Deutsch - Rhetorische Mittel
Wenn du alle rhetorischen Mittel im Fach Deutsch kennenlernen und richtig einsetzen lernen möchtest, bist du bei uns genau richtig. Steig hier direkt ins Thema ein!
Rhetorische Mittel: Beispiele, Fachbegriffe, Definition
Wie schön ist es doch, sich unterhaltsam, informativ und auf den Punkt ausdrücken zu können. Wenn einem die Zuhörer an den Lippen kleben und man sich selbst denken darf „ich kam, ich sah, ich siegte”. Jeder kleine Redner wird zum großen Riesen, er ist damit der Beste der Besten und darf sich voll und ganz über das Lob für die Ansprache freuen.
Wenn du dir nun denkst, warum liest sich der Einstieg in diese Lektion so anders, dann arbeitete sie durch und springe ganz am Ende wieder zum Beginn dieses Textes! Erst dann kannst du die Anzahl der verwendeten „rhetorischen Mittel” genau erkennen – und sie sicher auch mit ihren lateinischen oder griechischen Fachbegriffen benennen. Der Begriff „Rhetorik” leitet sich übrigens aus dem altgriechischen „rhētorikḗ“ ab. Das bedeutet übersetzt „Redekunst“ oder „Kunst der Beredsamkeit”.
Das erklärt dann auch, warum die Gruppe der „rhetorischen Mittel” in erster Linie dazu da ist, deine Sprache schöner zu gestalten. Sie kommen zum Tragen, wenn du Referate oder Reden hältst, Präsentationen gibst oder auch Lieder schreibst. Das sollte zumindest schon mal kurz die Frage beantworten: Was sind „rhetorische Mittel”?
Eine Liste rhetorischer Mittel findest du unten auf der Seite!
Wirkung von rhetorischen Mitteln
Willst du die Bedeutung „rhetorische Mittel” mit wenigen Worten erklären, bietet sich diese Definition an: „Rhetorische Mittel” sind Techniken, die in der Sprache verwendet werden, um bestimmte Wirkungen zu erzielen und/oder Botschaften effektiver zu vermitteln. Wenn du mit ihnen umgehen kannst, wirst du deine Zuhörer beeinflussen – emotional oder auf Ebene der Ratio (also der Vernunft). Um die allgemeine Wirkung besser zu verstehen, werden „rhetorische Mittel” in diese vier Hauptkategorien eingeteilt: Klang, Spiel mit Bedeutung, Reihenfolge und Gedanken. Schau dir diese Gruppen nun genau an:
1. Klang:
Rhetorische Mittel, die den Klang der Sprache nutzen, spielen mit sogenannten phonologischen Elementen. Das heißt: Sie erzeugen Aufmerksamkeit oder kreieren eine bestimmte Atmosphäre.
Einige Beispiele sind:
- Alliteration:
Wiederholung des Anfangslauts benachbarter Wörter: „Milch macht müde Männer munter”. Diese Technik erhöht die Merkbarkeit.
- Assonanz:
Wiederholung von Vokalen, wie „Der Mond vor einem Wolkenhügel”. Assonanzen erzeugen einen harmonischen Klang.
- Onomatopoesie:
Das sind Lautmalereien („knistern” oder „murmeln”). Sie machen deine Beschreibungen lebendiger und unmittelbarer.
2. Spiel mit Bedeutung
Hier sorgst du durch sprachliche Überraschungen dafür, dass deine Zuhörer eine emotionale oder intellektuelle Reaktion erleben:
- Metapher:
Vergleich ohne „wie”, z.B. „Ein Tropfen auf dem heißen Stein”.
Das sagt verstärkt aus, wie wenig hilfreich Maßnahmen sind.
- Metonymie:
Hier ersetzt du einen bekannten Begriff durch einen verwandten: Wenn du zuvor von der US-Regierung gesprochen hast, nutzt du jetzt „das Weiße Haus” als Synonym. Dies schafft Bildhaftigkeit.
- Ironie:
Du sagst das Gegenteil dessen, was du meinst, meist auch mit Unterstützung durch Sarkasmus; z.B. „Das hast du ja toll gemacht”.
Ironie transportiert Kritik subtiler.
3. Reihenfolge
Um eine gewünschte Wirkung zu erzielen, nutzt du die Anordnung der Elemente in einem Satz oder Text. Wichtige rhetorische Mittel hierfür sind:
- Anapher:
Wiederholung eines Wortes oder einer Wortgruppe am Anfang aufeinanderfolgender Sätze. Beispiel: „Er schaut nicht hin. Er schaut nicht her.” So verstärkst du die Betonung und machst deine Worte eindringlicher.
- Klimax:
Dieses Mittel geht vom schwächeren zum stärkeren Ausdruck. Beispiel: „Ich kam, sah und siegte.” Diese Klimax steigert die Spannung und die Bedeutung deiner Aussage.
- Chiasmus:
Das ist die sogenannte Überkreuzstellung von Satzgliedern. Beispiel: „Das Leben ist kurz, die Kunst ist lang.” Der Chiasmus betont die Gegensätze mit großer Deutlichkeit und verleiht dem Satz Struktur.
4. Gedanken
Die folgenden „rhetorische Mittel” spielen mit den Gedanken deiner Zuhörer oder Leser. So kannst du sie beeinflussen und überzeugen:
- Antithese:
Dieses Mittel ist eine Gegenüberstellung. Z.B. „Heiß geliebt und kalt getrunken”. Das verdeutlicht die Kontraste.
- Paradoxon:
Eine scheinbar widersinnige Aussage wie „Weniger ist mehr” regt zum Nachdenken an.
- Rhetorische Frage:
Die Lieblingsfrage aller Politiker: Eine Frage ohne erwartete Antwort; beispielsweise: „Wer möchte nicht glücklich sein?". Damit lenkst du die Gedanken und schaffst Identifikation.
Eine Liste rhetorischer Mittel findest du unten am Ende des Textes!
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Anwendung von rhetorischen Mitteln:
An dieser Stelle ist es wichtig, dass du dich auch mit den unterschiedlichen Einsatzorten von „rhetorischen Mitteln” befasst. Nicht jedes Mittel kann bzw. sollte genutzt werden – es ist immer davon abhängig, welche Zielgruppe du erreichen willst.
Reden und Referate:
- Hier sind Mittel wie Metaphern, Alliterationen und rhetorische Fragen oft sehr wirkungsvoll. Sie regen die Aufmerksamkeit an, sorgen für Überraschung oder auch Verwirrung, vor allem aber führen sie dazu, dass deine Zuhörer „am Ball bleiben” oder an deinen „Lippen kleben”.
Wissenschaftliche Arbeiten oder Reden:
Hier ist es besonders wichtig, eine seriöse und professionelle Sprache anzuwenden. Daher schließen sich bestimmte rhetorische Mittel aus – und andere wiederum sind extrem wichtig:
Verwenden:
Fachbegriffe:
- Verwende spezifische Fachbegriffe, die zum Thema passen, statt Umgangssprache oder Jugendsprache.
Bekräftigende Formulierungen und Fakten
- Verwende nur klare und informierende Aussagen wie „Daher konnte bewiesen werden, dass …“ Deine Argumente müssen auf Fakten basieren.
Kurze, klare Sätze:
- Schreibe kurze und prägnante Sätze. So erleichterst du deinen Lesern/ Zuhörern das Verständnis.
Treffende Begriffe:
- Verwende nur präzise Begriffe, z. B. „Meinung“ statt „subjektive Meinung“. Das sorgt dafür, dass jeder weiß, dass es sich um deine einzigartige Meinung handelt.
Nicht verwenden:
Neologismen, Anglizismen und Jugendsprache: Diese „rhetorischen Mittel” machen Texte oder Reden teils unverständlich und lassen den Schreiber/Redner unprofessionell erscheinen.
Metaphern und Personifikationen: Ganz klar, diese Mittel sind für wissenschaftliche Arbeiten ungeeignet und werden besser in literarischen Texten genutzt.
Hyperbeln oder abschwächende Wörter: Wörter wie „gewissermaßen“ oder übertreibende Ausdrücke wie „enorm“ lassen dich unsicher oder unglaubwürdig erscheinen.
Pleonasmen: Vermeide überflüssige Wörter wie „runde Kugel“ oder „bunter Regenbogen“ – auch sie lassen dich unprofessionell wirken.
Zusammenfassung:
Das waren jetzt schon sehr viele Informationen. Aber spannend ist das Feld der „rhetorischen Mittel” doch. Und gar nicht so kompliziert.
- „Rhetorische Mittel” sind grundsätzlich Techniken, die deine Sprache effektiver und eindrucksvoller machen. Sie sorgen für Unterhaltung, Überraschung, Konfrontation – vor allem halten sie die Zuhörer aber „bei der Stange”.
- „Rhetorische Mittel” lassen sich in vier Hauptkategorien einteilen: Klang, Spiel mit Bedeutung, Reihenfolge und Gedanken. Das heißt, sie verbessern den Klang deiner Worte, verändern Bedeutungen auf überraschende Weise, verstärken durch bestimmte Anordnungen die Wirkung und beeinflussen die Gedanken deiner Zuhörer.
- In wissenschaftlichen Arbeiten solltest du vor allem Fachbegriffe, klare Formulierungen und kurze Sätze verwenden. Das gewährleistet Professionalität und Verständlichkeit. Vermeide hingegen Neologismen, Anglizismen, Metaphern und überflüssige Wörter, da sie unprofessionell wirken, sogar das Verständnis erschweren.
- In Reden und Referaten kannst du kreativer sein. Um deine Zuhörer zu fesseln und/oder deine Botschaft eindringlicher zu gestalten. Dabei helfen dir bildhafte Sprache, Klangspiele und rhetorische Fragen.
Welches der folgenden „rhetorischen Mittel” ist erfunden?
Liste rhetorischer Mittel
- Adynaton
Erklärung: Aussage über Unmöglichkeit eines Sachverhalts.
Beispiele: "Er wird wiederkommen, wenn Ostern und Weihnachten auf einen Tag fallen." - Akkumulation
Erklärung: Anhäufung von ähnlichen Begriffen oder Wörtern
Beispiele: "Sonne, Mond und Sterne"; "Mutter, Vater, Kind" - Allegorie
Erklärung: Darstellung abstrakter Begriffe in bildlichem Kontext
Beispiele: "Augenbinde als Zeichen für: Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich." - Alliteration
Erklärung: Aufeinanderfolgende Wörter mit gleichem Anfangsbuchstaben
Beispiele: "Dichter und Denker"; "Arzt oder Apotheker" - Allusion
Erklärung: Indirekte Beschreibung einer Person durch Anspielung
Beispiele: "Er ist ein richtiger John Wayne" - beschreibt Mann mit Cowboy-Attitüde - Anakoluth
Erklärung: Abbruch im Satzgefüge // nicht abgeschlossener Satz
Beispiele: "Wenn ich die in die Finger"; "Ich hab dir viele [...] alles gegeben, Lena" - Anapher
Erklärung: Wiederholung von Worten am Anfang aufeinanderfolgender Sätze
Beispiele: "ich hör' die Bächlein rauschen, Im Walde her und hin, Im Walde in dem Rauschen, Ich weiß nicht, wo ich bin." aus "In der Fremde" von Joseph von Eichendorff - Anrede
Erklärung: Ansprache an den Leser direkt oder an einen Adressaten
Beispiele: "Sehr geehrte Frau Vorsitzende, sehr geehrter Herr..." - Antiklimax
Erklärung: Stufenweise Verminderung der Intensität der Begriffe
Beispiele: Beispiel einer Filmkritik: "Der Star spielt wunderbar, das Drehbuch hat Probleme, die Effekte sind mies, meiden Sie diesen Film unter allen Umständen." - Antithese
Erklärung: Direkte Ablehnung einer vorherigen Aussage oder eine Gegenüberstellung zweier Begriffe
Beispiele: "Harte Schale - weicher Kern"; "Wir sind alle schnell - ihr seid sehr langsam" - Aphorismus
Erklärung: Ein Gedanke, der eine bekannte Wahrheit ausdrückt
Beispiele: "Weniger ist mehr"; "Das Leben ist kurz, die Kunst ist lang." - Apokope
Erklärung: Weglassen des letzten Buchstabens oder der letzten Silbe eines Wortes
Beispiele: "Ich glaub[e] das jetzt nicht."; "Ich versteh[e] dich wirklich nicht mehr." - Archaismus
Erklärung: Bildungsbürgerliche Verwendung von heute veralteten Ausdrücken
Beispiele: "Barbier" - altertümlich für Friseur; "Buhle" - altertümlich für Geliebter - Concessio
Erklärung: Gegnerisches Argument wird anderkannt und direkt wiederlegt
Beispiele: "Herr XYZ hat sich unmoralisch verhalten - aber juristisch bestrafen kann man ihn nicht." - Correctio
Erklärung: Sofortige Berichtigung einer vorherigen Aussage
Beispiele: "Ich mag den Film... ach was, ich liebe diesen Film wirklich sehr." - Diminutiv
Erklärung: Verkleinerungsform eines Wortes
Beispiele: Hund wird zu "Hündchen"; Katze wird zu "Kätzchen" - Elision
Erklärung: Weglassen eines unbetonten Vokals am Ende eines Wortes
Beispiele: durch das - durch's; geht es dir gut - geht's dir gut - Ellipse
Erklärung: Satz, der grammatikalisch unvollständig, aber dennoch verständlich ist
Beispiel: "Erst die Arbeit, dass das vergnügen."; "Michi geht zur Arbeit, Siggi nach Hause." - Emphase
Erklärung: Vertärkung eines Konzepts zur Verdeutlichung einer Eigenschaft
Beispiele: "Ich möchte doch einfach nur leben."; "Ich bin nur ein kleines Glied in der Kette." - Epipher
Erklärung: Wiederholung von Wörtern am Ende mehrerer Sätze
Beispiele: "Ende gut. ALles gut."; "Ich fordere Geld. Du gibst mir Geld." - Euphemismus
Erklärung: Verschönerung von negativem Ausdruck oder negativer Situation
Beispiele: "suboptimal" (statt "schlecht"); "Säumniszuschlag" (statt "Mahngebühr) - Eclamatio
Erklärung: Ausdruck von Emotionen durch eine emotionalen Ausruf
Beispiele: "Wie schön ist dieser Abend!"; "Oh weh mir! Oh weh mir!" - Geminatio
Erklärung: Direkte Wiederholung eines Wortes oder einer Wortgruppe
Beispiele: "Niemals, niemals verlass' ich dich!"; "Nein, nein und nochmals nein." - Hendiadyoin
Erklärung: Verwendung gleichbedeutender Wörter zur Beschreibung einer Sache
Beispiele: Sturm und Drang; Sauberkeit und Ordnung; Nacht und Dunkelheit - Hyperbel
Erklärung: Darstellung einer extremen Übertreibung
Beispiele: "Ich bin so hungrig, ich könnte ein halbes Schwein auf Toast essen." - Hypotaxe
Erklärung: Verwendung von Haupt- und Nebensätzen zur Detail-Darstellung
Beispiele:"Ich gehe in den Club, weil ich Lena wieder treffen möchte." - Ironie
Erklärung: Ausdruck des Gegenteils dessen, was tatsächlich gemeint ist
Beispiele: "Du siehst ja wirklich ausgeschlafen aus." - Klimax
Erklärung: Stufenweise Steigerung der Intensität von Wörtern
Beispiele: "Heute beherrsche ich die Stadt, dann das Land und bald schon die ganze Welt." - Litotes
Erklärung: Verneinung des Gegenteils oder doppelte Verneinung
Beispiele: "Der Weg ist nicht gerade kurz." - Der weg ist ziemlich lang. - Metapher
Erklärung: Eine bildliche Darstellung
Beispiele: "Ein Tropfen auf dem heißen Stein" - unbedeutende Auswirkung einer Handlung; "Jemand das Herz brechen" - Ausdruck u.a. für Vertrauneverlust - Metonymie
Erklärung: Nutzen eines ähnlichen Begriffs als Ersatz für das eigentliche Wort
Beispiele: "Ich habe gestern Goethe gelesen."; "Er war im Film und sehr glücklich." - Neologismus
Erklärung: Erschaffen eines neuen Wortes, um eine fehlende Bedeutung zu füllen.
Beispiele: Vlog (aus dem Video und Blog); Brunch (aus Breakfast und Lunch) - Onomatopoesie
Erklärung: Nachahmung nicht sprchlicher Geräusche
Beispiele: Zwitschern - für Vogelgeräusche; Rascheln - für Laubgeräusche - Oxymoron
Erklärung: Anwendung von Begriffen, die im Widerspruch zueinander stehen
Beispiele: "Eile mit Weile // Friedenswaffe // Schlau wie ein Dummer" - Paradoxon
Erklärung: Offensichtlicher Konflikt, der eine verborgene Wahrheit enthält
Beispiele: "Stärker als der Stärkste"; "Im Rückschritt liegt der Fortschritt."; "Je mehr es sich verändert, desto mehr bleibt es das gleiche." - Parenthese
Erklärung: Alleinstehender grammatikalischer Einschub innerhal eines Satzes
Beispiele: "Ich sei, gewährt mir die Bitte, / In eurem Bunde der Dritte! aus "Die Bürgerschaft" von Friedrich Schiller. - Paronomasie
Erklärung: Kombination von Wörtern mit ähnlichem oder gleichem Klang
Beispiele: "Lieber arm dran, als Arm ab."; "Eile mit Weile." - Periphrase
Erklärung: Benutzun einer Umschreibung anstelle des tatsächlichen Wortes
Beispiele: "Halbgötter in Weiß" - Ärzte; "gepresste Milch" - Käse; "Gelbe Engel" - ADAC - Personifikation
Erklärung: Zuschreibung menschlicher Merkmale zu nicht-menschlichen Objekten
Beispiele: "die Blätter tanzen"; "der Himmel weint"; "die Zeit rennt" - Pleonasmus
Erklärung: Verknüpfen verschiedener Wörter mit gleicher Bedeutung
Beispiele: großer Riese; runder Kreis; weißer Schimmel - Polyptoton
Erklärung: Wiederverwendung desselben Wortes in unterschiedlichen Wortformen
Beispiele: König der Könige; der Beste der Besten; Auge um Auge - Reim
Erklärung: Gleichklang der Endungen von Worten, Teilsätzen oder ganzen Sätzen
Beispiele: "Willst du viel, spül mit Pril."; "Haribo macht Kinder froh und Erwachsene ebenso."; "Ehrmann, keiner macht mich mehr an." - Rhetorische Frage
Erklärung: Formulierung eine Aussage als vermeintliche Frage
Beispiele: "Sehe ich aus wie eine Putzfrau?"; "Kannst du das nicht aufräumen?" - Sarkasmus
Erklärung: Aussagen, die Spott oder Hohn ausdrücken
Beispiele: "Dieses Bild gab's wohl nicht kleiner?"; "Schneller fahren ging wohl nicht, oder?" - Sentenz
Erklärung: Kurz gefasster Satz mit universaler Gültigkeit
Beispiele: "Geld regiert die Welt."; "Die Axit im Haus erspart mit den Zimmermann." - Synekdoche
Erklärung: Einsatz eines Begriffs, der eine ähnliche oder identische Bedeutung hat.
Beispiele: "Der Hund (hier als Gattung) ist der beste Freund des Menschen. (steht für die gesamte Menschheit) - Tautologie
Erklärung: Verwendung zweier Wörter gleicher Bedeutung und derselben Wortart
Beispiele: "bereits schon" // "still und leise" // "voll und ganz" // "nie und nimmer" - Trikolon
Erklärung: Ein Satz oder eine Satzreihe, die aus drei rhythmischen Sprecheinheiten besteht
Beispiele: "Ich kam, ich sah, ich siegte!"; "Verliebt, verlobt, verheiratet." - Zeugma
Erklärung: Verbindung von zwei oder mehreren Wörtern, die grammatikalisch verschieden sind, aber in ähnlicher Weise verwendet werden.
Beispiele: "Er trat die Tür ein und den Rückweg an." - das zweite "trat" wird nicht gesprochen.; "Sie öffnete ihm die Tür und ihr Herz" - das zweite "öffnete" wird nicht gesprochen.