ChatGPT in der Schule: Vorteile und Gefahren künstlicher Intelligenz
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Künstliche Intelligenz (KI) hat in vielen Lebensbereichen Einzug gehalten – spätestens mit ChatGPT auch in die Bildung unserer Kinder. Dieser Beitrag gibt Ihnen einen Überblick über Vorteile und Gefahren von ChatGPT in der Schule und zeigt, wie ein verantwortungsvoller Umgang gelingt.

Inhaltsverzeichnis
- ChatGPT & Co.: Was künstliche Intelligenz in der Schule verändert
- Was sind die Vorteile von ChatGPT im Unterricht?
- Was sind die Gefahren und Herausforderungen im Umgang mit ChatGPT?
- Chancen nutzen, Risiken minimieren
- Empfehlungen für den verantwortungsbewussten Einsatz von ChatGPT
- Fazit: Verantwortungsvoll mit KI lernen
ChatGPT & Co.: Was künstliche Intelligenz in der Schule verändert
Die fortschreitende Entwicklung künstlicher Intelligenz (KI) hat in vielen Bereichen unseres Lebens Einzug gehalten, spätestens mit der Veröffentlichung von ChatGPT Ende 2022 auch in die Bildung unserer Kinder. Dieser Magazinbeitrag soll Ihnen einen Überblick über die Vorteile und Gefahren von ChatGPT in der Schule geben.
Taschenrechner, das Internet, Google, Wikipedia oder Smartphones – technische Entwicklungen der letzten Jahrzehnte haben das Bildungssystem regelmäßig vor neue Herausforderungen gestellt. Nun sorgt eine künstliche Intelligenz für Sorgen auf der einen und Begeisterung auf der anderen Seite. ChatGPT kann Aufsätze in unterschiedlichen Sprachen schreiben, Mathe-Aufgaben rechnen und den Rechenweg erklären, naturwissenschaftliche Zusammenhänge beschreiben und sogar programmieren. Keine Frage: Ein solches Werkzeug wird nicht nur die Bildungs-, sondern auch die Berufswelt verändern.
Wir wollen versuchen, Ihnen in diesem Artikel die Angst vor dem KI-Chat-Roboter zu nehmen sowie Potenziale und Grenzen aufzuzeigen. Vorab: Es lohnt sich, gemeinsam mit Ihrem Kind und der Schule einen vernünftigen Umgang mit dieser Technik zu erarbeiten. Übrigens: Auch die Schülerhilfe setzt auf KI – mit Profi-Nachhilfe und der KI-Lernassistentin Kira.
Was sind die Vorteile von ChatGPT im Unterricht?
Wir beginnen mit den Vorteilen künstlicher Intelligenz für Schülerinnen und Schüler. Einschränkungen und worauf bei der Nutzung von ChatGPT unbedingt zu achten ist, lesen Sie weiter unten unter „Gefahren und Herausforderungen im Umgang mit ChatGPT“.
ChatGPT kann eine individuelle Lernunterstützung darstellen
- ChatGPT kann auf individuelle Fragen und Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler eingehen, wodurch alle auf Anfrage die passende Unterstützung erhält.
- Die KI kann gezielt Lernmaterialien anbieten, die auf den individuellen Kenntnisstand und das Lerntempo zugeschnitten sind.
- ChatGPT kann Übungen und Themen für Hausarbeiten vorschlagen und eine Rohversion ausgeben. Es kann komplizierte Themen einfach erklären und Texte darüber schreiben.
- ChatGPT kann beim Sprachenlernen helfen, indem es als Übungspartner dient, mit dem man sich textbasiert unterhält. Es kann in jede Sprache übersetzen und sogar denselben Text auf verschiedene Arten darstellen. Probieren Sie es einfach einmal aus und bitten Sie den Chatbot, denselben Text einmal für Kinder, einmal für Lehrkräfte und einmal im Stil von Piraten zu schreiben. Es ist zudem möglich, Texte aus der Sicht von unterschiedlichen Personengruppen schreiben zu lassen.
- ChatGPT kann Hausaufgaben kontrollieren. Aktuelle Versionen können sogar Fotos von Hausaufgaben analysieren – Fehler sind dabei aber nicht ausgeschlossen.
- Alle Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz hier aufzulisten, ist unmöglich, weil sie mit der richtigen Aufforderung nahezu unendlich sind. Probieren geht hier definitiv über studieren. Im besten Falle ist ChatGPT eine neue Schnittstelle zwischen Menschen und Computern, die es Laien ohne Programmierkenntnisse ermöglicht, Computern entsprechende Anweisungen zu erteilen.
Zugänglichkeit und Flexibilität
- Die Basisversion von ChatGPT ist kostenlos nutzbar. Für erweiterte Funktionen und eine höhere Nutzungsgrenze bietet OpenAI kostenpflichtige Abos an (ChatGPT Plus kostet rund 20 US-Dollar im Monat).
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Was sind die Gefahren und Herausforderungen im Umgang mit ChatGPT?
Bei aller Euphorie, die ChatGPT bei vielen Schülerinnen und Schülern ausgelöst hat, ist es wichtig, auf die Gefahren und Herausforderungen im Umgang mit ChatGPT hinzuweisen. Denn so großartig eine fast immer verfügbare künstliche Intelligenz wirkt, so gefährlich ist es, sich komplett auf sie zu verlassen.
Datenschutz und Privatsphäre
Ein wichtiger Punkt gleich zu Beginn: OpenAI verarbeitet Daten auch auf Servern in den USA. Zwar gilt für Nutzerinnen und Nutzer in der EU die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), Datenschützer sehen den Umgang mit Eingaben aber kritisch. Sensible Daten, die Sie anderen Personen oder Firmen nicht übergeben würden, sollten Sie also für sich behalten.
- Die Verwendung von ChatGPT ist laut der Betreiberfirma OpenAI zudem erst ab 13 Jahren erlaubt – unter 18 Jahren nur mit Zustimmung der Eltern. Wie bei sozialen Netzwerken wird das Alter allerdings kaum kontrolliert. Für Jugendliche gibt es inzwischen spezielle Schutzeinstellungen und Elternfunktionen, die Sie gemeinsam mit Ihrem Kind einrichten können. Mehr dazu lesen Sie bei klicksafe.
- Was Sie und Ihr Kind generell wissen sollten: Auch kostenlose Dienste im Internet haben ihren Preis. Eingaben in ChatGPT können – sofern man das in den Einstellungen nicht deaktiviert – genutzt werden, um die künstliche Intelligenz weiter zu trainieren. Sie und Ihr Kind sollten also vorsichtig sein, welche Daten Sie der KI zur Verfügung stellen.
Qualität und Verlässlichkeit der Informationen
- ChatGPT ist nicht fehlerfrei und kann in manchen Fällen ungenaue oder falsche Informationen liefern. Die KI berechnet wahrscheinliche Antworten, ohne die Inhalte wirklich zu prüfen. Kennt ChatGPT eine Antwort nicht, beginnt das Tool manchmal, Fakten zu erfinden. Deshalb gilt: Jeder Text, jeder darin enthaltene Fakt, jedes Zitat, jede Anekdote sollte geprüft werden.
- Sie und Ihr Kind sollten sich also nie auf die Antworten der KI verlassen oder allein daraus Entscheidungen ableiten.
Soziale Interaktion und Abhängigkeit von der KI
- Es ist wichtig, dass Ihre Kinder weiterhin lernen, eigenständig zu denken und Probleme zu lösen, ohne sich auf die KI zu verlassen. Der Chatbot darf immer nur ein Hilfsmittel zur Themenfindung, bei Denkblockaden oder bei Strukturierungsproblemen sein.
- Sie und Ihr Kind können durch die Arbeit mit dem Bot aber Kompetenzen aufbauen, die später sinnvoll sein können. Gute Aufforderungen an die KI – sogenannte „Prompts“ – zu formulieren, ist eine Fähigkeit, die in Studium und Beruf immer wichtiger wird.
- Denn die KI reagiert je nach Aufforderung sehr unterschiedlich. Ein Beispiel für eine unterschiedliche Art von Aufforderung: „Wie funktioniert eine künstliche Intelligenz? Erkläre es in fünf Sätzen.“ Künstliche Intelligenz (KI) ist ein Teilgebiet der Informatik, das darauf abzielt, Maschinen zu entwickeln, die menschenähnliche kognitive Fähigkeiten besitzen. Sie nutzt Techniken wie maschinelles Lernen, neuronale Netze und Deep Learning, um aus Daten zu lernen und Muster zu erkennen. KI-Systeme werden mit Trainingsdaten gefüttert, um Modelle zu erstellen, die für Vorhersagen oder Entscheidungen verwendet werden. Zusätzlich verwenden KI-Anwendungen spezialisierte Bereiche wie natürliche Sprachverarbeitung und Computer Vision, um menschliche Sprache zu verstehen oder Bilder zu interpretieren. Durch kontinuierliche Forschung und Entwicklung werden künstliche Intelligenzen immer leistungsfähiger und vielseitiger einsetzbar. „Wie funktioniert eine künstliche Intelligenz? Erkläre es in fünf Sätzen, als wärst du eine Lehrkraft, die es einem Achtjährigen erklärt.“ Künstliche Intelligenz, oder KI, ist wie ein kluger Computer, der lernen kann, Dinge zu tun, die Menschen tun. KI nutzt spezielle Methoden, um aus Informationen zu lernen und schlauere Entscheidungen zu treffen. Stell dir vor, der Computer ist wie ein Schüler, der übt und übt, um besser zu werden. Manchmal kann KI sogar mit Menschen sprechen oder Bilder und Videos verstehen. Je mehr wir KI beibringen, desto besser wird sie in vielen verschiedenen Aufgaben.
Chancen nutzen, Risiken minimieren
ChatGPT kann eine wertvolle Ergänzung im schulischen Bereich sein. Jedoch sollten Sie sich der Gefahren bewusst sein und sicherstellen, dass Sie und Ihr Kind sich kritisch mit den Informationen auseinandersetzen, die die KI auswirft. Zudem sollten Sie darauf achten, dass die Entwicklung von Problemlösungsfähigkeiten Ihres Kindes nicht vernachlässigt wird.
Empfehlungen für den verantwortungsbewussten Einsatz von ChatGPT
Um den bestmöglichen Nutzen aus ChatGPT zu ziehen und gleichzeitig potenzielle Risiken zu minimieren, sollten Sie folgendermaßen handeln:
Offene Kommunikation und Zusammenarbeit
- Eltern, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler sollten gemeinsam über den Einsatz von ChatGPT sprechen und die Erwartungen und Bedenken aller Beteiligten berücksichtigen. Sprechen Sie das Thema idealerweise schon vor dem nächsten Elternabend an, damit sich die Lehrkraft darauf vorbereiten kann. Weisen Sie auch auf die Vorteile hin und auf die Fähigkeiten, die Schülerinnen und Schüler dabei lernen können.
- Regelmäßige Gespräche in der Schule und zu Hause sowie Feedbackrunden helfen, mögliche Schwierigkeiten frühzeitig zu erkennen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden.
Begleitung und Unterstützung der Schülerinnen und Schüler
- Lehrkräfte und Eltern sollten die Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, die richtige Balance zwischen der Nutzung von ChatGPT und der Entwicklung ihrer eigenen Fähigkeiten zu finden. Die eigenen Fähigkeiten sollten dabei im Vordergrund stehen.
- Die Schülerinnen und Schüler sollten angehalten werden, ihre eigenen Fähigkeiten und Strategien zu entwickeln, um Aufgaben und Probleme zu bewältigen, ohne sich ausschließlich auf ChatGPT zu verlassen.
- Schülerinnen und Schüler können ChatGPT allerdings ähnlich wie Google als Recherchewerkzeug nutzen – solange sie mit den Informationen der KI (ähnlich wie denen von Google) sensibel umgehen und sie überprüfen.
Förderung von kritischem Denken und Medienkompetenz
- Lehrkräfte und Eltern sollten die Schülerinnen und Schüler dazu ermutigen, Informationen, die sie von ChatGPT erhalten, kritisch zu hinterfragen und zu überprüfen – zum Beispiel mit einer Textanalyse in Deutsch: Ein Originaltext wird mit einem Text verglichen, den die KI im Stil des Autors oder der Autorin geschrieben hat.
- Die Vermittlung von Medienkompetenz sollte ein fester Bestandteil des Lehrplans sein, um Schülerinnen und Schülern beizubringen, wie sie mit digitalen Ressourcen und KI verantwortungsbewusst umgehen können.
Datenschutz und Privatsphäre gewährleisten
- Klare Richtlinien und Verfahren zum Datenschutz und zur Privatsphäre im Zusammenhang mit der Nutzung von ChatGPT helfen, Lehrkräften, Eltern und Schülerinnen und Schülern Unsicherheiten zu nehmen.
- Bevor die Nutzung von ChatGPT empfohlen wird, sollten alle Beteiligten über die Rechte und Pflichten im Umgang mit persönlichen Daten informiert werden.
Fazit: Verantwortungsvoll mit KI lernen
Der verantwortungsbewusste Einsatz von ChatGPT in der Schule bietet viele Chancen, aber auch Herausforderungen. Durch eine offene Kommunikation, die Förderung von kritischem Denken und die Beachtung von Datenschutz und Privatsphäre können die Vorteile der KI genutzt und die potenziellen Gefahren minimiert werden. Zusammen können alle dazu beitragen, dass Ihre Kinder bestmöglich von den Möglichkeiten profitieren, die künstliche Intelligenz im Bildungsbereich bietet.
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Denise Kirchberger
Pädagogische Contentmanagerin
Als Contentmanagerin bei der Schülerhilfe liegt der Fokus darauf, Familien mit schulpflichtigen Kindern praxisnahe Unterstützung rund um die Themen Schule, Nachhilfe und Freizeit zu bieten. Ihr Anliegen ist es, Eltern im Schulalltag mit Verständnis und hilfreichen Tipps zu unterstützen.
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