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Die Ferien clever nutzen: So startet Ihr Kind fit ins neue Schuljahr 04.06.2019 / Gelsenkirchen, 04.06.2019

Ganz klar: Ferien sind zur Erholung da. Wurde jedoch wichtiger Schulstoff verpasst, weil das Kind krank war oder steht eine Nachprüfung an, ist das Lernen in der freien Zeit unvermeidlich. Gerade die langen Sommerferien bieten sich an, um entspannt Lernlücken zu füllen. Die Belohnung: Das gute Gefühl, mit dem man nach den Ferien in die Schule geht.

Lernen in den Ferien ist sinnvoll, es sollten jedoch bestimmte Rahmenbedingungen eingehalten werden. Das frühzeitige Gespräch mit dem Lehrer zeigt auf, in welchen Fächern und Bereichen Defizite bestehen. Dies bietet die Basis für einen Lernplan, der in den Ferien in kleinen Etappen in Angriff genommen werden kann. Mit einem überschaubaren Lernstoff und einem festen Ziel vor Augen lernt es sich leichter. Beziehen Sie Ihr Kind auf jeden Fall in die Planung mit ein, kleine Belohnungen für Lerneinheiten stellen einen zusätzlichen Anreiz dar. Ein gemeinsamer Zoobesuch nach dem Unterricht stärkt die Motivation. Zu Beginn der Schulferien sollte die ganze Familie erst einmal durchatmen. Freie Tage sorgen für die nötige Erholung und Entspannung. Keinesfalls sollten die Kinder die kompletten Ferien durch lernen, auch stundenlanges Pauken mit viel Erfolgsdruck ist kontraproduktiv.   

Wissenschaftlich bewiesen: Lernen in den Ferien ist wirksam

Gelassen und ohne den üblichen Alltagsstress kann es dann losgehen. Mit kleinen Lerneinheiten von 1 bis maximal 2 Stunden täglich bleibt noch genug Zeit fürs Freibad. 

Das Lernen in den Ferien macht sicherer und selbstbewusster.

Die Wirksamkeit von Nachhilfe in den Ferien bestätigt auch eine wissenschaftliche Studie der Universität Bayreuth.* Selbst Kinder, die zuerst einmal „keinen Bock“ auf Nachhilfe in den Ferien haben, können von dem zusätzlichen Unterricht profitieren. Mit kleinen Erfolgserlebnissen kommt die Freude am Lernen zurück, die Kinder erleben sich als selbst wirksam. Finden die Schüler den Nachhilfelehrer dann womöglich noch „cooler“ als den Klassenlehrer, ist die Bereitschaft größer, am Unterricht teilzuhaben und die Leistungen zu verbessern.

Der Weg zu schlauen Kids: So bauen Sie Lernen in den Alltag ein

Auch außerhalb des festen Nachhilfeunterrichts können Sie mit Ihren Kids in den Ferien lernen. Online-Lernplattformen und Apps wecken spielerisch das Interesse Ihrer Kinder. Gesellschaftsspiele wie z. B.  Kniffel, Stadt-Land-Fluss, Scrabble oder Monopoly fördern mathematische oder sprachliche Fähigkeiten. In Büchereien kann man sich neue Spiele ausleihen und nebenbei noch ein tolles Buch mitnehmen, in dem gemeinsam geschmökert wird. Mit Jugendlichen können Sie auch mal einen englischen Filmabend einlegen. Maßeinheiten wie Gramm und Milliliter lassen sich ganz nebenbei beim Kuchen backen erlernen. Museumsbesuche erweitern auf unterhaltsame Weise den Erfahrungsschatz Ihrer Kinder und machen der ganzen Familie Spaß. Ideal ist natürlich auch eine Reise in das Land, mit dessen Sprache sich das Kind schwertut. Beim Einkaufen in Frankreich oder beim Sightseeing in London bekommen die Kinder ein Gefühl für die Sprache und lernen das Land besser kennen.

Nach den Sommerferien geht es dann wieder in die Schule: mit einem besseren Gefühl, einem gestiegenen Selbstbewusstsein und einer großen Portion Zuversichtlichkeit.

*Link zur Studie: https://www.schuelerhilfe.de/fileadmin/images/example/Magazin/Ferienkurse_Evaluation.pdf  


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