Deutsch – Possessivpronomen
Wenn du alles über Possessivpronomen lernen möchtest, bist du hier genau richtig! Starte hier direkt ins Thema.
Possessivpronomen einfach erklärt
Deine Aufgabe heute ist es, etwas über Possessivpronomen zu lernen. Unsere Aufgabe ist es, dir alles über Possessivpronomen beizubringen. Gemeinsam ist es unser Ziel, dass du Possessivpronomen verstehen und anwenden lernst.
Hast du bemerkt, dass wir schon alleine in diesen ersten drei Sätzen insgesamt drei Possessivpronomen verwendet haben? Falls nicht, ist das kein Problem: Wir erklären dir die Grundlagen mit Beispielen für Possessivpronomen und allem, was du für den Deutschunterricht wissen musst.
Was sind Possessivpronomen?
Wie jedes Pronomen hat auch das Possessivpronomen die Aufgabe, ein Nomen näher zu bestimmen: Es verrät dir etwas über dessen Zugehörigkeit – also zum Beispiel, wem etwas gehört. Deshalb nennst du sie auch besitzanzeigende Fürwörter. Dazu kann es das Nomen begleiten oder ersetzen.
Beispiel für Possessivpronomen:
Ist das dein Rucksack?
Hier steht ein Rucksack. Ist das deiner?
Es gibt auf Deutsch die Possessivpronomen mein, dein, sein, ihr, unser, euer und ihr.
Verwendung von Possessivpronomen
Possessivpronomen funktionieren ähnlich wie Artikel: Sie begleiten oder ersetzen ein Nomen. Du kannst sie deshalb auch Possessivartikel nennen. Sie drücken dabei immer etwas über Zugehörigkeit oder Besitz aus. Das können auch Gefühle, Eigenschaften oder Verwandtschaftsverhältnisse sein.
Beispiele begleitende Possessivpronomen:
- Meine eigene Dummheit ist schuld, dass ich in Schwierigkeiten bin.
- Du kannst deine Traurigkeit ruhig rauslassen.
- Ich weiß euer Mitgefühl zu schätzen.
Beispiele ersetzende Possessivpronomen:
- Wessen Idee war das? – Das war seine.
- Wem gehört das Buch hier? – Das ist ihres.
- Wessen Eltern kommen mit auf den Ausflug? – Also meine nicht.
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Deklination von Possessivpronomen
Damit das Possessivpronomen immer zum Nomen passt, musst du es deklinieren. Beim Deklinieren passt du die Endung des Fürwortes an die folgenden Eigenschaften des Nomens an:
- Fall (Kasus): Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ
- Anzahl (Numerus): Einzahl (Singular), Mehrzahl (Plural)
- Person: ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie
- Geschlecht (Genus): männlich (maskulin), weiblich (feminin), neutral
Für das korrekte Deklinieren der besitzanzeigenden Fürwörter macht es einen Unterschied, ob sie das Nomen begleiten oder ersetzen. Die folgende Tabelle zeigt dir, welche Endung du an die Possessivpronomen mein, dein, sein, ihr und unser anhängen musst, wenn sie ein Nomen begleiten.
| Kasus | maskulin | feminin | neutral | Plural |
| Nominativ | - | -e | - | -e |
| Genitiv | -es | -er | -es | -er |
| Dativ | -em | -er | -em | -en |
| Akkusativ | -en | -e | - | -e |
Eine Ausnahme bildet das Possessivpronomen euer: Hier entfällt beim Deklinieren das zweite e. Der Wortstamm, an den du die entsprechende Endung anhängst, ändert sich also zu eur-.
Der Genitiv neutral für euer wäre also beispielsweise eures:
Wie ist der Name eures Hundes?
In der folgenden Tabelle siehst du die korrekten Endungen für Possessivpronomen, die ein Nomen ersetzen. Auch hier ändert sich der Wortstamm von euer auf eur-.
| Kasus | maskulin | feminin | neutral | Plural |
| Nominativ | -er | -e | -s | -e |
| Genitiv | -es | -er | -es | -er |
| Dativ | -em | -er | -em | -en |
| Akkusativ | -en | -e | -s | -e |
Beispiele: Possessivpronomen im Nominativ
- Sein Vater hat ihm verboten, mitzukommen.
- Ist das dein Stift? – Nein, das ist ihrer.
- Wir haben unseren Urlaub sehr genossen.
Beispiele: Possessivpronomen im Genitiv
- Ich würde niemals das Tagebuch meiner Schwester lesen.
- Wie war nochmal der Name eurer Lehrerin?
- Die Scheibe deines Autos ist fürchterlich dreckig.
Beispiele: Possessivpronomen im Dativ
- Hast du in deinem Rucksack nachgesehen?
- Dein Aufsatz ist unglaublich gut verglichen mit meinem.
- Er gibt seinen Fischen jeden Tag Futter.
Beispiele: Possessivpronomen im Akkusativ
- Ich finde meinen Schlüssel nicht.
- Euer Wohnzimmer ist riesig, hast du unseres mal gesehen?
- Genießt euren wohlverdienten Urlaub.
Zusammenfassung
- Das Possessivpronomen wird auch besitzanzeigendes Fürwort genannt.
- Es verrät etwas über die Zugehörigkeit des Nomens.
- Das kann den Besitz, Gefühle, Eigenschaften oder Verwandtschaftsverhältnisse betreffen.
- Wie ein Artikel begleitet oder ersetzt das Possessivpronomen das Nomen.
- Deshalb wird es auch Possessivartikel genannt.
- Du musst das Possessivpronomen deklinieren, also seine Endung anpassen.
- Die Endung hängt von Kasus, Numerus, Person und Genus des Nomens ab.
- Außerdem ändert sich die Endung manchmal, wenn das Possessivpronomen ein Nomen ersetzt, statt es zu begleiten.
- Alle korrekten Endungen findest du in unseren übersichtlichen Tabellen.
Welches der folgenden Wörter ist kein Synonym (anderes Wort) für Possessivpronomen?