Drama Merkmale – online lernen

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Dramatische Texte — Merkmale

Jede Textgattung unterliegt spezifischen Merkmalen und Eigenschaften. Worauf du achten solltest, zeigen wir dir auf dieser Seite..

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Dramatische Texte – Merkmale

Das Drama ist die Darstellung eines konfliktreichen Geschehens durch die handelnden und sprechenden Figuren. Es kann in Form von Fiktionund Simulation präsentiert werden. Die Fiktion ist das Drama in schriftlicher Textform, die Simulation ist das Schauspiel auf der Bühne, bei dem die Geschehnisse körperlich erlebbar werden. Der Simulation auf der Bühne sind viel engere Grenzen gesetzt als dem Nachvollziehen der fiktiven (erfundenen) Handlung durch den Leser, der seiner Fantasie freien Lauf lassen kann. Insgesamt soll der Eindruck erweckt werden, es handle sich um die Darstellung eines realen Geschehens.

Bei dramatischen Texten findet zwischen der fiktiv dargestellten Welt und dem Leser keine Vermittlung durch einen Erzähler, wie es bei Prosatexten der Fall ist, statt. Lediglich im Nebentext (Titel, Personenverzeichnis, Regieanweisungen) kommt der Autor und nicht die Figuren des Dramas zu Wort.

Aufgrund vielfältiger Handlungen und Geschehnisse werden Dramen in der Regel in Akte, Szenen oder Bilder eingeteilt. Ein Akt ist ein abgeschlossener Handlungsabschnitt, er wird durch das Auf- und Zuziehen des Vorhangs verdeutlicht. Die Szene ist eine Untereinheit des Aktes und zeichnet sich durch das Auf- und Abtreten von bestimmten Personen aus. Das Bild findet sich im modernen Drama wieder: Das Drama ist nicht klar in Akte gegliedert, sondern besteht aus der Aneinanderreihung von Bildern.

Des Weiteren kann zwischen Tragödien und Komödien(eigenes Video) und zwischen offenen und geschlossenen Dramen (auch eigenes Video) unterschieden werden.

Die meisten Dramen gestalten sich nach dem Handlungsaufbau nach Gustav Freytag in fünf Akten (eigenes Video).

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Die klassische Dramenform

Die klassische Dramenform wird auch als geschlossene Form bezeichnet und besteht aus fünf Akten.
Ein wichtiges Merkmal dieser Dramenform ist der pyramidale Aufbau des Stücks, welcher den einzelnen Akten ihre Funktion im Drama zuweist.

Abbildung 1 - Dramatische Texte Das Klassische Drama
Abbildung 1 - Dramatische Texte Das Klassische Drama
 


Der Aufbau der klassischen Dramenform

- Der 1. Akt: Die Einleitung (Exposition) gibt Aufschluss über Ort und Zeit, die handelnden Figuren sowie die Ausgangssituation, aus der heraus die Figuren agieren. Der Konflikt wird angedeutet und entsteht entweder aus einem wichtigen Ereignis oder aus einer Entscheidung des Helden. Diese Entscheidung wird auch erregendes Momentgenannt.

- Der 2. Akt: Das im 1. Akt angedeutete Moment entfaltet sich nun und die Handlung entwickelt sich. Der Spannungsbogen steigt an.

- Der 3. Akt: Auf dem Höhepunkt (Klimax) des Dramas treffen die gegensätzlichen Meinungen und Ansichten aufeinander. Es kommt zur Umkehr der Handlung (Peripetie) mit Hinweis auf das Ende des Dramas. Der Held einer Tragödie befindet sich an seinem Höhepunkt und entwickelt sich in Richtung seines Untergangs. Der Held der Komödie hat seinen Tiefpunkt erreicht und entwickelt sich nun in Richtung seines Aufstiegs. Bei einer Tragödie läuft die Handlung nun auf eine Katastrophe hinaus. Das tragische Moment weist auf die Unausweichlichkeit dieser Katastrophe hin, indem gezeigt wird, dass jede Entscheidung des Helden zu eben dieser Katastrophe führt. Eine Komödie hingegen findet immer zu einem glücklichen Ende.

- Der 4. Akt: Die Handlung verlangsamt sich und wird durch Figuren und Verwicklungen hingehalten. Das verzögernde (retardierende)Moment wird eingesetzt, um vor dem Ende noch einmal die größtmögliche Spannung zu erzeugen.

- Der 5. Akt: Der sich im 4. Akt noch einmal zugespitzte Konflikt wird gelöst. Die Tragödie endet hier in einer Katastrophe (Fall des Helden) und die Komödie endet komisch und findet ein glückliches Ende. Komödie und Tragödie unterliegen demnach dem gleichen Aufbau, unterscheiden sich aber bei der Lösung des Konflikts.


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Die epische Dramenform

Die epische Dramenform, auch offene Form des Dramas genannt, hat sich im 20. Jahrhundert als bewusste Abwendung vom klassischen Theater entwickelt. Der Begriff „Episches Theater“ wurde von Bertolt Brecht geprägt und steht für eine Dramenform, die sich nicht mehr an die strenge Form des klassischen Dramas (geschlossene Form) hält und den Zuschauer dazu anhält, sich mit dem Handlungsgeschehen auseinanderzusetzen und sich eine Meinung zu bilden.

Merkmale des offenen Dramas

- Keine einheitliche Handlung, sondern überwiegend Handlungsabfolgen, die aus einzelnen Episoden zusammengesetzt werden. Es gibt keine Exposition und das Drama wird nicht von einem roten Faden durchzogen und zusammengehalten.
- Offener Aufbau und Komposition. Keine Gliederung in Einleitung, Höhepunkt und Katastrophe. Dem Held steht kein gleichwertiger Gegner gegenüber, kein klarer Anfang und Schluss. Das Stück wird eher durch Leitmotive bestimmt als von einem Hauptkonflikt.
- Es herrscht eine Vielfalt von Ort, Zeit, Handlung und Figuren.
- Das offene Drama kann verschiedene Sprachebenen enthalten: Alltagssprache, spontane Rede, Parataxen, Hypotaxen, Ellipsen etc.

Funktion der epischen Dramenform




Das epische Theater verbindet die beiden literarischen Gattungen der Epik und des Dramas. Das Theaterstück wird mit Elementen aus der erzählenden Literatur verbunden und zu einer neuen Form von Theater entwickelt. Der deutsche Lyriker und Dramatiker Bertolt Brecht (1898–1956) war maßgeblich an diesem experimentellen Umgang mit dem klassischen Theater beteiligt. Das klassische Drama beschäftigte sich hauptsächlich mit der Darstellung von illusionistischen Räumen (Scheinrealitäten) und der tragischen Entwicklung von Einzelschicksalen (Tristan und Isolde, Romeo und Julia, Antigone etc.). Das epische Theater wollte weg von den strengen Regeln des klassischen Dramenaufbaus und deren Themen. Das Publikum sollte nicht mehr nur mit den Figuren und ihren Konflikten mitleiden, sondern es sollte sich mit dem Gezeigten selbst auseinandersetzen und sich ein Bild machen. Die neuen Themen des epischen Theaters waren sehr dicht am gesellschaftlichen Leben angesiedelt und sollten dem Publikum Konflikte vorführen, die wichtige Gesellschaftsfragen aufwerfen. Zu den Themen des epischen Dramas zählten Revolution, Krieg, Wirtschaft, soziale Ungleichheit etc. Ziel war es, durch das Drama politische und gesellschaftliche Veränderungen in Gang zu setzen.

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