Hühnerei
Das Ei der Henne (weibliches Huhn) dient nicht nur als Nahrungsmittel, sondern auch der Vermehrung. Das Hühnerei ist mehrschichtig und besteht aus einer Cuticula, einer Kristallschicht, einer äußeren und inneren Eischalenmembran. Das Innere des Hühnereis besteht aus einer äußeren dünnen Eiklarschicht, zähen Eiklarschicht, inneren dünnen Eiklarschicht und einer chalaziferen Eiklarschicht. Am flachen Eiende ist eine Luftkammer mit einer Hagelschnur, die zum anderen Pol führt. Diese Schichten umgeben das eigentliche Eidotter. Diese soeben genannten Schichten schützen ein befruchtetes Ei so gut, dass es bei Zimmertemperatur 2 Wochen lang gelagert werden und trotzdem noch ausgebrütet werden kann.
Eine gut genährte, normale Henne legt ca. 300 Eier pro Jahr. Eine frei lebende Henne allerdings nur 60. Dies liegt an der besseren Nahrung, Zucht und Versorgung. In der Natur müsste das Ei zunächst ausgebrütet werden. In der Landwirtschaft wird dieser Schritt übersprungen, da die Eier sofort entnommen werden, sodass die Henne, ohne Unterbrechung erneut Eier legen kann.
Hennen besitzen nur einen Eierstock. Dennoch kommt es fast alle 24 Stunden zum Eisprung. Die gelben Dotterkugeln, samt Eizelle, reifen im Eierstock heran und die größte Kugel wandert dann durch den Eileiter. Ob nun eine Dotterkugel befruchtet wird oder nicht, ist nicht relevant. Ein Ei entsteht trotzdem.
Ein Hahn produziert wenig Sperma. Die Hennen legen sich daher ein Depot an Spermien an und versorgen es in ihrem Legeapparat. Wenn das Ei dann zu wandern beginnt, kann eine kleine Menge an Spermien zur Befruchtung freigelassen werden. Dieses Depot kann bis zu 2 Wochen aufrecht gehalten werden. Das Spermium dringt in die Eizelle ein und befruchtet es, indem es mit ihr verschmilzt. Alle anderen Spermien können dann nicht mehr eindringen. Die Dotterkugel wandert mit dem befruchteten Ei weiter und wird mit Eiklar umhüllt. Wir kennen es als Eiweiß. Dies geschieht durch Drüsen an der Wand, und zwar mehrmals. Gleichzeitig entstehen an beiden Enden die Hagelschnüre, die die Dotterkugel im Ei an der richtigen Position halten. Schlussendlich wird die Dotterkugel mit einer Schalenhaut umgeben.
Die Kalkschale schützt vor mechanischen Stößen, die Poren in der Schale machen einen Gasaustausch möglich und die weiße Eischale schützt vor Austrocknung.
Das befruchtete Ei wird 37,8 Grad Celsius ausgebrütet. Ab dem 3. Tag ist bereits ein Herzschlag zu erkennen. Nach 21 Tagen kann dann endlich geschlüpft werden. Und erst da ist das Geschlecht des Kükens zu erkennen.
Schwierigkeitsgrad 1
Arbeitsblatt-Nr. 11823
Schwierigkeitsgrad 2
Arbeitsblatt-Nr. 11824
