Naturalismus – online lernen

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Literaturgeschichte — Naturalismus

Jede literarische Epoche war durch bestimmte Denkhaltungen und gesellschaftliche Ereignisse geprägt. Was zu dieser Zeit wichtig war, welche rhetorischen und stilistischen Mittel benutzt wurden, zeigen wir dir auf dieser Seite..

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Literaturgeschichte: Naturalismus

Allgemeines:

Der Naturalismus ist eine literarische Strömung, die sich in den Zeitraum zwischen 1870 und 1900 einordnen lässt. Als literarische Strömung hatte sich der Naturalismus in ganz Europa etabliert und kann als Gegenströmung zum poetischen Realismus betrachtet werden. Der Naturalismus hatte das Ziel, die empirisch fassbare Wirklichkeit naturgetreu darzustellen und auf die subjektive Deutung von Wirklichkeit durch den Künstler/Dichter zu verzichten.

Historischer Hintergrund:

Die Industrialisierung Europas brachte nicht nur technischen Fortschritt mit sich. Die Städte vergrößerten sich immer schneller, und durch die Ausdehnung des Proletariats (Arbeiterklasse, die unter sehr schlechten Bedingungen arbeiten musste und nur geringen Lohn erhielt) verarmten immer größere Teile der Bevölkerung und waren dem Elend und Hunger ausgesetzt. Der Naturalismus entstand aus der Empörung der Schriftsteller über das bisherige bürgerliche Verständnis von Literatur. Sie kritisierten den poetischen Realismus, der die Wirklichkeit verklären und dadurch abmildern würde. Die Naturalisten hingegen wollten die brutale Wirklichkeit des Großstadtlebens schonungslos darstellen.

Themen und Motive des Naturalismus:

Die Poetik der naturalistischen Dichter orientierte sich stark an dem naturwissenschaftlichen und technischen Stand der Zeit. Es galt, einen präzisen und objektiven Blick auf die Realität zu werfen und sie ohne subjektive Verklärung abzubilden. Literatur hatte rational, objektiv und klar bestimmbar zu sein. Die Dichter interessierten sich nun mehr für bisher tabuisierte Themen wie beispielsweise die Lebensbedingungen der Unterschicht, Ausbeutung, Alkoholismus oder auch Prostitution. Da der Fokus der Dichter darauf lag, eine besonders präzise Abbildung der Realität zu geben, haben die meisten Erzählungen dokumentarischen Erzählcharakter, der durch die Technik des Sekundenstils erzielt wurde. Der Sekundenstil ist eine Technik, bei der versucht wird, die Erzählzeit mit der erzählten Zeit deckungsgleich zu gestalten. Alle Details werden aufgegriffen und wie in einem Protokoll wiedergegeben. Ziel war es, dem realen Ablauf des Geschehens so nahe wie möglich zu kommen.



Der deutsche Naturalismus:

Der deutsche Naturalismus wurde stark von französischen, russischen und skandinavischen Autoren beeinflusst. Émile Zola, der vor allem durch seine Beobachtungen von sozialen Milieus in Frankreich bekannt geworden war, fand große Beachtung bei den deutschen Dichtern. Aber auch russische Schriftsteller wie Fjodor Dostojewski oder Lew Tolstoi, die vorwiegend psychologische Romane schrieben, prägten den deutschen Naturalismus.

Die literarischen Gattungen:

In Deutschland gelang dieser literarischen Strömung vor allem durch gesellschaftskritische Dramen der Durchbruch. Autoren brachten vorwiegend das Leben der Unterschicht auf die Bühne und verfolgten die Absicht, soziale und psychische Mechanismen bloßzulegen und zu analysieren.

Dramen:

§  Gerhart Hauptmann

o   Vor Sonnenaufgang (1889)

o   Die Weber (1892)

o   Der Biberpelz (1893)

§  Johannes Schlaf

o   Meister Oelze (1892)

§  Arno Holz

o   Die Familie Selicke (1890)

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