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Pubertät: Alles, was Eltern im Umgang mit dem Teenager wissen müssen Lesezeit: 3 Minuten

In der Pubertät geht es bei den meisten Kindern hoch her: Stimmungsschwankungen gehören zum Alltag. Sie stehen an der Schwelle zum Erwachsensein und sind zugleich ein Kind – keine leichte Zeit. Die Hormone spielen verrückt, der Körper verändert sich und das erste Mal Verliebtsein bringt die Gefühle durcheinander. In der Hochphase der Pubertät ist es normal, dass es in der Eltern-Kind-Beziehung zu Spannungen kommt.

In unserem Magazinbeitrag nehmen wir Sie mit auf eine Reise durch die Wirren der Pubertät. Wir erklären, was im Körper Ihres Kindes vor sich geht und warum bestimmte Verhaltensweisen plötzlich auftreten. Erfahren Sie, wie Sie als Eltern die turbulenten Jahre der Pubertät mit Gelassenheit und Verständnis meistern können.

Pubertät: Achterbahn der Gefühle

Wann kommen Kinder in die Pubertät?

Für Jungen beginnt die Pubertät zwischen dem zehnten und 14. Lebensjahr. Mädchen kommen ein bis zwei Jahre früher als Jungen in die Pubertät.

Was sind die drei Phasen der Pubertät?

Das Wort „Pubertät“ leitet sich vom lateinischen Begriff „pubertas" ab und bedeutet „Geschlechtsreife“.

Die Pubertät lässt sich in drei Phasen unterteilen:

  1. Die Vorpubertät beginnt bereits im Grundschulalter und dauert bis zu zwei Jahren. Das Kind wird launischer und stellt Grenzen infrage.
  2. Die Hochphase der Pubertät beginnt bei Jungen ab 13, bei Mädchen ab 10 Jahren, sorgt für die größten körperlichen Veränderungen. Die Hochphase dauert größtenteils 2 bis 4 Jahre.
  3. Ab 16 Jahren treten die Jugendlichen in die spätpubertäre Phase ein, die bis zum 21. Lebensjahr andauern kann. In dieser Phase endet die Pubertät.

Pubertät Jungen - das sind die ersten Anzeichen

In der Vorpubertät, zwischen dem 10. und 13. Lebensjahr, beginnt der Umbau des Körpers. Bis zum 17. Lebensjahr wachsen viele Jungen Ihren Eltern über den Kopf – und dies ist nicht nur in Bezug auf die Körpergröße gemeint. Das Hormon Testosteron löst zwischen dem 11. und 15. Lebensjahr den Stimmbruch aus. Jungen sind leichtsinniger, der präfrontale Kortex im Gehirn, der normalerweise auf Gefahren hinweist, ist noch nicht ausgebildet.

Pubertät Mädchen - das sind die ersten Anzeichen

Zwischen dem 10. und 15. Lebensjahr kündigt sich die erste Regelblutung an. Durch das Hormon Östrogen wird der Körper weiblicher.

Sowohl Jungen als auch Mädchen erleben in der Pubertät große Wachstumsschübe, 3 bis 10 Zentimeter pro Jahr. Viele Jugendliche leider während eines Wachstumsschubes unter starken Kreislaufproblemen. 

Stimmungsschwankungen wie ein emotionaler Rückzug, Wutausbrüche oder starke Selbstzweifel sind psychische Veränderungen.

Warum hat mein pubertierendes Kind ständig Hunger?

Während der Pubertät erleben Jugendliche einen enormen Wachstumsschub, der eine erhöhte Nahrungsaufnahme erforderlich macht, um den Bedarf an Nährstoffen und Energie zu decken. Dieser erhöhte Appetit kann durch hormonelle Veränderungen und den gesteigerten Energieverbrauch aufgrund von körperlicher Aktivität und Wachstum verursacht werden. Es ist wichtig, ihnen gesunde Mahlzeiten und Snacks anzubieten, um sicherzustellen, dass sie genügend Nährstoffe erhalten, um gesund zu bleiben.

Wie verändert sich der Körper in der Pubertät?

In der Pubertät verändert sich der Körper, was vermehrt zu Unsicherheiten und Selbstzweifeln führt. Hier sind einige der wichtigsten körperlichen Veränderungen, die während dieser Zeit auftreten:

  • Wachstumsschübe
  • Gewichtszunahme
  • Veränderungen der Körperproportionen
  • Dehnungsstreifen
  • Bartwuchs
  • Schamhaare
  • Muskelwachstum
  • Geschlechtsreife
  • Vermehrte Schweißproduktion
  • Pickel

Es ist wichtig, dass Eltern einfühlsam sind und Ihrem Kind dabei helfen, sich wohl in ihrem sich verändernden Körper zu fühlen.

Pubertät: Wenn die Eltern an Einfluss verlieren

Ihr Kind macht in der Pubertät eine schwere Zeit durch. Vielleicht merken Sie, dass es sich von Ihnen distanziert – plötzlich sind Sie „peinlich“ und es verliert das Interesse an gemeinsamen Aktivitäten mit der Familie. Dieser Abnabelungsprozess ist wichtig für die individuelle Persönlichkeitsentwicklung, kann aber zum Problem für die Eltern werden. Denn oft gehen damit Regelverstöße, Wutausbrüche und Machtspiele einher. Sie könnten das Gefühl bekommen, die Kontrolle über die Entwicklung Ihres Kindes zu verlieren, zumal es weniger mit Ihnen spricht.

Wie verhalten sich Eltern von pubertierenden Jugendlichen richtig?

Es ist wichtig, dass Sie Ihrem Kind Raum geben und akzeptieren, dass es seinen eigenen Weg einschlägt. So wird es sich Ihnen eher anvertrauen, als wenn Sie es ständig in die Schranken weisen. Dennoch muss das Maß an Freiräumen und klaren Regeln angemessen sein. 
 

Mit diesen 7 Tipps kommen Eltern gelassen durch die Pubertätsphasen

Tipp 1: Geregelte Freiheiten
Ihr Kind sollte sich ausprobieren dürfen. Neue Erfahrungen wie Partys bei Freunden oder die erste Liebesbeziehung sind für die Entwicklung Ihres Kindes wichtig. Für Elternteile kann das anstrengend sein, aber geben Sie Ihrem pubertierenden Kind niemals das Gefühl, eine Last zu sein. Legen Sie stattdessen klare Regeln fest, z. B. wann es zu Hause sein muss und auf welche Art und Weise es den Heimweg antritt. Führen Sie Ihr Kind schrittweise zu mehr Eigenverantwortung und stärken Sie sein Selbstbewusstsein.  
 

Tipp 2: Begeben Sie sich auf eine Wellenlänge mit Ihrem pubertierenden Kind
Versetzen Sie sich in die Lage Ihres Kindes, indem Sie an Ihre eigene Pubertät zurückdenken. Vielleicht können Sie Ihrem Nachwuchs ein paar wertvolle Ratschläge mit auf den Weg geben – sofern er dafür empfänglich ist. Einige Kinder möchten keine Erzählungen aus der Kindheit ihrer Eltern hören. Gehört Ihr Kind nicht dazu, stärkt das Erzählen und Zuhören Ihre Bindung zueinander.
 

Tipp 3: Respektieren Sie die Privatsphäre Ihres Kindes
Setzen Sie Ihr Kind nicht unter Druck. Sie über einige Dinge in Kenntnis zu setzen ist zwar wichtig, fragen Sie Ihr Kind jedoch nicht über intime Themen aus. Wenn Sie es nicht lassen können, tasten Sie sich vorsichtig heran und fallen nicht mit der Tür ins Haus. Vertrauensbrüche, wie heimlich das Tagebuch zu lesen oder das Zimmer zu durchsuchen, sind tabu. Respektieren Sie seine Privatsphäre – Sie erwarten es andersherum genauso.
 

Tipp 4: Legen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind Konsequenzen fest
Natürlich gibt es Grenzen, die Ihr Kind einhalten muss, z. B. beim Umgangston. Erklären Sie Ihrem Kind, dass Sie seine Wünsche respektieren und bestimmte Regeln dazugehören. Vermitteln Sie Ihrem Kind nicht das Gefühl, sich alles gefallen zu lassen. Legen Sie gemeinsam Konsequenzen fest, wenn Ihr Kind sich nicht an sie hält.
 

Tipp 5: Grenzen setzen, ohne Ihr Kind zu verletzen
Manchmal hat Ihr Kind die stärksten Argumente parat oder schreit Sie lauthals an. Verwechseln Sie diese Energie nicht mit emotionaler Standfestigkeit. Es ist wichtig, dass Sie nicht mit voller Härte kontern. Setzen Sie klare Grenzen, doch behalten Sie im Hinterkopf, dass hinter dem Rebellen oder der Rebellin ein Kind steckt, das vielleicht verunsichert ist und sich mitten in einem Veränderungsprozess befindet.
 

Tipp 6: Nehmen Sie pubertierendes Verhalten nicht persönlich
Ein pubertierendes Kind will selbstständig werden und seinen Platz in der Welt finden. Dabei stören Einschränkungen der Eltern. Denken Sie daran, dass Ihr Kind Sie als Erziehungsberechtigte kritisiert und nicht Sie persönlich. Wenn Ihr Kind wütend wird, bleiben Sie emotional distanziert und überlegen Sie, wie Sie am besten reagieren können. Vermeiden Sie voreilige Vorwürfe.

Tipp 7: Reduzieren Sie Ihr Kind nicht auf die Pubertät
Schlimm ist es für ein Kind in der Pubertät, wenn es nicht ernst genommen wird. Sätze wie: „Typisch Pubertät eben“, kommen gar nicht gut an. Damit verharmlosen und relativieren Sie die Probleme Ihres Kindes und behandeln es nicht als Individuum, das unabhängig seines Alters Ihren Respekt verdient.

Warum verschlechtern sich die Noten in der Pubertät?

Wir bei der Schülerhilfe stellen fest, dass ein Großteil unserer Nachhilfeschülerinnen und -schüler 14 Jahre alt sind und somit mitten in der Hochphase der Pubertät. Schule spielt eine geringere Rolle, der erste Liebeskummer steht an und Freunde sind viel wichtiger als Schule. Da Teenager spät einschlafen und unter der Woche regelmäßig an Schlafdefiziten leiden, führt die mangelnde Konzentrationsfähigkeit zu schlechteren Noten. Nachhilfe in Gruppen mit Gleichgesinnten sorgt für neue Motivation und stärkt das Selbstbewusstsein.

Jedes Kind macht andere Erlebnisse und Sorgen während der Pubertät durch. Für Eltern kann es schwierig sein zu akzeptieren, dass das Kind sich grundlegend verändert. Bedenken Sie, dass dies ein normaler Prozess ist. Das Beste, was Sie tun können, ist dem Kind in dieser Zeit unterstützend und zugleich liebevoll schützend zur Seite zu stehen. Lassen Sie ihm nicht alles durchgehen – schränken Sie es dennoch nicht zu sehr ein.

 

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