Proteine: Aufbau und Bedeutung
Aufbau: Proteine sind Eiweiße, die aus Aminosäuren bestehen. Aminosäuren bestehen hauptsächlich aus Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff und manchmal aus Schwefel. Die Anzahl an Aminosäuren bestimmt die Benennung. Zwei Aminosäuren bilden ein Peptid, 10 Aminosäuren sind Oligopeptide, mehr als 10 Aminosäuren werden Polypeptide genannt und bei mehr als 50 Aminosäuren spricht man von Proteinen. Proteine sind für den Körper unerlässlich. Es gibt drei Arten von Proteinen, die für den menschlichen Körper wichtig sind. Die essentiellen Aminosäuren Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin müssen mit der Nahrung aufgenommen werden, da der Körper diese nicht selbst herstellen kann. Nicht-essentielle Aminosäuren, wie z.B. Glutaminsäure, stellt unser Körper selbst her. Dann gibt es noch die bedingt essentiellen Aminosäuren, wie z.B. Histidin, Tyrosin und Cystein. Diese werden normalerweise vom Körper selbst hergestellt und in manchen Fällen müssen die mit der Nahrung aufgenommen werden (Schwangerschaft, Wachstum).
Proteine werden in der Proteinbiosynthese während der Translation gebildet. An den Ribosomen wird der zuvor im Zellkern hergestellte MRNA Abschnitt gemäß der Basensequenz in Aminosäuren übersetzt. Diese Aminosäuren verbinden sich unter Wasserabspaltung zu Peptiden. Mehrere Polypeptide miteinander verbunden ergeben ein Protein.
Bedeutung: Proteine sind an vielen Prozessen im menschlichen Körper beteiligt, so z. B. Stoff- und Energiestoffwechsel, Fortpflanzung usw. Sie sind wesentlich an der Entstehung von Zellen beteiligt. Hier einige Beispiele: Actin und Myosin-> Muskelkontraktion
Hämoglobin-> Sauerstoffbindung- und Transport im Blut
Kollagen-> Knochen, Knorpel, Bindegewebe
Keratin-> Bestandteil von Haaren, Nägeln, Haut
Schwierigkeitsgrad 1
Arbeitsblatt-Nr. 11699
