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Effektiv auswendig lernen: So fragen Sie Ihr Kind ab! Lesezeit: 2 Minuten

Herausforderungen beim Auswendiglernen bewältigen: Entdecken Sie in unserem Artikel bewährte Lernmethoden wie die Errorless-Learning-Methode und die Wiederholungsmethode. Erfahren Sie, wie Sie als Eltern Ihre Kinder unterstützen können, stressfrei Vokabeln, Formeln und geschichtliche Ereignisse zu lernen. Mit praktischen Tipps zur Strukturierung des Lernstoffs, Assoziationstechniken und der Schaffung einer angenehmen Lernatmosphäre wird das Auswendiglernen nicht nur effizienter, sondern auch motivierender.

Was ist das Problem beim Auswendiglernen? 

Ist der Lernstoff wenig interessant für Ihr Kind, fällt das Lernen schwerer. Vokabeln lernen ist wichtig, um sich einen großen Wortschatz in einer Sprache anzueignen. Auch bei Formeln im Fach Mathematik kommt man nicht um das konzentrierte Einprägen herum. In Geschichte geht es oft darum, sich bestimmte Ereignisse und ihre Bedeutung zu merken. Leider ist das Auswendiglernen oft eintönig. Der Druck, über jedes Detail wie Jahreszahlen oder die genaue Zeitabfolge Bescheid wissen zu müssen, kann zu mangelnder Motivation und Konzentrationsschwierigkeiten führen. 

Auswendiglernen: Methoden und Tipps

Zum Glück gibt es eine Möglichkeit, dieser Situation effektiv zu begegnen. Unsere folgenden Lerntipps gelten für alle „Auswendiglernthemen“ unabhängig vom Schulfach. Wir gehen zunächst grundlegend auf zwei Lernmethoden ein und erklären dann, wie Sie diese am besten anwenden. 

Errorless-Learning-Methode (fehlerfreies Lernen) 

Diese Lernmethode wurde ursprünglich 1994 von den Psychologen Alan Baddeley & Barbara Wilson für Menschen entwickelt, die an Amnesie erkrankt sind. Diese sind nicht in der Lage, sich Fehler zu merken. Deshalb werden schon im Lernprozess Fehler vermieden. So werden Tipps während der Abfrage gegeben – wodurch die richtige Antwort leichter fällt.

Methode der Wiederholung (Repetition, Rekapitulieren) 

Lernstoff zu wiederholen, ist besonders effektiv, weil sich das Wissen festigt. Der deutsche Psychologe Hermann Ebbinghaus fand heraus, dass das Gehirn Informationen als wichtig ansieht, die kontinuierlich wiederholt werden. Dadurch werden sie im Langzeitgedächtnis gespeichert.

Haben Sie schonmal etwas von der Vergessenskurve gehört? Wenn wir etwas lernen, können wir nach 20 Minuten nur noch 60 Prozent der Lerninhalte abrufen. Wir vergessen jeden Tag ein bisschen mehr. Am Ende bleiben nur 15 Prozent des Erlernten übrig. Lerninhalte zu wiederholen, beeinflusst die Vergessenskurve positiv. 

Unsere Empfehlung zur Anwendung beider Lernmethoden 

Wir empfehlen Ihnen, die beiden Lernmethoden zu kombinieren, damit Ihr Kind ein optimales Ergebnis erzielt. Zunächst sollte Ihr Kind sich den Lernstoff gut einprägen. Das können Vokabeln sein oder andere Lerninhalte. Ist Ihr Kind der Meinung, das Gelernte zu beherrschen, beginnen Sie mit der Abfrage. Nun kommt die Errorless-Learning-Methode zum Einsatz: Wenn Ihr Kind bei einem Thema nicht weiterkommt, geben Sie ihm einen entscheidenden Tipp, wodurch das Kind auf die richtige Lösung kommt. So geht es weiter bis zum Ende. Anschließend wenden Sie die Methode der Wiederholung an – fragen Sie Ihr Kind so oft ab, bis Sie ihm nicht mehr helfen müssen. Auch danach schadet es nicht, den Lernstoff regelmäßig abzufragen. Zu viele Wiederholungen gibt es nicht. 

Die besten Tipps zum Auswendiglernen: 

  • Struktur: Teilen Sie den Lernstoff mit Ihrem Kind in mehrere Abschnitte. Dies schafft Ordnung, sorgt für kleine Erfolgserlebnisse und das Kind wird nicht mit einem Berg an Aufgaben überfordert.  
  • Reihenfolge: Viele Themen bauen aufeinander auf – mit dem letzten Thema zu beginnen, ist hier z. B. nicht sinnvoll. Nummerieren Sie die Lernabschnitte gerne durch. 
  • Erfolge feiern: Loben Sie Ihr Kind nach jedem erfolgreich gemeisterten Lernabschnitt. Mit einer Checkliste halten Sie kleine Erfolge physisch fest. Das Selbstbewusstsein wird gesteigert und Ihr Kind geht sicher in die Prüfung.
  • Assoziationen: Bilden Sie gemeinsam mit Ihrem Kind lustige Eselsbrücken. Diese können noch so banal sein – Hauptsache, sie sind einprägsam!
  • Generalprobe: Sie als Eltern können mit einer Generalprobe zum Erfolg Ihres Kindes beitragen. Mit einem Übungstest simulieren Sie eine Prüfungssituation. Es ist etwas anderes, Wissen nur abzufragen oder es in Form von Aufgabenstellungen auf dem Papier zu prüfen. Wenn die echte Prüfung ansteht, ist Ihr Kind besser auf die Situation eingestellt. Fragen Sie den Lernstoff durcheinander ab - so verhindern Sie, dass Ihr Kind sich verunsichern lässt, wenn die Inhalte in der Prüfung anders aufgeteilt sind.
  • Äußere Ordnung ist innere Ordnung: Ermutigen Sie Ihr Kind, seinen Arbeitsplatz aufzuräumen, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
  • Angenehme Lernatmosphäre: In vielen Musik-Streaming-Portalen und auf YouTube gibt es Entspannungsmusik, die spezifisch zum Lernen gedacht ist. Machen Sie Ihrem Kind den Vorschlag, diese auszuprobieren. Die Musik kann konzentrationsfördernd wirken und das Lernen ist weniger langweilig.
  • Wissen „im Schlaf“ aufsagen können: Kennen Sie die Redewendung? Fragen Sie Ihr Kind in unerwarteten Momenten ab. Wenn es prompt die richtige Antwort weiß, ist das Wissen gefestigt.

Auswendiglernen wird wohl nie zu den beliebtesten Beschäftigungen unter Schülerinnen und Schülern zählen: Mit unseren Tipps und der Kombination aus beiden Lernmethoden hat Ihr Kind aber zukünftig vielleicht etwas mehr Spaß daran. Und Sie können zudem aktiv dazu beitragen. 

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