Handlung, Figuren, Kontext epischer Text – online lernen

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Epische Texte analysieren — Handlung, Figuren, Kontext

Epische Texte sind oft komplex aufgebaut. Wie du z. B. Zusammenhänge zwischen Handlungen und Figuren erkennst, wird dir hier gezeigt..

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Handlung, Figuren, Kontext

1)      Handlungsaufbau und verschiedene Handlungsarten

Das Drama besteht auf fünf verschiedenen Akten, die jeweils eine andere Funktion erfüllen. Der erste Akt wird als Exposition bezeichnet. In der Exposition wird die Vorgeschichte geschildert, die verschiedenen Protagonisten werden eingeführt und vorgestellt. Es findet die Darstellung der Verhältnisse statt, sodass der Zuschauer verstehen kann, wie es zu der Entwicklung des Konflikts kommen konnte. In dem zweiten Akt, auch als steigende Handlung betitelt, entwickelt sich der Konflikt, der im dritten Akt zum Höhepunkt kommt und sich voll entfaltet. Oft ist der Höhepunkt auch dem Wendepunkt (=Peripetie) im Drama gleichzusetzen, die Handlung nimmt an dieser Stelle eine unvorhersehbar Wendung an. Eine fallende Handlung wird im vierten Akt beleuchtet. Es erscheint zunächst so, dass diese in dem Ende der Handlung mündet. Das Ende der Handlung wird aber aufgrund eines Geschehnisses hinausgezögert, sodass noch einmal Spannung im Drama aufgebaut wird. Die dramatische Handlung wird im fünften Akt abgeschlossen. Die Tragödie endet in einer Katastrophe, die Komödie hingegen in einem glücklichen Ende. (Darstellung des Handlungsaufbaus des traditionellen Dramas nach Gustav Freytag, 1863).

Darüber hinaus kann zwischen verschiedenen Arten von Handlungen unterschieden werden. Die äußere Handlung beinhaltet das Geschehen auf der Bühne oder auf anderen Handlungsplätzen.  Vorgänge und Entwicklungen, die sich innerhalb der Protagonisten vollziehen, sind Teil der inneren Handlung. Für den Zuschauer sichtbare Aktivitäten sind offene Handlungen. Geschehnisse, die nicht direkt beobachtbar sind und über die Gespräche und Monologe der Protagonisten erschlossen werden, sind verdeckte Handlungen.

2)      Figuren

Die Gestaltung der Figuren im Drama ist abhängig davon, ob es sich um eine Haupt- oder Nebenfigur handelt. Hauptfiguren besitzen in der Regel komplexe Charaktereigenschaften, sie haben ein unverwechselbares Schicksal und beeinflussen entscheidend den Verlauf der Geschehnisse durch ihr Handeln. Ihre Individualität spiegelt sich in einer eigenen Sprache wider. Nebenfiguren sind Teil des Dramas, um den Fortgang der Handlung auf eine bestimmte Art zu beeinflussen, ihre Persönlichkeit ist zumeist auf einen ganz bestimmten Charakterzug reduziert. Bei Nebenfiguren kann man auch von Typensprechen.

Auch die Art der Gestaltung einer Dramenfigur ist variabel. Eine Figur kann dynamisch oder statisch sein, sie entwickelt sich also während des Handlungsverlaufs  oder auch nicht. Bei einer Figur kann es sich um einen Charakter (komplexe Persönlichkeit) oder einem Typus(ein Charakterzug) handeln. Des Weiteren kann zwischen offen (sein Verhalten ist nachvollziehbar) und geschlossen (Handeln der Person ist rätselhaft) angelegten Personen unterschieden werden.

 Zu guter Letzt wird zwischen verschiedenen Figurenkonstellationen unterschieden, also der Art und Weise, wie und welche Figuren miteinander interagieren. Die häufigste Konstellation besteht aus einem Helden, dem Protagonisten und einem Gegenspieler, dem Antagonisten. Ihr gegenseitiges Agieren und Reagieren treibt die Handlung voran. Auch eine Dreieckskonstellation an Protagonisten ist häufig anzutreffen, es interagieren also drei Figuren miteinander. Ein alleiniger Held als Zentralfigur ist eher selten.

Die Figuren des Dramas können direkt durch äußere Merkmale wie Aussehen und Kleidung, innere Merkmale (Eigenschaften und Einstellungen), durch ihren sozialen Stand, per Äußerungen anderen Figuren und durch eigene Äußerungen charakterisiert werden.  Eine indirekte Charakterisierung findet mittels Sprache und Sprechweise des Protagonisten statt. Seine Handlungsweisen und der Vergleich mit anderen Kontrastfiguren erlauben einen Rückschluss auf seine Persönlichkeit. 

3)      Kontext

Die Schauplätze im Drama wechseln je nachdem welche Funktion oder Bedeutung sie erfüllen sollen. Der Raum, in dem die Handlung stattfindet, nennt man Handlungsraum. Der soziale Raum ist die soziale Umwelt des Protagonisten, die seinen gesellschaftlichen Lebensstil wiederspielt. Das soziale Milieu ist die soziale Umwelt, die das Denken, Sprechen Fühlen und Handeln der Figur prägt und beeinflusst. Weiter kann man zwischen Stimmungs- und Symbolraum unterscheiden.  Der Stimmungsraum veranschaulicht die Stimmung der Figuren oder die Grundstimmung im Stück. Die Verwendung von bedeutsamen Bildern, also Symbolen, ist dem Symbolraum zuzuordnen. Symbole werden verwendet, um auf einen bestimmten Umstand verweisen zu können.

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