Suchtgefahren
Unter einer Sucht versteht man, wenn es über den Genuss hinaus geht. D. h. man braucht mehr davon und es übersteigt den normalen Gebrauch. Man rutscht in die Sucht und wird abhängig. Es wird zwischen körperlichen und psychologischen Auswirkungen unterschieden. Der Übergang zwischen Gewohnheit und Abhängigkeit ist relativ fließend.
Es gibt stoffgebundene und nicht stoffgebundene Suchtformen. Stoffgebunden wären z. B. Alkohol, Drogen oder Nikotin. Nicht stoffgebunden wären z. B. die Mediensucht, Kaufsucht oder auch Essstörungen. Doch wie entsteht die Sucht? Zwischen dem Stammhirn und Großhirn befindet sich das limbische System, welches für das Triebverhalten und die Emotionen verantwortlich ist. Dort befindet sich unser Glückszentrum, das auf Belohnungen reagiert. Neurotransmitter und Hormone können dieses Zentrum aktivieren. Jedoch können Neurotransmitter und Hormone nicht nur aktivieren, sondern auch blockieren, und zwar die Information über Schmerzen. Wenn wir nun rauchen oder Alkohol trinken, werden Glücksgefühle ausgelöst und wir fühlen keinen Schmerz. Dies liegt am strukturähnlichen Aufbau der Suchtstoffe im Vergleich zu den eigentlichen Botenstoffen. Das führt schon in geringen Mengen zu Problemen, da man sich oft überschätzt und „mutiger“ wird. Wir trainieren unbewusst unser Belohnungszentrum und fühlen uns mit der Einnahme scheinbar besser. Wenn wir schon darüber nachdenken, schüttet unser Gehirn Dopamin aus und wir fühlen uns gut, so dass wir direkt zum Genussmittel greifen. Der Körper gewöhnt sich an dieses Gefühl und benötigt immer mehr davon. Konsum oder Verhaltensweisen werden verstärkt ausgeübt. Der gleiche Effekt braucht von nun an immer mehr Belohnung. Andere Aktivitäten, Sozialkontakte oder Aufgaben werden vernachlässigt. Eindeutige Indizien dafür sind Entzugserscheinungen bei Verzicht des Genussmittels oder Gebrauchs.
Ist eine Sucht bereits vorhanden, so reicht der Wille allein nicht aus, um einen normalen Umgang damit zu erlernen. Verschiedene Vereine und Hilfsorganisationen (z. B. DHS) helfen aus dieser Situation!
Übrigens: Alkohol, Drogen und Nikotin haben großen Einfluss auf die Fortpflanzung bzw. Empfängnis/Zeugungsfähigkeit.
Schwierigkeitsgrad 1
Arbeitsblatt-Nr. 13953
Schwierigkeitsgrad 1
Arbeitsblatt-Nr. 11985
Schwierigkeitsgrad 2
Arbeitsblatt-Nr. 13954