Deutsch – Gelikt, geliket oder geliked

Wenn du wissen willst, welche Schreibweise richtig ist, dann bist du hier genau richtig. Steig direkt ins Thema ein.

Geliket oder gelikt? Oder doch geliked? Was ist richtig?

In den Sozialen Netzwerken, sei es Facebook, Instagram und Co., drückst du durch ein „Gefällt mir” dein Wohlwollen oder deine Freude an einem Post, einer Nachricht oder einer Story aus. Nur hat sich dafür in der deutschen Sprache ein sogenannter Anglizismus durchgesetzt, also ein englisches Wort: „like”. Der Begriff heißt wörtlich übersetzt „mögen” oder „gefallen“. Womit sich also die Nutzung bzw. die Integration ins Deutsche schnell erklärt. Mittlerweile wird das Verb nicht nur im Internet genutzt – es ist auch ein anerkannter Teil der deutschen Alltagsprache. 

Dennoch gibt es keine amtlich definierten Regeln für den Gebrauch. Vor allem, wenn es um die Konjugation geht, stehen Schülerinnen und Schüler oft vor einem Rätsel. Wie wird also die Vergangenheitsform korrekt geschrieben? 

Wird „geliked” oder „geliket” oder doch „gelikt”?

Diese Lektion wird dir darüber eine Aufklärung geben.

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Welche Schreibweise ist die richtige?

Das Wort kennst du aus deinem Alltag, und sogar in Schulaufsätzen darfst du es anwenden. Doch: Auch wenn es (noch) keine im Duden festgelegte Rechtschreibung gibt, herrscht an dieser Stelle kein Wildwest. Das heißt: Es ist dir nicht freigestellt, wie du „liken” in der Vergangenheitsform schreiben darfst. Der Duden hält also eine Empfehlung bereit; hier wird die übliche Eindeutschung von Anglizismen angewendet. Was – zugegebenermaßen – ausgeschrieben nicht so schön aussieht:

  • gelikt
    Beispiel:
    Susi hat die Bilder von Ralf gelikt.
    Der Trainer hat den Beitrag über den Erfolg gelikt.

Die Erklärung für diese Form ist dennoch leicht, handelt es sich hier um das Partizip eines sogenannten schwachen Verbs. Vom Verb „liken” wird nur der Stamm „lik” verwendet. 

  • „ge” + Wortstamm (lik) + „t”. 
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Merke

Diese Art der Eindeutschung kennst du schon von Worten wie „canceln”, „faken” oder „checken”. Hier lautet das jeweilige Partizip dann „gecancelt”, „gefakt” und „gecheckt”.

Wenn du „gelikt” schreibst, wirst du niemals einen Fehler machen.

Es gibt dennoch auch noch eine zweite – akzeptierte – Schreibweise des Wortes:

  • geliked
    Beispiel:
    Frauke hat den Beitrag von Chris geliked.
    Der Lehrer hat die Bilder vom Klassenausflug geliked.


Der Grund für diese Schreibform ist im Englischen zu finden. Es wird das Verb „liken” genutzt und wie ein regelmäßiges deutsches Verb mitgeführt. Das Ergebnis: Erst kommt die Vorsilbe des Partizipsge-”, dann das englische „like” und schließlich das deutsche Suffixt”. 

Hab also keine Sorge: Auch diese Version muss in Texten als richtig anerkannt werden.

In der Einführung zu dieser Lektion hast du noch die Fassung „geliket” gesehen. Das ist jetzt sehr wichtig: Merk dir unbedingt, dass diese Version immer falsch ist!

Zusammenfassung

Wir alle „liken” gern – sei es bei Instagram, bei YouTube – oder einfach mal im Alltag, wenn uns etwas wirklich gut gefällt oder wir Unterstützung ausdrücken wollen. Wie so oft sind Begriffe, die vor allem aus der Internet-Nutzung kommen, Anglizismen. Damit ist die Anwendung in der deutschen Grammatik zumeist noch nicht amtlich geklärt. Im Fall von „liken” – wenn es um das Partizip geht – dann gibt es eine (vom Duden) empfohlene Version: gelikt. Und eine allgemein akzeptierte Fassung: geliked. Alles andere ist falsch!

So wird richtig „geliked”: Übungen

Auf welchen Buchstaben endet das Partizip in der deutschen Empfehlung?

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