Mit Erfolg online lernen: So surft Ihr Kind sicher im Internet
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Lernplattformen, Lernvideos, Apps und Online-Unterricht: Wir stellen die wichtigsten Online-Lernformen mit ihren Vor- und Nachteilen vor und zeigen, worauf Sie achten sollten, wenn Ihr Kind am PC, Tablet oder Smartphone lernt – inklusive 10 Tipps für sicheres Surfen.
Inhaltsverzeichnis
- Möglichkeiten des Online-Lernens
- Online-Lernplattformen
- Online-Unterricht per Webcam
- YouTube-Videos helfen bei der visuellen Veranschaulichung
- Lernen durch Apps auf dem Smartphone
- Lernthemen erarbeiten durch selbstständige Online-Recherche
- 10 Tipps zur Internetsicherheit – so schützen Sie Ihr Kind beim Surfen
- Fazit: Online-Lernen als sinnvolle Ergänzung
Möglichkeiten des Online-Lernens
- Online-Lernplattformen
- Online-Unterricht per Webcam
- YouTube-(Lern-)Videos
- Apps auf dem Smartphone
- Selbstständige Recherche
Online-Lernplattformen
Online-Lernplattformen stellen Unterrichtsmaterialien, Lernvideos und Aufgabenblätter zur Verfügung. In der Regel sind die Fächer Mathe und Deutsch sowie Fremdsprachen abgedeckt. Bestenfalls bieten Online-Lernplattformen auch die Möglichkeit, Kontakt mit einer „echten“ Lehrkraft aufzunehmen. Live-Webinare sind ähnlich aufgebaut wie klassischer Frontalunterricht: Eine Lehrkraft präsentiert die Lerninhalte. Idealerweise wird daraus kein Monolog, und die Schülerinnen und Schüler können per Chat Fragen stellen.
Da viele Kinder ohnehin gern online sind, kann das Lernen am PC motivieren und Spaß machen. Damit die Kids beim Surfen nicht abschweifen oder überfordert sind, sollten jüngere Kinder dabei von ihren Eltern begleitet werden. Kostenpflichtige Online-Lernplattformen sollten außerdem werbefrei sein und keinen Shop enthalten. Jugendliche, die ein eigenes Interesse am Lernerfolg haben, sind verlässlicher in der Nutzung. Selbstständiges Arbeiten ist hier gefragt, darum sind Lernplattformen eher eine Ergänzung zum Nachhilfeunterricht vor Ort. Ein großes Plus der Online-Lernplattform ist sicherlich die Flexibilität: Wissen steht rund um die Uhr zur Verfügung. So lässt sich der Schulstoff nach den Unterrichtsstunden noch einmal vertiefen. Ein weiterer Vorteil liegt in der unterschiedlichen Aufbereitung der Lerninhalte: Manchmal hilft die Sichtweise und Erläuterung durch einen anderen Menschen, Themen besser zu erfassen.
Online-Unterricht per Webcam
Einzelunterricht per Webcam sollte nur von qualifizierten Lehrkräften erteilt werden, die fachlich und didaktisch geprüft sind. In der Regel wählen Sie online eine Nachhilfelehrkraft aus und vereinbaren feste Termine. Klären Sie vorab die technischen Voraussetzungen, die notwendig sind. Vor allem Ihre Internetverbindung muss für die Übertragung sehr stabil sein. Ob Ihr Kind dabei seine eigene Kamera einschaltet, sollten Sie gemeinsam mit dem Anbieter und Ihrem Kind entscheiden. Vergewissern Sie sich, wie der Unterricht verläuft und begleiten Sie Ihr Kind bei den ersten Online-Nachhilfestunden.
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YouTube-Videos helfen bei der visuellen Veranschaulichung
Auf YouTube findet sich fast zu jedem Lernthema ein Video. Besonders in Fächern wie Mathe können die kurzen Filme eine Hilfe sein. Wer etwas nicht richtig verstanden hat, kann das Video pausieren und sich die Rechenschritte beliebig oft noch einmal ansehen. Wichtig ist jedoch die Quelle des Videos: Nicht immer müssen die dargestellten Lösungswege richtig sein. Darum sollten die Filme vor allem zur Ergänzung des Unterrichts dienen. Klären Sie Ihr Kind darüber auf, dass nicht jede Quelle korrekte Inhalte wiedergibt.
Lernen durch Apps auf dem Smartphone
Im Internet kann man sich jede Menge nützlicher Apps zum Lernen herunterladen. Schon für die Kleinsten ab der 1. Klasse gibt es spielerisch gestaltete Lernprogramme fürs Smartphone oder Tablet.
Jedes Kind mag Wettbewerbe: Vokabeltrainer erinnern Ihr Kind an das Lernen von Vokabeln und dokumentieren dabei spielerisch den Lernfortschritt sowie die Anzahl der gelernten Vokabeln. Werden die Vokabeln von Muttersprachlerinnen und Muttersprachlern vorgelesen, verbessert das die Aussprache. Lückentexte helfen, Grammatikkenntnisse zu vertiefen und verschiedene Zeitformen zu üben. Auch zum Thema Sachkunde finden sich Apps, die durch die heimische Tier- und Pflanzenwelt führen.
Stundenplan-Apps erleichtern außerdem die Organisation des Schulalltags. Karteikarten-Apps wie z. B. Anki ersetzen analoge Systeme. Digitale Karteikarten müssen nicht mitgeschleppt werden und können nicht verloren gehen. Die Karten können zu Hause auf dem PC oder Tablet beschriftet werden. Mit dem Smartphone werden die Karteikarten dann unterwegs abgerufen. Das ist ideal zur Prüfungsvorbereitung.
Andere Tools, z. B. GoodNotes, sind ein vollwertiger Notizblockersatz. Sie unterstützen bei der Organisation von Lernmaterialien, Notizen lassen sich leicht wieder auffinden und kategorisieren. Striche, Kreise und Rechtecke lassen sich sauber und gerade zeichnen. Die Unterlagen lassen sich als PDF-Dateien speichern, ergänzen und markieren. Solche Anwendungen eignen sich gut für die Abiturvorbereitung oder das Studium.
Abseits der Sprachen gibt es auch zahlreiche Mathe-Apps. Kinder im Grundschulalter lernen auf spielerische Weise das Lösen von Aufgaben, das steigert die Motivation und macht Spaß. Einige Apps bieten auch Formelsammlungen oder Prüfungsaufgaben. Praktisch sind Apps auch auf dem Nachhauseweg, so kann die Zeit im Bus zum Lernen genutzt werden. Bei allen Apps sollten Sie sich im Vorfeld jedoch über mögliche Kosten informieren. Gute Apps sind werbefrei und funktionieren bestenfalls auch offline.
Lernthemen erarbeiten durch selbstständige Online-Recherche
Die eigenständige Recherche im Netz hat viele Vorteile, birgt jedoch auch Risiken. Statt Inhalte nur passiv zu konsumieren, lernen die Kinder, das Internet aktiv zu nutzen. Die Online-Recherche unterstützt beim Verfassen von Referaten oder Aufsätzen und kann Themen vertiefen. Oft schon in der Grundschule werden Kinder zur Recherche aufgefordert. Hierfür gibt es spezielle Kindersuchmaschinen, z. B. fragfinn.de oder blinde-kuh.de. Sie bieten einen sicheren Einstieg ins Internet.
Achten Sie immer darauf, auf welchen Seiten Ihr Kind unterwegs ist. Ein Jugendschutzprogramm kann verhindern, dass ihm unangemessene Inhalte angezeigt werden. Kinderschutz-Apps und Jugendschutzeinstellungen auf Smartphone und Tablet bieten ebenfalls einen gewissen Schutz. Sensibilisieren Sie Ihr Kind, Inhalte zu hinterfragen und zu prüfen, denn es muss nicht alles richtig sein, was im Internet verbreitet wird.
10 Tipps zur Internetsicherheit – so schützen Sie Ihr Kind beim Surfen
- Erstellen Sie ein eigenes Benutzerkonto für jedes Familienmitglied.
- Wählen Sie sichere Passwörter (lang, mit Klein- und Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen).
- Legen Sie feste Surfzeiten und eine Zeitbeschränkung fest.
- Aktivieren Sie Firewall und Virenschutz und halten Sie Geräte und Apps aktuell.
- Installieren Sie Kinder- oder Jugendschutzsoftware.
- Surfen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind.
- Sensibilisieren Sie Ihr Kind für den Umgang mit persönlichen Daten.
- Vorsicht beim Download! Laden Sie nur Apps herunter, die vertrauenswürdig erscheinen oder von bekannten Anbietern stammen. Die meisten Apps haben eine Altersempfehlung.
- Beachten Sie das Mindestalter von Social-Media-Plattformen – viele dürfen laut Nutzungsbedingungen erst ab 13 Jahren genutzt werden.
- Achten Sie darauf, dass Ihr Kind keine urheberrechtlich geschützten Werke unerlaubt nutzt oder verbreitet.
Weitere Informationen zum sicheren Surfen im Netz finden Sie hier:
Fazit: Online-Lernen als sinnvolle Ergänzung
Apps, YouTube, Online-Lernplattformen und Co. decken mittlerweile einen großen Teil des Schulstoffes ab. Als Ergänzung und für die selbstständige Wiederholung und Vertiefung von Themen sind diese Lernvarianten durchaus sinnvoll. Natürlich sind hier Eigeninitiative und gewisse Anwenderkenntnisse notwendig. Gerade in ländlichen Gebieten ist es (je nach Qualität der Internetverbindung) einfacher, online zu lernen, als Präsenzstunden zu nehmen. Dennoch: Eine echte Analyse der Lernprobleme und ein individuelles Eingehen auf jedes Kind können Apps und Plattformen nicht leisten. Das gelingt im persönlichen Kontakt mit einer erfahrenen Nachhilfelehrkraft. Ergänzt Online-Lernen den persönlichen Nachhilfeunterricht, ist Ihr Kind für die nächste Klassenarbeit bestens vorbereitet.
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Denise Kirchberger
Pädagogische Contentmanagerin
Als Contentmanagerin bei der Schülerhilfe liegt der Fokus darauf, Familien mit schulpflichtigen Kindern praxisnahe Unterstützung rund um die Themen Schule, Nachhilfe und Freizeit zu bieten. Ihr Anliegen ist es, Eltern im Schulalltag mit Verständnis und hilfreichen Tipps zu unterstützen.
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