Expressionismus – online lernen

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Literaturgeschichte — Expressionismus

Jede literarische Epoche war durch bestimmte Denkhaltungen und gesellschaftliche Ereignisse geprägt. Was zu dieser Zeit wichtig war, welche rhetorischen und stilistischen Mittel benutzt wurden, zeigen wir dir auf dieser Seite..

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Literaturgeschichte: Expressionismus

Allgemeines:

Der Begriff „Expressionismus“ (lat.: expressio – Ausdruck) wurde ursprünglich als Stilbegriff für die bildende Kunst verwendet und erst später auf die Literatur übertragen. Heute versteht man unter deutschem Expressionismus einen Sammelbegriff für die unterschiedlichen literarischen Strömungen, die sich zwischen 1910 und 1920 entwickelt haben und an die Stilrichtungen Naturalismus, Symbolismus, Impressionismus, Neuromantik und Jugendstil anknüpfen. Da der Expressionismus in sehr unterschiedlichen Ausprägungen auftritt, ist der Begriff als Epochenbegriff umstritten, lässt sich aber als Stilmerkmal auf verschiedene Werke anwenden.

Themen und Motive der expressionistischen Literatur – das rasende Leben:

Die junge Generation des beginnenden 20. Jahrhunderts war geprägt von einem apokalyptischen Lebensgefühl, welches sich vor allem aus den traumatischen und katastrophalen Erfahrungen des 1. Weltkrieges entwickelt hatte. Aber auch die Angst vor der zunehmenden Industrialisierung, die Mechanisierung des Lebens und die dadurch in Gefahr geglaubte menschliche Existenz, führte zu diesem verstörten Weltbild. Die Menschen dieser Gesellschaft fühlten sich von der bestehenden autoritären Gesellschaftsstruktur des wilhelminischen Reiches, dem Nationalismus und dem zunehmenden Kapitalismus in ihrer Menschlichkeit bedroht. Das Gefühl, dass die Gesellschaft rasend schnell auf die als „Abgrund“ empfundene moderne Zivilisation zusteuerte, fand auch Ausdruck in der Literatur. Tod, Verfall, Selbstmord, Hinrichtung und Wahnsinn sind wichtige Motive dieses Stils.



 

Die literarischen Gattungen:

Der Expressionismus war vorwiegend von der Lyrik geprägt: Diese Gattung galt den Autoren der Zeit als das geeignete Medium, um ihre Gedanken, Ängste und Forderungen auszudrücken. Der sprachliche Stil ist gekennzeichnet von Ironie, Neologismen, Darstellung des Hässlichen und Deformierten, Konnotationen und Metaphern. Gerade die Stilfiguren Parataxe und Ellipse, die in Kombination mit Wortfetzen verwendet werden, dienen dazu, ein zerrüttetes Weltbild darzustellen, in dem es einem Individuum nicht mehr möglich ist, die zerstörte Welt (Realität) zu einem Ganzen zu verbinden. Des Weiteren finden sich häufig Personifikationen von Naturgewalten, Städten, Staat oder dem Krieg. Weitere Gattungen der expressionistischen Literatur sind die Erzählprosa und das Drama. Expressionistische Theaterstücke zeichnen sich vor allem durch schwach verknüpfte Bilderfolgen, lange Monologe und typisierte Figuren aus, die keine Individualität besitzen und teilweise übersteigert und grotesk dargestellt werden. Weitere Merkmale sind die oftmals zeitlosen Kostüme und das abstrakte Bühnenbild.

Bekannte Autoren und Werke des Expressionismus:

•        Gottfried Benn (1886–1956):

§  Gehirne. Novellen, 1916

§  Fleisch. Gesammelte Gedichte, 1917

•        Jakob von Hoddis (1887–1942):

§  Weltende. In: Menschheitsdämmerung. Lyrikanthologie, 1919

•        Yvan Goll (1891–1950):

§  Requiem. Für die Gefallenen von Europa, 1917

§  Die Unterwelt. Gedichte, 1919

•        Alfred Döblin (1878–1957)

§  Die Ermordung einer Butterblume und andere Erzählungen, 1913

•        Georg Heym (1887–1912)

§  Der Dieb, 1913

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