Deutsch: Akkusativobjekt
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Akkusativobjekt bestimmen: Erklärung & Beispiele
Der Akkusativ bezeichnet in der deutschen Grammatik den vierten Fall. Die Fälle (Kasus) kennzeichnen die Beziehung zwischen Subjekten und Objekten in einem Satz. Wenn das Objekt im Akkusativ steht, wird es als Akkusativobjekt oder direktes Objekt bezeichnet.
Das Akkusativobjekt zeigt an, was oder wen das Subjekt des Satzes beeinflusst und welche Person oder Sache direkt von der Handlung oder Aktion eines Verbs betroffen ist. Daher kann das Akkusativobjekt auch durch die Frage „Wen oder was?“ ermittelt werden.
Wir erklären dir alles, was du über dieses Objekt wissen musst, wie es gebildet wird und wie du nach dem Akkusativobjekt fragen kannst.
Akkusativobjekt im Satz
Das Akkusativobjekt gehört zu den vier Hauptsatzgliedern: Subjekt, Prädikat, Objekt und Adverbialbestimmung. Durch das Objekt wird der Minimalsatz bestehend aus Subjekt und Prädikat ergänzt.
Die Katze jagt eine Maus.
- Die Katze ist das Subjekt → Wer oder was? jagt eine Maus (die Katze).
- Das Prädikat gibt Informationen darüber, was das Subjekt (die Katze) tut (jagen).
- Durch die Akkusativobjekt-Frage Wen oder was (jagt die Katze?) kannst du das Objekt (eine Maus) ermitteln.
Akkusativobjekt bestimmen
Das Akkusativobjekt ist das Objekt eines Satzes, das im Akkusativ steht. Es kann aus einem Nomen, einer Nominalgruppe oder einem Pronomen bestehen.
Akkusativfrage: Wen oder was?
Indem du die Frage „Wen oder was?“ auf das Verb anwendest, kannst du bestimmen, worauf sich die Handlung des Satzes direkt auswirkt.
Beispiel:
- Der/die Lehrer*in fragt die Schüler und Schülerinnen nach den Hausaufgaben.
- Wen oder was fragt der/die Lehrer*in nach den Hausaufgaben? → Die Schüler und Schülerinnen (Akkusativobjekt)
Schritt 1: Verb erkennen: → „fragt”
Schritt 2: Nach dem Objekt in Bezug auf das Verb fragen: Wen oder was fragt der/die Lehrer*in? → „die Schüler und Schülerinnen”
→ Schüler/Schülerinnen ist das Akkusativobjekt, auf das sich das direkte Ziel der Handlung bezieht (des Fragens).
Pronomen als Akkusativobjekt
Manche Pronomen unterscheiden sich im Akkusativ in ihrer Form vom Nominativ, wie etwa ich → mich / du → dich / er → ihn. Wenn das Akkusativobjekt ein Pronomen ist, kannst du mit „Wen?“ danach fragen.
Der Kuchen ist für dich. → Für wen ist der Kuchen? → dich (Akkusativobjekt).
→ Im Akkusativ ersetzen Pronomen das direkte Objekt in einem Satz.
Nomen als Akkusativobjekt
Das Akkusativobjekt als Nomen bezeichnet das Ziel oder Objekt, auf das die Handlung eines Verbs gerichtet ist. Nomen als Akkusativobjekt kann mit der Frage „Was?“ zum Verb des Satzes ermittelt werden.
· Ich kaufe ein neues Buch. → Was kaufe ich? → ein neues Buch (Akkusativobjekt)
Nominalgruppen als Akkusativobjekt
Das Akkusativobjekt kann auch aus Nominalgruppen bestehen:
- Artikel und Nomen: Ich sehe den Vogel. → Was siehst du? → den Vogel (Akkusativobjekt)
- Artikel, Adjektiv, Nomen: Er kauft eine neue Hose. → Was kauft er? → eine neue Hose (Akkusativobjekt)
- Nomen mit Attributen: Laura gießt die Blumen ihrer Nachbarn. → Was gießt Laura? → die Blumen (Akkusativobjekt) → Die Attribute „ihrer Nachbarn“ sind erweiterte Informationen.
- Auch Zahlwörter können Teil eines Akkusativobjekts sein: Ich zähle drei grüne Äpfel. → Was zählst du? → Drei grüne Äpfel.
Akkusativobjekt bilden
Das Akkusativobjekt ist ein Objekt, das im Akkusativ steht. Ein Akkusativobjekt wird gebildet, indem ein Nomen, Nominalgruppen oder ein Pronomen im Akkusativ verwendet werden, um das Ziel oder das Objekt einer Handlung zu benennen. Wenn das Objekt im Akkusativ steht, wird es als Akkusativobjekt oder direktes Objekt bezeichnet. Um das Akkusativobjekt zu bestimmen, wird die Frage „Was oder wen?“ zum Verb des Satzes gestellt.
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Akkusativobjekt als Nebensatz
Das Akkusativobjekt kann auch einen Nebensatz bilden. Die Antwort auf die Frage „Wen oder was?“ ist dann kein einzelnes Satzglied des Hauptsatzes, sondern ein kompletter Nebensatz. Hinweise, ob ein Akkusativobjekt als Nebensatz vorliegt, können „dass“ und „ob“ als Einleitungen sein.
Maria sagt, dass sie den neuen Film gesehen hat.
→ Maria ist das Subjekt → „Wer oder was?“ sagt, dass sie den neuen Film gesehen hat? – Maria.
→ Das Prädikat (sagt) gibt Informationen darüber, was das Subjekt (Maria) tut.
→ Die Frage nach dem Akkusativobjekt (Was sagt Maria?) liefert den Nebensatz „dass sie den neuen Film gesehen hat.“ Der Nebensatz übernimmt die Rolle des direkten Objekts.
Akkusativobjekt als Infinitivkonstruktion
Das Akkusativobjekt kann ebenfalls eine Infinitivkonstruktion darstellen, eine Satzkonstruktion, die aus einem Infinitiv (der Grundform des Verbs) und weiteren Ergänzungen besteht. Eine Infinitivkonstruktion kann mit „zu“ die Funktion des Akkusativobjekts übernehmen.
Marie versucht, pünktlich zu sein.
- Was versucht Marie? (Akkusativobjekt „pünktlich zu sein“)
Verben als Akkusativobjekt
In der deutschen Sprache gibt es Verben, die ein Objekt im Akkusativ erfordern. Diese Verben werden auch als „transitive Verben“ bezeichnet. Sie ziehen ein Akkusativobjekt nach sich, das die Handlung des Verbs im Satz „empfängt“ oder „betrifft“.
- lesen: Laura liest ein Buch.
- kaufen: Ich kaufe ein rotes Kleid.
- verfassen: Philip verfasst einen wichtigen Brief.
- essen: Er isst einen leckeren Salat.
Unterschied zwischen Akkusativobjekt und Dativobjekt
Das Akkusativobjekt bezeichnet in einem Satz das direkte Objekt, also eine Person oder eine Sache, auf welche die Handlung des Verbs gerichtet ist. Das Dativobjekt (der dritte Fall) bezieht sich auf eine Person oder eine Sache, die indirekt vom Verb und von der Handlung betroffen ist. Es beantwortet die Frage „Wem oder was?“.
Akkusativobjekt: Ich lese ein Buch. → Was lese ich? (ein Buch)
Dativobjekt: Der Vater liest dem Kind eine Geschichte vor. → Wem liest der Vater eine Geschichte vor? („dem Kind“ als Empfänger der Handlung).
Akkusativobjekt und Dativobjekt können beide in einem Satz vorkommen. Zum Beispiel: Der Vater liest dem Kind eine Geschichte vor → Was liest der Vater seinem Kind vor? (Akkusativobjekt: eine Geschichte)
Zusammenfassung
Definition:
- Das Akkusativobjekt ist ein Objekt, das im Akkusativ steht.
- Wenn das Objekt im Akkusativ steht, wird es als Akkusativobjekt oder direktes Objekt bezeichnet.
- Das Akkusativobjekt zeigt an, was oder wen das Subjekt des Satzes beeinflusst und welche Person oder Sache direkt von der Handlung oder Aktion eines Verbs betroffen ist. Daher kann das Akkusativobjekt auch durch die Frage „Wen oder was?“ ermittelt werden.
- Ein Akkusativobjekt wird gebildet, indem ein Nomen, Nominalgruppen oder ein Pronomen im Akkusativ verwendet werden, um das Ziel oder das Objekt einer Handlung zu benennen.
Bestimmung:
- „Wen oder was?“
- Wenn das Akkusativobjekt ein Pronomen ist, kannst du mit „Wen?“ danach fragen.
- Nomen als Akkusativobjekt kann mit der Frage „Was?“ zum Verb des Satzes ermittelt werden.
- Das Akkusativobjekt kann auch aus Nominalgruppen bestehen: Artikel und Nomen / Artikel, Adjektiv, Nomen / Nomen mit Attributen / Zahlwörter
Akkusativobjekt im Nebensatz und als Infinitivkonstruktion
- Das Akkusativobjekt kann auch einen Nebensatz bilden. Hinweise: „dass“ und „ob“ als Einleitungen.
- Das Akkusativobjekt kann ebenfalls eine Infinitivkonstruktion darstellen. Eine Infinitivkonstruktion kann mit „zu“ die Funktion des Akkusativobjekts übernehmen.
Unterschied: Akkusativobjekt und Dativobjekt
- Das Akkusativobjekt bezeichnet in einem Satz das direkte Objekt.
- Das Dativobjekt (der dritte Fall) bezieht sich auf eine Person oder eine Sache, die indirekt vom Verb und von der Handlung betroffen ist. („Wem oder was?“)
- Akkusativobjekt und Dativobjekt können beide in einem Satz vorkommen.
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