke den Tisch.
Einen Satz, der aus einem Hauptsatz und einem Nebensatz besteht, nennst Du Satzgefüge.
Beispiel:
Meine Mutter kocht das Abendessen, während ich den Tisch decke.
Außerdem gibt es noch zwei bestimmte Arten von Nebensätzen:
Ein Adverbialsatz ist ein Nebensatz, der eine adverbiale Bestimmung ersetzt. Wir erinnern uns:
Ich kam gestern wegen des Windes ganz zerzaust nach Hause.
Die Fragen „wo/wohin?“, „wann?“, „wie?“ oder „warum?“ kannst Du auch mit einem Adverbialsatz beantworten. Bleiben wir bei unserem Beispiel, könnte das so aussehen:
Ich kam gestern ganz zerzaust nach Hause, weil es so windig war.
Ein weiterer spezieller Nebensatz ist der Relativsatz. Er liefert nähere Informationen zu einem Bezugswort im Hauptsatz und beginnt immer mit einem Relativpronomen oder einem Relativadverb.
Beispiel:
Das ist der Film, den ich so gerne mag.
Merke: Beginnt ein Nebensatz mit einer Konjunktion (z.B. und, oder, aber), ist es kein Relativsatz.
Deutsche Zeiten lernen leicht gemacht
Damit Du alle Satzarten (Hauptsatz, Nebensatz, Satzreihe, Satzgefüge, Adverbialsatz, Relativsatz) richtig gestalten kannst, musst Du Deine Verben noch in die richtige Zeit versetzen. Hier findest Du eine Übersicht über die Zeitformen in der deutschen Grammatik.
Präsens
- auch bekannt als: Gegenwart
- Beispiel: Ich lerne Grammatik.
Präteritum
- auch bekannt als: 1. Vergangenheit / Imperfekt
- Beispiel: Ich lernte Grammatik.
Perfekt
- auch bekannt als: 2. Vergangenheit
- Beispiel: Ich habe Grammatik gelernt.
Plusquamperfekt
- auch bekannt als: 3. Vergangenheit / Vorvergangenheit
- Beispiel: Ich hatte Grammatik gelernt.
Futur I
- auch bekannt als: Zukunft
- Beispiel: Ich werde Grammatik lernen.
Futur II
- auch bekannt als: vollendete Zukunft
- Beispiel: Ich werde Grammatik gelernt haben.
Besondere Grammatikthemen
Du weißt jetzt schon viel über die deutsche Grammatik – genug, um den ein oder anderen korrekten Satz zu bilden. Es gibt aber noch Sonderthemen, die Dir nicht nur im Deutschunterricht weiterhelfen. Einige davon haben wir hier für Dich zusammengefasst.
Aktiv & Passiv
Das Aktiv beschreibt den „Täter“ in einem Satz – wir erinnern uns: Das Subjekt, das eine Handlung ausführt. Das Passiv hingegen beschreibt ein Objekt, an dem eine Handlung ausgeführt wird.
Beispiel:
Ich füttere den Hund. – Hier ist das Subjekt „Ich“ aktiv und tut etwas.
Der Hund wird gefüttert. – Hier ist das Objekt „Hund“ passiv, etwas wird mit ihm gemacht.
Verb-Modus
Du kannst das Verb nicht nur in eine Zeitform, sondern auch in verschiedene Modi versetzen:
Indikativ
- Anwendung: Wirklichkeitsform
- Beispiel: Meine Schwester singt ein Lied für uns.
Imperativ
- Anwendung: Befehlsform
- Beispiel: Singe ein Lied für uns!
Konjunktiv I
- Anwendung: Möglichkeitsform
- Beispiel: Meine Schwester sagt, sie singe gerne für uns.
Konjunktiv II
- Anwendung: Möglichkeitsform/Bedingungssätze
- Beispiel: Wenn ich so gut wäre wie meine Schwester, würde ich auch singen.
Attribute
Ein Attribut bezeichnet ein Beiwort, das eine zusätzliche Information liefert. Adjektive, Präpositionen oder Relativsätze können Attribute sein.
Beispiel:
Wir treten heute unseren gebuchten Urlaub an.
Fälle (Kasus)
Die vier Fälle (Kasus) der deutschen Grammatik sind ganz wesentlich um alles, was Du heute gelernt hast, richtig anwenden zu können.
Übersicht deutsche Grammatik: Zusammenfassung
- Die wichtigsten Wortarten der deutschen Grammatik sind Nomen, Verben, Adjektive, Adverbien, Artikel, Pronomen, Präpositionen und Konjunktionen.
- In einem Satz werden die Wörter zu Satzgliedern.
- Die wichtigsten Satzglieder sind Subjekte, Prädikate, Objekte und adverbiale Bestimmungen.
- Du kannst Hauptsätze und Nebensätze bilden.
- Ein Hauptsatz kann auch für sich alleine stehen, ein Nebensatz ist vom Hauptsatz abhängig.
- Eine Satzreihe ist ein Satz, der aus zwei Hauptsätzen besteht.
- Ein Satzgefüge ist ein Satz, der aus einem Hauptsatz und einem Nebensatz besteht.
- Nebensätze können auch Adverbialsätze oder Relativsätze sein.
- Das Verb muss an die Zeitform angepasst werden.
- Die wichtigsten Zeitformen der deutschen Grammatik sind Präsens, Präteritum, Perfekt, Plusquamperfekt, Futur I und Futur II.
Teste Dein Wissen
Welche Aussage über das Nomen ist korrekt?