Deutsch - Reflexivpronomen

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Was sind Reflexivpronomen?

Reflexivpronomen sind keine eigene Wortart, sondern gehören zu den Pronomen. Anders als Pronomen wie er, sie oder es ersetzen sie nicht einfach ein Nomen in einem Satz, sondern werden zusätzlich dazu eingesetzt. Denn als rückbezügliche Fürwörter beziehen sie sich immer auf das Subjekt im Satz.

Was in der Erläuterung ein bisschen kompliziert klingt, wird im Beispiel schnell klar.

  • Ich erinnere mich gern an den letzten Sommerurlaub.
  • Ich lege mich auf die Couch und ruhe mich aus.
  • Ich wasche mir gründlich die Hände.
  • Sie putzt sich die Zähne, bevor sie sich umzieht.

Übersicht über die Fürwörter

Für jede Person in Singular und Plural gibt es ein Reflexivpronomen. In der 3. Person lautet das Reflexivpronomen jeweils sich. 

SingularPlural
mir / michuns
dir / dicheuch
sichsich


Reflexivpronomen verstehen

So verwendest Du Reflexivpronomen

Reflexivpronomen sind rückbezüglich. Du verwendest sie, wenn das Verb eine Tätigkeit ausdrückt, die sich auf das Subjekt selbst bezieht:

  • Ozan wäscht sich. Hier sind Subjekt und Objekt identisch.

Du setzt Reflexivpronomen auch ein, wenn ein Verb die Tätigkeiten von zwei Subjekten verbindet:

  • Ozan und Leon treffen sich vor der Sporthalle.
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Deklination von Reflexivpronomen

Genus, Kasus & Numerus von Reflexivpronomen

Du kannst Reflexivpronomen deklinieren (beugen). Das heißt, Du kannst sie anpassen an das Geschlecht, die Anzahl und den grammatischen Fall des Nomens. Dabei gibt es allerdings eine Besonderheit, wie die folgende Tabelle zeigt.

KasusSingularPlural

1. Person
Ich
2. Person
Du
3. Person
er/sie/es
1. Person
wir

2. Person
ihr

3. Person
sie
Nominativ------
Genitiv------
Dativmirdirsichunseuchsich
Akkusativmichdichsichunseuchsich

Zwar gibt es im Deutschen vier Fälle – Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ. Die Reflexivpronomen stehen jedoch nur im Dativ oder Akkusativ.

Meistens steht das Reflexivpronomen im Akkusativ. Nutzt das Verb allerdings eine Dativ- oder Akkusativ-Ergänzung, verwendest Du das Reflexivpronomen im Dativ.

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Merke

Gibt es ein Objekt, benutzt Du den Akkusativ – gibt es zwei Objekte, verwendest Du den Dativ.

Außerdem gibt es Verben, die die Verwendung des Dativs zwingend erfordern, zum Beispiel sich schaden, sich behelfen oder sich wehtun. 

Beispiele für Reflexivpronomen im Akkusativ

Schauen wir uns ein paar Beispiele für Reflexivpronomen im Akkusativ an.

  • Ich wasche mich.
  • Du ziehst Dich an.
  • Ich stoße mich.
  • Du kämmst Dich.

Beispiele für Reflexivpronomen im Dativ

Kommt ein weiteres Objekt dazu, setzt Du das Reflexivpronomen in den Dativ.

  • Ich wasche mir das Gesicht.
  • Du ziehst Dir eine Jacke an.
  • Ich stoße mir den Arm.
  • Du kämmst Dir die Haare.

Es gibt aber auch Verben, die immer den Dativ erfordern, zum Beispiel sich schaden: 

  • Ich schade mir.
  • Du schadest Dir.

Verwendung von Reflexivpronomen im Satz

In der Regel steht ein Reflexivpronomen nah am Subjekt. Die folgenden Beispiele zeigen Dir, welche Stellung Subjekt und Reflexivpronomen im Satz haben können.

  • Ich kaufe mir ein Auto.

Das Subjekt ich steht am Anfang des Satzes, das Reflexivpronomen mir steht direkt hinter dem Verb kaufe. 

  • Gestern Abend habe ich mir eine Pizza gebacken.

Das Reflexivpronomen mir steht direkt hinter dem Subjekt ich.

  • Ich habe mich sehr geärgert.

Hier steht das Reflexivpronomen mich direkt hinter dem Hilfsverb habe, mit dem das Perfekt gebildet wird. 

Kein Reflexivpronomen ohne Verb: reflexive und reziproke Verben

Du verwendest Reflexivpronomen immer im Zusammenhang mit einem Verb. Das kann  entweder ein reflexives Verb sein oder ein reziprokes Verb. Wie diese sich unterscheiden, schauen wir uns genauer an:

Beispiele für reflexive Verben:

  • sich anziehen, sich waschen, sich verstecken

→ Ich verstecke mich vor meinen Geschwistern. 

→ Mein Bruder wäscht sich.

→ Du siehst Dich im Spiegel.

Reziproke Verben verwendest Du, um eine gemeinsame oder wechselseitige Handlung zu beschreiben. Das heißt, dass es mindestens zwei Subjekte gibt.

Beispiele für reziproke Verben:

→ sich treffen, sich mögen, sich verabreden

→ Wir treffen uns nachmittags auf dem Fußballplatz.

→ Meine Schwester und mein bester Freund mögen sich sehr.

→ Meltem, Ozan und Leon haben sich für heute Abend verabredet.

Zusammenfassung

Reflexivpronomen sind rückbezügliche Fürwörter. Sie verweisen auf das Subjekt im Satz.

Die Reflexivpronomen in der deutschen Sprache sind: mir, mich, dir, dich, sich, uns, euch, sich.

Du kannst Reflexivpronomen deklinieren. Sie stehen im Dativ oder Akkusativ. Du verwendest Reflexivpronomen mit reflexiven oder reziproken Verben. 

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