Deutsche Umlaute: Definition und Verwendung

Wenn Du wissen willst, was ein Umlaut ist, wie man Umlaute ausspricht und verwendet und was der Unterschied zu Zwielauten ist, dann bist Du hier genau richtig. Steig direkt in den Text ein.

Umlaute: Definition und Verwendung

Was haben Käse, Vögel und Glück gemeinsam? In den Wörtern befinden sich die Umlaute: ä, ö und ü. 

Bei Umlauten handelt es sich um Vokale (Selbstlaute), die auch als a-Umlaut, o-Umlaut und u-Umlaut bezeichnet werden.

Umlaute werden unter anderem zur Bildung des Plurals (Rad – Räder) oder von Verkleinerungsformen (Haus – Häuschen) verwendet. In diesem Lernabschnitt erfährst du mehr über die Anwendung und weitere wichtige Funktionen von Umlauten. 

Wann verwendet man Umlaute?

Umlaute kommen in vielen Wortarten vor. Einige Wörter haben in der Grundform im Singular einen Umlaut (Ärger, Bräutigam). Umlaute können sogar selbst einen Lautwandel bewirken, indem sie eine Art von Verniedlichung ausdrücken.

Beugung von Verben

Umlaute spielen bei der Beugung (Konjugation) von Verben eine wichtige Rolle. Der Vokal des Verbstamms kann sich dabei innerhalb einer Zeitform und beim Wechsel zwischen verschiedenen Zeitformen zu einem Umlaut wandeln.

Häufig tritt ein Umlaut in der 2. Person Singular des Präsens auf, aber auch bei Formen des Konjunktiv II. Am häufigsten kommen Umlaute bei Verben mit einem „a“ als Vokal vor. 

  • ich laufe → du läufst → er/sie/es läuft
  • ich fuhr (Präteritum) → ich führe (Konjunktiv II) 

Verniedlichungen & Verkleinerungen

Umlaute haben bei der Bildung von Verniedlichungen und Verkleinerungen (Diminutiven) eine wichtige Funktion. Sie werden gebildet, indem ein „-chen“ oder „-lein“ an das Ende eines Nomens angefügt wird. 

  • Haus → Häuschen
  • Blume → Blümchen

Pluralbildung

Umlaute werden zur Bildung des Plurals (Mehrzahl) verwendet. Der Vokal ändert sich bei einigen Nomen im Plural dann zu einem Umlaut, häufig in Verbindung mit einer Endung („-er“, „-e“).

  • Rad → Räder

Bei einigen Substantiven ändert sich im Plural nur der Stammvokal zum Umlaut, ohne eine Änderung der Endung.

  • Apfel → Äpfel

Steigerung von Adjektiven

Adjektive wie „schön“ oder „mächtig“ haben bereits in der Grundform einen Umlaut. Andere erhalten erst durch die Steigerung (Komparativ) einen Umlaut. Adjektive mit Umlaut werden durch das Anhängen von „-er“ und im Superlativ durch Anhängen von „-st“ und „-est“ gebildet. 

  • warm → wärmer → am wärmsten
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Welche Umlaute gibt es?

Insgesamt gibt es fünf Vokale:

  • A/a
  • E/e
  • I/i
  • O/o
  • U/u

Aus drei dieser Vokale sind die Umlaute entstanden:

  • ä (a-Umlaut)
  • ö (o-Umlaut)
  • ü (u-Umlaut)

Die Vokale „e“ und „i“ bleiben unverändert.

Die Umlaute entstehen durch die Verbindung aus jeweils zwei Vokalen:

  • a + e → ä
  • o + e → ö
  • u + e → ü

Beispiele

 a-Umlauto-Umlautu-Umlaut
BräuneLöffelÜberraschung
täglichmöglichsüß


Unterschied zwischen Umlaut & Zwielaut

Bei Umlauten und Zwielauten handelt es sich um zwei verschiedene Arten von Lauten: 

Umlaute (ä, ö, ü) entstehen aus veränderten Vokalen (a, o u). Sie werden auch Selbstlaute genannt, die den „Kern“ einer Silbe darstellen. Sie sind für die Silbenstruktur und Wortbildung und den Klang eines Wortes von Bedeutung.

  • ä → Arzt → Ärzte
  • ö → Sohn → Söhne
  • ü → Haus → Häuser

Zwielaute (Diphthonge) bestehen aus zwei Vokalen (a, e, i, o, u), die zusammen eine Silbe bilden und als ein Laut ausgesprochen werden. Sie können aus zwei Vokalen oder einem Vokal und einem Umlaut (ä, ö, ü) bestehen. Daher werden sie auch als Doppellaute bezeichnet. 

  • ei → Reise
  • ai → Mai
  • au → Baum
  • äu → Käufer
  • eu → Eule

Zusammenfassung

Definition

  • In der deutschen Sprache gibt es drei Umlaute (ä, ö und ü). Dabei handelt es sich um Vokale (Selbstlaute), die auch als a-Umlaut, o-Umlaut und u-Umlaut bezeichnet werden.
  • Die Umlaute entstehen durch die Verbindung aus jeweils zwei Vokalen:
    • a + e → ä
    • o + e → ö
    • u + e → ü

Verwendung

  • Einige Wörter haben schon in der Grundform im Singular einen Umlaut: Ärger, Bräutigam
  • Verben (Konjugation): Der Vokal des Verbstamms kann sich innerhalb einer Zeitform und beim Wechsel zwischen verschiedenen Zeitformen zu einem Umlaut wandeln:
    • ich laufe → du läufst
  • Verkleinerung oder Verniedlichung: Statt des Stammvokals wird ein Umlaut eingesetzt:
    • Hase → Häschen
  • Pluralbildung: Der Vokal ändert sich bei einigen Nomen im Plural zu einem Umlaut, häufig in Verbindung mit einer Endung („-er“, „-e“)
    • Rad → Räder
  • Steigerung von Adjektiven: Adjektive mit Umlaut werden durch Anhängen von „-er“ und im Superlativ durch Anhängen von „-st“ und „-est“ gebildet.
    • warm → wärmer → am wärmsten

Unterschied Umlaut & Zwielaut

  • Umlaute (ä, ö, ü) entstehen aus veränderten Vokalen (a, o u). Sie werden auch Selbstlaute genannt.
  • Zwielaute (Diphthonge) können aus zwei Vokalen (a, e, i, o, u) oder einem Vokal und einem Umlaut (ä, ö, ü) bestehen. Daher werden sie auch als Doppellaute bezeichnet. 
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