Weimarer Klassik – online lernen

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Literaturgeschichte — Weimarer Klassik

Jede literarische Epoche war durch bestimmte Denkhaltungen und gesellschaftliche Ereignisse geprägt. Was zu dieser Zeit wichtig war, welche rhetorischen und stilistischen Mittel benutzt wurden, zeigen wir dir auf dieser Seite..

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Weimarer Klassik

Allgemeines:

Die Weimarer Klassik ist dem Zeitraum von 1786 bis 1805 (Schillers Todesjahr) bzw. bis 1832 (Goethes Todesjahr) zuzuordnen. Eine genaue Datierung einer Epoche ist immer schwierig, da sie nicht von heute auf morgen entsteht und auch Nebenströmungen parallel verlaufen. Die Bezeichnung jener Epoche als „Weimarer Klassik“ beruht auf folgenden Gründen: Die Hauptautoren der Klassik waren Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller, sie beide wurden nach Weimar berufen und gingen dort ihrer literarischen Tätigkeit nach. Des Weiteren stammt das Wort „Klassik“ von dem lateinischen Begriff „classicus“ ab und bedeutet „Bürger erster Klasse“. Heutzutage verbindet man den Ausdruck „Klassik“ mit etwas, das zeitlos gültig, überragend und vorbildhaft ist, beziehungsweise mit einer Orientierung an antiken Stil- und Formmustern. Die Weimarer Klassik ist vor allem von den drei Werten „Freiheit, Brüderlichkeit und Einigkeit“ aus der Französischen Revolution geprägt, die fast zeitgleich ihren Anfang nahm. Es herrschten die Idealvorstellungen der Menschlichkeit und Toleranz. Das Schöne und Gute sollte gewahrt werden, sowohl Körper und Geist als auch Mensch und Natur sollten in Harmonie zueinander stehen.

Themen und Motive der Literatur:

Kunst und Literatur galten als Erziehungsmethode der Menschen, sie wurden als Mittel gesehen, um deren Menschlichkeit und Ästhetik zu fördern (Kunst als Mittel, den einzelnen Menschen zu erreichen und zu verändern anstatt das System mittels Revolution umzuwälzen). Hauptthemen dieser Epoche sind die Ordnung der menschlichen Gesellschaft, die Gesetzlichkeit des Lebens und die sittliche Verantwortung des Menschen. Das Ziel der Künstler bestand darin, den Bürgern zu zeigen, dass der Mensch edel, hilfreich und gut sei. Sie sprechen von der „Charakterschönheit“ und der „schönen Seele“ des Menschen. Das Ideal der „schönen Seele“ wird erreicht, wenn Neigungen und Pflichten sich in einem harmonischen Gleichgewicht befinden und der Mensch nach moralischen Vorstellungen handelt. Ein Beispiel für eine solche „schöne Seele“ findet man in Goethes „Iphigenie“: Ihr ethisches Handeln ist ein Ausdruck reiner Menschlichkeit und wird zum Vorbild für andere Figuren.



 

Die literarischen Gattungen:

Das Einhalten von Maß, Ordnung, Symmetrie und Form stand bei den verschiedenen künstlerischen Gestaltungen im Vordergrund. Wichtig war die naturgemäße Darstellung der Welt, die der Schönheit nicht widersprechen durfte. Von großer Bedeutung in der Weimarer Klassik war die Lyrik, charakteristisch sind eine geschlossene Form und die häufige Verwendung von Reimschemen und Rhythmen. Weitere literarische Formen dieser Zeit sind der Bildungsroman, das Ideendrama, das Charakterdrama, die Ode (ein feierliches Gedicht, die Hymne, ein feierlicher Lob- und Preisgesang) und die Ballade (mehrstrophiges Gedicht in erzählender Form).

Historischer Kontext:

Großen Einfluss auf die literarischen Geschehnisse dieser Epoche hatten zum einen die Französische Revolution und die terroristische Herrschaft der Jakobiner, zum anderen die Philosophie von Immanuel Kant, der die Erkenntnisfähigkeit des Menschen untersuchte.

Wichtige Literatur der Epoche:

•        Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832):

§  Iphigenie auf Tauris (1787)

§  Faust, ein Fragment (1790)

§  Wilhelm Meisters Lehrjahre (1795/96)

§  Hermann und Dorothea (1797)

§  Faust I (1806)

§  Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit (1811/14)

§  West-östlicher Divan (1819)

§  Urworte. Orphisch (1820)

§  Wilhelm Meisters Wanderjahre (1821)

§  Faust II (1831)

•        Friedrich von Schiller (1759–1805)

§  Don Carlos, Infant von Spanien (1787)

§  Die Götter Griechenlands (1788)

§  Über die ästhetische Erziehung des Menschen, in einer Reihe von Briefen (1795)

§  Über naive und sentimentale Dichtung (1795/96)

§  Das Lied von der Glocke (1797)

§  Wallenstein (1798/99)

§  Maria Stuart (1800)

§  Wilhelm Tell (1804)

•        Johann Gottfried Herder (1744–1803)

§  Briefe zur Beförderung der Humanität (1793–97)

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