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Sprachwissen — System Sprache

Sprache unterliegt immer einem bestimmten System. So gelten bei der Verwendung von Sprache bestimmte grammatikalische Regeln. Ferner soll Sprache eine bestimmte Funktion erfüllen..

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Sprache als System

Die Vorstellung, dass die Sprache ein Systemabbildet, ist noch relativ jung. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts arbeiten die Linguisten (Sprachwissenschaftler) vor allem historisch-vergleichend. Das bedeutet, dass sie ihren Fokus vermehrt auf einzelne Aspekte der deutschen Sprache, wie zum Beispiel auf die Genese (Entstehung) und die geschichtliche Bedeutungsveränderung einzelner Wörter, legen. Dass die Sprache ein holistisch-ganzheitliches System darstellen könne, wurde nicht in Betracht gezogen. Das Deutsche Wörterbuch von den Brüdern Jacob und Wilhelm Grimm ist eines der bekanntesten Werke mit einem derartigen (historisch-vergleichenden) sprachlichen Schwerpunkt. Zusammen mit 80 Mitarbeitern tragen sie 600.000 Belege zu den einzelnen Wörtern des deutschen Wortschatzes zusammen, wobei sie bis zu ihrem Tode gerade einmal die Artikel zu den Buchstaben A, B, C und D fertiggestellt haben.

1)      Die moderne Sprachwissenschaft

Die linguistischen Theorien des Genfer Sprachwissenschaftlers Ferdinand de Saussure (1857–1913) dürfen als der symbolische Beginn der modernen europäischen Sprachwissenschaft angesehen werden. In seinen Werken beschäftigt er sich mit den Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft. Basierend auf diesen Erkenntnissen wird die Sprache als System von Zeichen betrachtet, wobei Sprachzeichen die kleinsten, selbstständig isolier- und kombinierbaren Einheiten der Sprache darstellen. Neben einzelnen Lauten und Wortsilben dürfen auch Wörter als solche Sprachzeichen charakterisiert werden. Ein Sprachzeichen besteht aus zwei verschiedenen Ebenen: Zum einen beinhaltet es die Laut- oder Ausdrucksseite, also wie man etwas ausspricht, zum anderen die Inhalts- oderBedeutungsebene. Das Sprachsystem baut auf einer Kombination jener Sprachzeichen auf, wobei die Zeichen in zwei Beziehungen zueinander stehen. Die syntagmatische Beziehung beschreibt die Rolle oder Funktion der einzelnen Elemente in Bezug auf die vorherigen und auf die nachfolgenden Sprachzeichen. Beziehungen auf der pragmatischen Ebene bilden einzelne Wörter zu denjenigen Wörtern, durch welche sie ausgetauscht werden könnten, ohne die syntagmatische Beziehung der Einheiten zu verändern; dies ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Nomen durch ein anderes in einem Satz ersetzt wird.

2)      Die Beschreibungsebenen des Sprachsystems

Das Sprachsystem lässt sich aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten, wobei jeweils ein anderer spezifischer Teil der Sprachebeleuchtet wird.

Die Phonologie und die Phonetik stellen zusammen die Lautlehre einer Sprache dar. Bei der Phonologie handelt es sich um ein Teilgebiet der Sprachwissenschaft, das sich mit der Funktion der Laute in einem Sprachsystem beschäftigt. Es wird untersucht, welche Anteile des menschlichen Lautbildungspotenzials in einzelnen Sprachen genutzt werden. Die Phonetik erforscht die Erzeugung (artikulatorisch), Übermittlung (akustisch) und den Empfang (auditorisch) von Sprachlauten.

Ein weiterer Teilbereich einer Sprache, der genauer untersucht werden kann, ist die Morphologie. Sie ist ein Teilgebiet der Grammatik und kann auch als Formlehre bezeichnet werden. Hierbei befasst man sich mit der Formbildung der Wörter. Das bedeutet, dass näher betrachtet wird, wie ein Wort dekliniert (Veränderung eines Wortes, angepasst an den Fall [z. B. Nominativ, Dativ etc.], an die Zahl [Singular/Einzahl vs. Plural/Mehrzahl] und an das Geschlecht eines Wortes [Maskulinum, Femininum, Neutrum]), konjugiert (Abwandlung eines Verbs in seinen grammatikalischen Formen) und gesteigert (Komparation) wird.

Bei der Lexikologie handelt es sich streng genommen nicht um eine eigene sprachliche Betrachtungsebene, da ihre Untersuchungsaspekte auch der Morphologie zugeordnet werden können. Untersucht werden Auffälligkeiten im Wortschatz, etwa die Verwendung von Stilmitteln und Fremd- und Fachsprachen, im Rahmen der Textanalyse und der Textinterpretation.

Die Syntax beschäftigt sich mit der systematischen Verknüpfung einzelner Wortelemente, welche die Basis der Satzsynthese (Entstehung eines Satzes) darstellt. Dabei wird die Funktion von Satzgliedern untersucht und beschrieben; zudem wird unterschieden, ob es sich bei einem Satz um Satzreihen aus Hauptsätzen (Parataxe) oder um komplexe Satzgefüge aus Haupt- und Nebensätzen (Hypotaxe) handelt.

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