Mathematik – Kommutativgesetz
Wenn du wissen willst, was das Kommutativgesetz ist und wie es dir beim Rechnen helfen kann, dann bist du hier genau richtig. Steig direkt ins Thema ein.
Das Kommutativgesetz in Mathe: Beispiele und Erklärungen
Das Kommutativgesetz in Mathematik hilft dir beim Rechnen. Du kannst damit deine Rechnungen so vereinfachen, dass du schneller und leichter zum richtigen Ergebnis kommst. Wir zeigen dir mit vielen Beispielen, wie das geht.
Was ist das Kommutativgesetz?
Das Kommutativgesetz ist eins der Gesetze in Mathe, die dir das Rechnen erleichtern. Es gehört zu einer Gruppe von drei wichtigen Rechengesetzen: Kommutativgesetz, Assoziativgesetz und Distributivgesetz.
Das Kommutativgesetz besagt, dass du in reinen Additionen und reinen Multiplikationen die Summanden bzw. Faktoren vertauschen darfst.
Was bedeutet das genau? Erst müssen wir verstehen, was mit „reinen Additionen“ und „reinen Multiplikationen“ gemeint ist:
- Eine reine Addition enthält nur Summanden (also nur Pluszeichen als Rechenoperatoren). ist eine reine Addition.
- Eine reine Multiplikation enthält nur Faktoren. ist eine reine Multiplikation
- Die Rechenoperatoren dürfen aber nicht gemischt sein: ist keine reine Addition oder Multiplikation. Hier darfst du das Kommutativgesetz nicht anwenden.
Deine Aufgabe enthält nur Plus- oder nur Malzeichen? Super! Dann darfst du die Summanden oder Faktoren vertauschen:
Dabei ist es egal, wie viele Summanden oder Faktoren vorkommen. Du darfst sie alle so sortieren, wie es für dich am leichtesten ist:
Der Begriff stammt aus dem Lateinischen. Auf Deutsch kannst du auch „Vertauschungsgesetz“ sagen. Kein Wunder, schließlich geht es ja darum, Summanden oder Faktoren zu vertauschen.
Du kannst das Kommutativgesetz auch allgemein schreiben. Wir schreiben statt der Zahlen dann einfach Buchstaben, da wir ja nicht genau wissen, welche Zahlen vorkommen:
Testen Sie den Testsieger*
- Flexibler Einsatz der 10 gratis Nachhilfestunden, z. B. vor Klassenarbeiten
- Individuelle Profi-Nachhilfe vor Ort oder online
- Für alle Klassenstufen und Schulformen
- 94 % Kundenzufriedenheit*
Das Kommutativgesetz einfach erklärt
Nehmen wir an, du sammelst Karten in einer Sammelbox. Am ersten Tag legst du 5 Karten in deine Box. Am nächsten Tag legst du 2 weitere dazu und am dritten Tag noch einmal 3. So sieht deine Rechnung aus:
Du könntest es aber auch so machen, dass du am ersten Tag den Stapel mit 2 Karten hineinlegst, am nächsten Tag den Stapel mit 5 Karten und zuletzt die verbleibenden 3 Karten:
Du siehst: Am Ende hast du natürlich genauso viele Karten – eine einfache Erklärung für das Kommutativgesetz.
Das Ganze funktioniert genauso bei der Multiplikation. Wenn du 5 Karten hast und jemand bietet dir an, dir zweimal so viele Karten zu geben, dann hast du 10 Karten. Wenn du mit 2 Karten startest und jemand gibt dir fünfmal so viele, sind das ebenfalls 10.
Beispiele: Kommutativgesetz sinnvoll anwenden
Rechengesetze wie das Kommutativgesetz, das Assoziativgesetz und das Distributivgesetz sind nicht (nur) zum Auswendiglernen da. Sie sollen dir vor allem helfen, leichter zu rechnen. Welche Vorteile hast du nun also davon?
Das Kommutativgesetz in der Addition hilft dir vor allem dann weiter, wenn du zwei „verliebte Zahlen“ zusammenbringen kannst. „Verliebte Zahlen“ sind zwei Zahlen, die zusammen 10 ergeben, also zum Beispiel 7 und 3.
Beispiel 1: Kommutativgesetz in der Addition
Du hast diese Aufgabe vor dir:
Das kannst du jetzt einfach von links nach rechts ausrechnen: , plus ist gleich .
Vielleicht fällt er dir aber leichter, so zu rechnen:
lässt sich (dank der "verliebten Zahlen" 2 und 8) leicht zu addieren, und dann musst du nur noch hinzurechnen.
Beispiel 2: Kommutativgesetz in einer längeren Rechnung (Addition)
Aufgaben zum Kommutativgesetz enthalten oft viele Summanden. Auch dann kann es vorteilhaft sein, wenn du „verliebte Zahlen“ zusammenziehst, um leichter zu rechnen:
In dieser Reihenfolge rechnet es sich einfacher (vor allem dann, wenn du jeweils zwei Zahlen zusammenrechnest):
Beispiel 3: Kommutativgesetz in der Multiplikation
Schau dir diese Aufgabe an:
Das kannst du vielleicht noch recht einfach im Kopf rechnen. Aber einfacher wäre trotzdem:
Beispiel 4: Kommutativgesetz mit Zehnern und Hundertern (Multiplikation)
In längeren Multiplikationen solltest du danach Ausschau halten, ob du zwei Faktoren zu Zahlen wie 10 oder 100 zusammenziehen kannst:
Hier siehst du vielleicht, dass ist. Und damit lässt es sich leichter rechnen:
Unterschied zwischen dem Kommutativgesetz und dem Assoziativgesetz
Das Assoziativgesetz besagt, dass du in Additionen und Multiplikationen die Klammern beliebig setzen darfst.
Das Kommutativgesetz sagt dir, dass du die Summanden und Faktoren beliebig tauschen darfst.
Das lässt sich oft super kombinieren, um Rechnungen zu vereinfachen.
Schau dir diese Aufgabe an:
Hier sollst du eigentlich die Klammern zuerst ausrechnen:
Das ist gar nicht so leicht auszurechnen. Aber: Dank Assoziativ- und Kommutativgesetz darfst du die Faktoren beliebig vertauschen und auch die Klammern so setzen, wie es dir hilft. Zum Beispiel so:
Das ist einfacher, oder?
Das Kommutativgesetz in der Subtraktion und Division
Vorsicht: Du darfst Aufgaben nur mit dem Kommutativgesetz lösen, wenn du eine reine Addition oder Multiplikation vor dir hast.
In der Subtraktion und in der Division gilt das Kommutativgesetz nicht.
Gehen wir noch einmal zu unserem Beispiel mit den Sammelkarten zurück: Wenn du 25 Karten in deiner Box hast und dann am ersten Tag 12 und am zweiten Tag 6 Karten herausnimmst, sieht deine Rechnung so aus:
Hier darfst du die Zahlen aber nicht beliebig vertauschen. Du kannst ja nicht 12 Karten in deiner Box haben und dann 25 herausnehmen.
Genauso ist es bei der Division. Wenn du 10 Karten hast und sie an 5 Leute verteilen möchtest, bekommt jeder 2. Wenn du aber nur 5 Karten hast, kannst du sie ja schon gar nicht mehr an 10 Leute verteilen.
Achte deshalb bei Übungen zum Kommutativgesetz immer genau darauf, ob du wirklich eine reine Addition oder Multiplikation vor dir hast.
Das Kommutativgesetz mit negativen Zahlen anwenden
Mathematische Gesetze wie das Kommutativgesetz funktionieren auch mit negativen Zahlen. Hier musst du nur sehr darauf achten, dass du das Vorzeichen beim Tauschen immer mitnimmst – und es nicht mit einem Rechenzeichen verwechselst.
Beispiel 1:
Du darfst ebenso schreiben:
Wenn ein Pluszeichen und ein negatives Vorzeichen aufeinandertreffen, setze eine Klammer, damit du nicht Vorzeichen und Rechenzeichen durcheinanderbringst.
Schauen wir uns außerdem ein Beispiel zum Kommutativgesetz in der Multiplikation an.
Beispiel 2:
Du könntest ebenso schreiben:
Minus mal minus ergibt plus – nicht vergessen!
Mit dem Kommutativgesetz Brüche addieren oder multiplizieren
Auch in der Bruchrechnung kann das Kommutativgesetz nützlich sein – besonders beim Addieren von Brüchen. Denn: Um Brüche zusammenzurechnen, musst du sie ja auf einen gemeinsamen Nenner bringen. Das kann manchmal ganz schön kompliziert werden:
Du hast hier drei verschiedene Nenner. Der kleinste gemeinsame Nenner wäre – ganz schön aufwendig, die Brüche so zu erweitern!
Zum Glück kannst du die Brüche mit dem Kommutativgesetz einfacher addieren, indem du sie einfach anders sortierst:
Jetzt kannst du noch klammern setzen:
Super, oder?
Zusammenfassung: Kommutativgesetz einfach erklärt
- Das Kommutativgesetz in Mathe ist ein wichtiges Rechengesetz.
- Es besagt, dass du in Additionen und Multiplikationen die Summanden bzw. Faktoren vertauschen darfst. Das hilft dir, vorteilhafter zu rechnen.
- Du darfst das Kommutativgesetz in einer reinen Addition oder einer reinen Multiplikation anwenden.
- In der Subtraktion und Division gilt das Kommutativgesetz nicht.
- Du darfst es aber verwenden, um negative Zahlen oder Brüche zu addieren oder zu multiplizieren.
Was besagt das Kommutativgesetz in der Mathematik?