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Kein Schulabschluss – Was können Eltern tun? Lesezeit: 3 Minuten

Fehlendes Interesse an den Schulfächern, Konzentrations- und Lerndefizite, Mobbing, mentale Gesundheitsprobleme – es gibt viele Ursachen für einen Schulabbruch oder einen Schulabgang ohne Abschluss.  

Für Eltern mag ein Schulabbruch oder das Verlassen der Schule ohne Abschluss zunächst wie das schlimmste Szenario erscheinen. Dennoch existieren verschiedene Wege, um entweder den Schulabschluss nachzuholen oder ohne Abschluss in die Berufswelt einzusteigen. In diesem Artikel möchten wir Ihnen Mut machen und einige dieser Lösungswege vorstellen:

Kein Schulabschluss was tun? 5 Lösungswege

1. Schulabschluss nachholen 

Der Haupt- oder Realschulabschluss kann in verschiedenen Institutionen nachgeholt werden, beispielsweise im Berufskolleg, in der Abendschule, in der Volkshochschule (VHS) oder in einer Fernschule. Welche Institution, die richtige für Ihr Kind ist, hängt von den persönlichen Präferenzen und Ihrer finanziellen Situation ab. Am Berufskolleg findet der Unterricht an den Wochentagen zu den gewöhnlichen Schulzeiten statt, während an der Abendschule der Unterricht erst ab dem späten Nachmittag beginnt. Fernschulen eignen sich besonders für eigenständige Lerner:innen, die lieber von zu Hause aus arbeiten. Fernschulen sind mit höheren Kosten verbunden, die nicht über Fördermöglichkeiten beglichen werden können. Für einen besseren Überblick über die verschiedenen Institutionen und für eine optimale Beratung wenden Sie und Ihr Kind sich gerne an Ihre städtische Agentur für Arbeit. 

Beachten Sie: Für den Realschulabschluss ist der Hauptschulabschluss unabdingbar. Wie dieser erlangt wurde, ob auf direktem oder erst über einen zweiten Bildungsweg, ist dabei nicht wichtig. 

2. Duale (betriebliche) Ausbildung ohne Schulabschluss 

Grundsätzlich gilt: Jugendliche und junge Erwachsene ohne einen Schulabschluss dürfen sich auf eine Ausbildungsstelle bewerben! 

3. Berufsvorbereitungsjahr 

Falls Ihr Sohn oder Ihre Tochter noch schulpflichtig ist und keinen Ausbildungsplatz findet, ist das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) an einer Berufsschule eine gute Möglichkeit, um praktische Erfahrungen zu sammeln und um sich zu orientieren. Zudem macht sich der Nachweis, ein Berufsvorbereitungsjahr absolviert zu haben, in den nächsten Bewerbungen um eine Ausbildungsstelle gut.  

Beachten Sie: Die Gestaltung des Berufsvorbereitungsjahrs variiert von Bundesland zu Bundesland. Informieren Sie sich vorab in Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit oder in der Berufsschule selbst. 

4. Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen 

Falls Ihr Sohn oder Ihre Tochter nicht mehr schulpflichtig ist und keinen Ausbildungsplatz findet, sind die Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen (BvB) der Agentur für Arbeit das Richtige. Anhand von Bewerbungstrainings, Unterrichtseinheiten und Praktika wird Ihr Kind optimal auf die Berufswelt vorbereitet. Unter bestimmten Bedingungen ist es ebenfalls möglich, parallel zu den Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen den Hauptschulabschluss nachzuholen und danach unmittelbar eine Ausbildung zu beginnen. 

5. Praktika 

Praktika verhelfen Ihrem Kind, erste berufliche Erfahrungen zu sammeln, die sogenannten Soft Skills, also persönliche Eigenschaften und Fähigkeiten, wie Selbstständigkeit und Flexibilität, auszubauen und die Chancen auf eine Ausbildungsstelle zu erhöhen. Zugleich kann Ihr Sohn oder Ihre Tochter herausfinden, welcher Berufszweig der Richtige ist und welcher nicht.  Mithilfe dieser praktischen Erfahrungen weist auch der Lebenslauf keine Lücken auf.

Für detailliertere Informationen empfehlen wir Ihnen folgende Webseiten: 

https://www.aubi-plus.de/schulabschluss-nachholen/ 

https://www.aubi-plus.de/blog/ausbildung-ohne-schulabschluss-das-sind-deine-moeglichkeiten-3953/  

 

3 wertvolle Tipps für Eltern von Schulabbrechern 

Neben den oben aufgeführten Möglichkeiten ist ebenso Ihre emotionale Unterstützung als Elternteil wichtig. Doch was können Sie tun? Diese 3 Tipps helfen Ihnen, mit der Situation bestmöglich umzugehen: 

1. Empathie statt Wut 

Seien Sie nicht wütend auf Ihren Sohn oder Ihre Tochter! Versuchen Sie stattdessen in einem ruhigen Gespräch auf Augenhöhe gemeinsam die Gründe für den Schulabbruch bzw. für den Schulabgang ohne Abschluss zu bestimmen und zeigen Sie Empathie. Überlegen Sie sich zusammen mit Ihrem Kind, wie die identifizierten Probleme, bspw. Prüfungsangst oder Konzentrationsprobleme, in Zukunft behoben werden können. 

2. Lösungsweg finden 

Informieren Sie sich gemeinsam, welche Berufs- und alternativen Bildungswege Ihrem Kind nach dem Schulabgang offenstehen und besprechen Sie, welcher am geeignetsten ist. Wichtig ist, dass Sie die Wünsche und Entscheidungen Ihres Kindes respektieren und nicht versuchen, Ihren Sohn oder Ihre Tochter zu einem bestimmten Weg zu zwingen. 

3. Kleine Erfolge würdigen 

Motivieren Sie Ihr Kind, indem Sie die kleinen Erfolge würdigen, zum Beispiel das Versenden von Bewerbungen für eine Ausbildungs- oder Praktikumsstelle. Machen Sie deutlich, wie wichtig es ist, nicht aufzugeben. Haben Sie stets ein offenes Ohr und stehen Sie unterstützend zur Seite. 

Ohne Abschluss die Schule zu verlassen, bedeutet nicht das Ende! Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind nicht die Motivation und den Mut verliert. Suchen Sie gemeinsam nach einer Lösung und blicken Sie optimistisch in die Zukunft. Egal für welchen Weg Sie sich mit Ihrem Kind entscheiden, ob für das Nachholen des Real- oder Hauptschulabschlusses oder für eine Ausbildung, die Schülerhilfe unterstützt Sie gerne mit professioneller Nachhilfe. Wir bieten Nachhilfe für alle gängigen Schulformen an, darunter auch Nachhilfe für Auszubildende. Vereinbaren Sie jetzt einen kostenlosen Beratungstermin in einer Schülerhilfe ganz in Ihrer Nähe und lassen Sie sich umfassend informieren. 

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