Deutsch: Woyzeck
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Woyzeck für Schüler:innen erklärt: Zusammenfassung und Figuren
„Woyzeck“ ist ein Drama des deutschen Schriftstellers Georg Büchner, geschrieben in den Jahren 1836 und 1837. Es gilt bis heute nicht nur als Georg Büchners wichtigstes Werk, sondern als eines der wichtigsten und einflussreichsten Dramen der deutschen Literaturgeschichte – und das, obwohl Georg Büchner es nicht einmal vollenden konnte.
Aufgepasst: „Woyzeck“ ist keine leichte Kost. Hier geht es um Unterdrückung, Betrug, Mord und psychische Erkrankungen. Hier findest Du eine ausführliche Zusammenfassung von „Woyzeck“, einen Überblick über die Charaktere und die Einordnung in die Literaturepoche Vormärz.
Handlung in „Woyzeck“: eine übersichtliche Inhaltsangabe
Der Soldat Woyzeck steckt in Geldnot: Er hat eine Freundin und das gemeinsame Kind zu versorgen, doch sein magerer Soldatensold reicht vorne und hinten nicht. Um sich etwas hinzuzuverdienen, übernimmt er kleine Aufgaben für seinen Hauptmann – obwohl dieser ihn ziemlich herablassend behandelt. Trotzdem ist noch immer nicht genug Geld da. Was er hat, gibt Woyzeck stets an Marie weiter.
Eine weitere Verdienstmöglichkeit findet Woyzeck beim Dorfarzt: Der Doktor führt Experimente an Menschen durch und möchte herausfinden, was passiert, wenn ein Mensch wochen- und monatelang nur Erbsen zu sich nimmt. Für seine Teilnahme erhält Woyzeck eine kleine Bezahlung.
Schon bald zeigt sich, dass es Woyzeck nicht gut geht. Er hat Halluzinationen und beginnt Stimmen zu hören. Zwar erzählt er dem Arzt davon, doch der drängt auf sein Experiment und interessiert sich nicht für Woyzeck. Auch dem Hauptmann ist Woyzecks Befinden egal. Woyzecks einziger Freund, Andres, macht sich zwar Sorgen um ihn, doch Verständnis hat selbst er nicht. Dennoch macht Woyzeck weiter – für Marie und seinen Sohn.
Im Laufe der Zeit findet Woyzeck heraus, dass Marie eine Affäre mit einem Tambourmajor hat. Was zunächst nur ein Verdacht ist, wird bald zur Gewissheit. Die Stimmen in Woyzecks Kopf werden lauter und befehlen ihm, Marie umzubringen. Woyzeck kauft sich ein Messer und führt Marie auf einen Spaziergang zum See, wo er sie schließlich ermordet. Ob ihm anschließend die Flucht gelingt, bleibt offen …
Alle wichtigen Charaktere in „Woyzeck“ im Überblick
Es gibt eine Reihe an Hauptfiguren und einige wenige Randfiguren in „Woyzeck“. Wir stellen dir hier die sechs Charaktere vor, die für die Figurenkonstellation wichtig sind.
Woyzeck
Friedrich Johann Franz Woyzeck ist Soldat und erhält als Wehrmann einen geringen Lohn. Mit seiner Freundin Marie ist er nicht verheiratet – er kann sich keine Heirat leisten – und so ist auch das gemeinsame Kind Christian unehelich.
Seinen Lohn bessert Woyzeck auf, indem er für seinen Hauptmann Besorgungen erledigt oder ihm den Bart rasiert. Außerdem stellt er sich dem Dorfarzt als Versuchsperson zur Verfügung. Im Laufe des Dramas zeigt sich, dass Woyzeck vermutlich an Schizophrenie leidet: Er hat Halluzinationen und hört Stimmen, die ihn zunehmend misstrauisch machen.
Marie
Marie ist eine attraktive Frau und Mutter von Woyzecks Kind. Sie wirkt unzufrieden mit dem einfachen Leben, das sie und Woyzeck aufgrund des Geldmangels führen müssen.
Vermutlich lässt sie sich deshalb vom Tambourmajor beeindrucken: In seiner schicken Uniform wirkt er äußerst attraktiv auf sie, und seine Geschenke lassen sie an einen gesellschaftlichen Aufstieg glauben, den sie mit Woyzeck nicht haben wird. Dennoch bereut sie ihre Untreue – doch da ist es schon zu spät.
Der Tambourmajor
Der Tambourmajor ist der Anführer der Militärkapelle. Er zeigt sich selbstbewusst in seiner prächtigen Uniform und gewinnt dadurch schon bald das Interesse von Marie, die ihn auch sexuell anziehend findet.
Nach ersten harmlosen Kontaktversuchen drängt er schließlich Marie zur Intimität. Außerdem macht er ihr Geschenke, woraus sich schließen lässt, dass Geld für ihn kein Problem ist. Woyzeck gegenüber zeigt sich der Tambourmajor später in der Geschichte aggressiv.
Der Doktor
Der Doktor zeigt sich gebildet und sowohl an Wissenschaft als auch an Forschung interessiert. Er tritt jedoch kaltherzig auf und hat Freude daran, andere Menschen mit unheilvollen Diagnosen zu konfrontieren. Er führt Experimente an Menschen durch und gewinnt Woyzeck als Versuchsperson.
Woyzeck gegenüber ist der Doktor skrupellos und hart. Seine Symptome, die auf eine Verschlechterung seines Zustands hindeuten, findet er zwar interessant, doch das Experiment abzubrechen kommt für ihn nicht infrage. Stattdessen zahlt er Woyzeck etwas mehr Geld und setzt ihn unter Druck, weiterhin seine Erbsen zu essen.
Der Hauptmann
Der Hauptmann, ein wohlhabender Mann, gehört der Oberschicht an. Woyzeck gegenüber verhält er sich gönnerhaft und arrogant, verurteilt ihn beispielsweise dafür, dass Woyzeck ein uneheliches Kind hat. Mit den christlichen Moralvorstellungen des Hauptmanns passt das nicht zusammen.
Von sich selbst hält der Hauptmann viel. Er sieht sich als philosophisch und etwas schwermütig, und vor allem führt er ein langsames, bequemes Leben. Zu viel Hetzerei und Eile kann er nicht ertragen, und daran erinnert er Woyzeck immer wieder.
Andres
Andres ist, wie Woyzeck, Soldat, die beiden teilen sich ein Zimmer in der Kaserne. Er scheint Woyzecks einziger Freund zu sein und ist meist fröhlich und unbeschwert. Mit Woyzecks psychischen Herausforderungen kann er jedoch nicht gut umgehen. Zwar hört er Woyzeck zu, doch er weiß ihm nicht zu helfen. Lediglich ein paar Hausmittel – zum Beispiel Schnaps – kann er seinem Freund gegen die Halluzinationen empfehlen.
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Inhaltsangabe aller Szenen in Woyzeck
Wir geben Dir hier gleich eine Zusammenfassung aller Szenen, die in „Woyzeck“ vorkommen. Allerdings wissen wir bis heute nicht, welche Reihenfolge sich Georg Büchner für sein Drama vorgestellt hat. Georg Büchner starb nämlich, bevor er „Woyzeck“ beenden konnte. Die Reihenfolge der Szenen ist unklar und das Ende fehlte ebenfalls.
Aus dem Fragment machte schließlich der österreichische Schriftsteller Karl Emil Franzos ein zusammenhängendes Werk. Das Drama, das Du heute in der Schule liest, ist also stark bearbeitet worden – und zwar nicht nur einmal. Es gibt viele unterschiedliche Fassungen, außerdem wurde „Woyzeck“ in viele Sprachen übersetzt und immer wieder neu interpretiert.
Hier findest Du die Übersicht über die Szenen, wie sie heute meist präsentiert werden.
Szene 1 – Freies Feld. Die Stadt in der Ferne
Woyzeck und Andres schneiden Stöcke aus einem Gebüsch und Woyzeck erlebt erste Halluzinationen, die ihm Angst machen. Sie werden so schlimm, dass er Andres zu Boden reißt, um ihn zu beschützen. Sie verschwinden glücklicherweise von allein. Gleich darauf erklingen Trommeln, die beide zurück zur Kaserne rufen.
Szene 2 – Die Stadt
Marie beobachtet mit dem Sohn auf dem Arm die Soldaten, die am Fenster vorbeigehen. Darunter ist auch der Tambourmajor. Margreth, die Nachbarin, macht Marie Vorwürfe, sie habe mit dem Tambourmajor geflirtet, worauf Marie sehr wütend wird und das Fenster zuwirft. Da klopft Woyzeck ans Fenster und erzählt Marie von seinen Wahnvorstellungen – was Marie in Angst versetzt.
Szene 3 – Buden. Lichter. Volk
Woyzeck und Marie sind auf dem Jahrmarkt unterwegs und betrachten verschiedene Attraktionen. Dabei werden sie vom Tambourmajor gesehen, der mit seinem Unteroffizier von Marie schwärmt. Sie folgen Woyzeck und Marie in eine Bude, wo der Tambourmajor Marie für eine Vorstellung in die erste Reihe hilft.
Szene 4 – Maries Kammer
Der Tambourmajor hat Marie Ohrringe geschenkt, die sie im Spiegel betrachtet. Woyzeck taucht auf und Marie behauptet, sie habe die Ohrringe gefunden. Woyzeck glaubt ihr anfangs nicht, steckt ihr dann jedoch etwas Geld zu und geht wieder. Marie hat daraufhin ein schlechtes Gewissen.
Szene 5 – Beim Hauptmann
Woyzeck rasiert dem Hauptmann den Bart. Der Hauptmann lässt sich über Woyzecks mangelnde Moral und sein uneheliches Kind aus. Woyzeck erklärt, dass er nicht genug Geld für eine Heirat hat, woraufhin der Hauptmann einlenkt – mit der Ermahnung, sich nur nicht zu sehr zu hetzen.
Szene 6 – Mariens Kammer
Marie und der Tambourmajor befinden sich gemeinsam in der Kammer. Obwohl sie ihn zunächst zurückweist, kommen sie einander auch körperlich näher.
Szene 7 – Auf der Gasse
Woyzeck vermutet, dass Marie untreu sein könnte, und will sie zur Rede stellen. Das fällt ihm jedoch schwer, zumal Marie sein Misstrauen auf seine Verwirrung schiebt. Was Woyzeck auch versucht, sie weist alle seine Anschuldigungen zurück.
Szene 8 – Beim Doktor
Woyzeck besucht den Arzt, dem er sich für ein Experiment zur Verfügung gestellt hat. Es zeigt sich, dass Woyzeck für dieses Experiment nur Erbsen essen soll – obwohl Woyzeck berichtet, dass sein Zustand sich verschlechtert hat. Dennoch: Auf diese Weise kann er Geld für das Essen in der Kaserne sparen.
Szene 9 – Straße
Der Doktor und der Hauptmann unterhalten sich auf der Straße. Beide Persönlichkeiten kommen deutlich zutage: die Kälte des Arztes, der dem Hauptmann einen Schlaganfall prophezeit, und die Bequemlichkeit des Hauptmanns, der den Doktor zu hektisch findet. Als Woyzeck vorbeikommt, machen die beiden Andeutungen über Maries Affäre, was Woyzeck sehr mitnimmt.
Szene 10 – Die Wachstube
Andres und Woyzeck sind gemeinsam in der Wachstube. Weil Andres ein Lied über eine „brave Magd“ singt, fühlt sich Woyzeck sehr beunruhigt. Andres kann das jedoch nicht nachfühlen. Woyzeck kommt auf die Idee, zum Tanz zu gehen – und sich dort vielleicht von Maries Treue oder Untreue zu überzeugen.
Szene 11 – Wirtshaus
Im Wirtshaus wird getanzt und gesungen. Woyzeck blickt durchs Fenster, und tatsächlich sieht er dort Marie tanzend mit dem Tambourmajor. Woyzeck ist fassungslos.
Szene 12 – Freies Feld
Woyzeck befindet sich allein auf dem Feld. Zum ersten Mal hört er Stimmen, die ihm auftragen, Marie zu töten.
Szene 13 – Nacht
Woyzeck kann nicht schlafen, da er Stimmen und Geräusche hört. Er weckt Andres, um ihm davon zu erzählen, doch Andres hat kein Verständnis dafür – nicht einmal, als Woyzeck von den Stimmen über Marie berichtet.
Szene 14 – Wirtshaus
Woyzeck kehrt ins Wirtshaus zurück und es kommt zum Ringkampf mit dem Tambourmajor. Leider tut sich der Tambourmajor als der Stärkere hervor, sodass Woyzeck erschöpft aufgeben muss.
Szene 15 – Kramladen
Im Kramladen möchte Woyzeck eine Waffe kaufen. Da er sich eine Pistole nicht leisten kann, entscheidet er sich für ein Messer.
Szene 16 – Kammer
Seit zwei Tagen schon ist Woyzeck nicht nach Hause gekommen. Marie sitzt in ihrer Kammer und liest in der Bibel. Offenbar plagen sie Schuldgefühle.
Szene 17 – Kaserne
Woyzeck übergibt Andres seine wenigen Besitztümer und erklärt ihm, wer nach seinem Tod was bekommen soll. Andres glaubt, Woyzeck leide an einem Fieber, und empfiehlt ihm, dagegen Schnaps mit Pulver zu trinken.
Szene 18 – Der Hof des Doktors
Der Doktor hält einen Vortrag für seine Studenten und führt Woyzeck als sein Versuchsobjekt vor. Die Vorführung ist für Woyzeck sehr demütigend – unter anderem soll er mit den Ohren wackeln. Selbst als er sich weigert, setzt der Doktor ihn noch unter Druck.
Szene 19 – Marie mit dem Mädchen vor der Haustür/Straße
Marie sitzt mit einigen Mädchen auf der Straße und singt für sie. Eine Großmutter beginnt ein verstörendes Märchen mit bösem Ende zu erzählen. Woyzeck kommt dazu und bittet Marie, ihm zu folgen. Auf ihre Frage, wohin sie gehen, will er nicht antworten.
Szene 20 – Abend. Die Stadt in der Ferne
Marie und Woyzeck sind vor der Stadt unterwegs. Marie, vielleicht beunruhigt, will zurückgehen, weil es schon dunkel ist, doch Woyzeck lässt sie nicht gehen. Schließlich deutet Woyzeck an, was er vorhat. Marie versucht ihn noch aufzuhalten, doch er sticht im Wahn auf sie ein und flüchtet dann.
Szene 21 – Es kommen Leute
Zwei Personen hören Geräusche, die auf den Mord deuten, und eilen zum Tatort.
Szene 22 – Das Wirtshaus
Woyzeck versucht im Wirtshaus zur Ruhe zu kommen. Beim Tanz mit Käthe bemerkt diese, dass er Blut an den Fingern hat. Sie beginnt zu schreien und Woyzeck flieht hastig aus dem Wirtshaus.
Szene 23 – Abend. Die Stadt in der Ferne
Woyzeck sucht am Tatort nach dem Messer, das er dort zurückgelassen hat. Dabei spricht er wirr mit Marie. Schließlich findet er das Messer und verlässt dann schnell den Tatort.
Szene 24 – Woyzeck an einem Teich
Woyzeck lässt das Messer in einem Teich verschwinden. Aus Angst, es nicht weit genug geworfen zu haben, watet er noch tiefer hinein und wirft das Messer erneut. Dann wäscht er sich die Blutspuren ab.
Szene 25 – Straße
Zwei Kinder sprechen darüber, dass eine Leiche gefunden wurde. Sie beeilen sich, um die Leiche noch sehen zu können, bevor sie weggebracht wird.
Szene 26 – Gerichtsdiener, Arzt und Richter
Ein Gerichtsdiener spricht über den Mord, den er als „gut“, „echt“ und „schön“ bezeichnet. So einen haben es schon lange nicht mehr gegeben.
Szene 27 – Karl (Idiot), Woyzeck und das Kind
Karl, der hin und wieder auf Woyzecks Kind aufgepasst hat, hält ihn auch jetzt auf dem Schoß. Woyzeck versucht sich seinem Kind zu nähern und verspricht ihm ein Gebäck, doch das Kind wendet sich ab und schließlich läuft Karl mit dem Kind davon.
Literaturepoche Vormärz: Handlung und Themen in Woyzeck
Georg Büchners Werke fallen in die Literaturepoche Vormärz (1815–1848). Prägend war für diese Zeit vor allem die Spannung zwischen dem – ärmeren – Bürgertum und der mächtigen Oberschicht. Büchner selbst studierte zum Teil in Frankreich, wo es für Studierende gang und gäbe war, sich für demokratische Werte und soziale Gerechtigkeit einzusetzen. Hier hatte wenige Jahre vor der Entstehung von „Woyzeck“ das Bürgertum sogar den König gestürzt und durch einen bürgerlichen König ersetzt.
Dieses politische Engagement vermisste Büchner in seiner deutschen Heimat. Vielen Menschen schien es gleichgültig, dass die Oberschicht massive Macht über die Bauern und die Landbevölkerung hatte. Die Autoren der Vormärz-Epoche versuchten daher, über ihre Werke Menschen aufzurütteln und sie dazu zu bringen, sich gegen die Oberschicht aufzulehnen.
„Woyzeck“ als Sozialkritik
Vor diesem Hintergrund kannst Du bestimmt nachvollziehen, was Georg Büchner mit „Woyzeck“ vermutlich zeigen wollte: Woyzeck selbst ist ein armer Soldat, der trotz bester Bemühungen von allen Seiten unterdrückt (Doktor), verhöhnt (Hauptmann), nicht verstanden (Andres) und schließlich auch noch betrogen (Marie) wird.
Eine Perspektive liefert „Woyzeck“ jedoch nicht, schließlich endet das Drama nach dem Mord an Marie damit, dass Woyzeck vermutlich sogar sein Kind verliert. Ob er fliehen und sein Leben retten kann, erfahren wir als Lesende nicht. So ist das Drama möglicherweise Ausdruck für eine gewisse Hoffnungslosigkeit Büchners, der sich gerade nach seinem Aufenthalt in Frankreich mit dem fehlenden politischen Engagement in Deutschland nur schwer abfinden konnte.
Die Vorlage für die Figur Woyzeck
Wusstest Du, dass es Woyzeck wirklich gab? Es handelte sich um einen arbeitslosen und obdachlosen Mann, der Johann Christian Woyzeck hieß und von 1780 bis 1824 lebte. Er hatte den Beruf des Perückenmachers gelernt und sich als Soldat anwerben lassen. Im Jahr 1821 erstach er seine Geliebte, Johanna Christiane Woost, aus Eifersucht.
Bekannt wurde der Fall vor allem, weil im Gerichtsverfahren beurteilt werden sollte, ob Woyzeck zurechnungsfähig war. Auch er behauptete nämlich, Stimmen hätten ihn zum Mord an seiner Geliebten gedrängt. Diese wahre Geschichte diente Georg Büchner als Inspiration.
Zusammenfassung: „Woyzeck“ im Überblick
- Georg Büchners Drama „Woyzeck“ entstand in den Jahren 1836 und 1837. Es ist sein wichtigstes Werk und gehört bis heute zu den größten deutschen Dramen.
- Georg Büchner starb mit 23 Jahren einen frühen Tod und konnte das Drama daher nicht vollenden. Der Schriftsteller Karl Emil Franzos überarbeitete es schließlich.
- „Woyzeck“ beruht auf einer wahren Geschichte: Den Soldaten Woyzeck, der seine Geliebte ersticht, gab es wirklich.
- Mit seinem Werk übte Georg Büchner Kritik an der Gesellschaft seiner Zeit, die den Menschen der ärmeren Bevölkerungsschicht weniger Freiheit und Teilhabe zugestand als denen der Oberschicht.
- Die Bedeutung von „Woyzeck“ für die deutsche Literatur ist groß: Das Drama wurde vielfach aufgeführt und in viele Sprachen übersetzt und es hat andere Schriftsteller:innen zu eigenen Werken inspiriert.
Wann wurde "Woyzeck" geschrieben?