Ein Wortfeld bezeichnet eine Gruppe von Wörtern mit ähnlicher Bedeutung und gleicher Wortart. Was das konkret bedeutet, erfährst du hier.
Je nachdem, welche Sorte von Text (Sachtext, Bericht, Märchen, Nacherzählung) man verfassen möchte, benötigt man passende Wörter, die zu dem Stil der Textsorte passen. Um sich in den verschiedenen Situationen richtig und verständlich auszudrücken, ist es wichtig, über einen großen Wortschatz zu verfügen. Ein großer Wortschatz hilft nicht nur sich einem bestimmten Stil anzupassen, sondern auch dabei, sich beim Erzählen einer Geschichte nicht ständig zu wiederholen. Man kann aktiv an seinem Wortschatz arbeiten, indem man sich bewusst mit seinen Ausdrucksmöglichkeiten auseinandersetzt.
Wortfelder
Das Arbeiten mit Wortfeldern ermöglicht es noch vor dem Schreiben einer Geschichte anschauliche und unterschiedliche Wörter zu einem Thema zu sammeln. Wie bei einer Mindmap denkt man sich zu einem Thema Wörter aus, nur das der Fokus beim Erstellen eines Wortfeldes darauf liegt, Wörter zu finden, die sich möglichst vielen Wortarten (Substantive, Verben, Adjektive etc.) zuordnen lassen.
Beispiel am Wortfeld „Klassenfahrt“:
Unterkunft (Substantive) | Programmpunkte der Klassenfahrt (Substantive) | Freizeitgestaltung (Verben) | Die Freizeitgestaltung ist (Adjektive) |
Jugendherberge, Bungalowpark, Zeltplatz, Reiterhof, ... | Frühstück, Mittagessen, Schnitzeljagd, Ausflüge, Wanderung, ... | wandern, erkunden, sich unterhalten, spielen, übernachten, ... | aufregend, anstrengend, interessant, lustig, abwechslungsreich, ... |
Synonyme
Damit man sich in einem Text nicht ständig wiederholen muss, greift man zu Synonymen. Ein Synonym ist ein Wort, welches die gleiche oder eine ähnliche Bedeutung hat wie ein anderes Wort.
Beispiele: nett – freundlich; bunt – farbenfroh; Haus – Gebäude; sprechen – sagen
Ein Text wird besonders abwechslungsreich, wenn man viele Synonyme benutzt. Ein Wort kann viele Synonyme besitzen, die im Kern das Gleiche bedeuten, dem Bezeichneten jedoch einen anderen Stil geben können.
sagen | Gehen | Auto | |||
sprechen | labern | Laufen | spazieren | Fahrzeug | Pkw |
reden | erzählen | humpeln | schlendern | Karre | Wagen |
Beim Verfassen eines Textes muss man auf die Stilebene achten. Während Fahrzeug oder Pkw neutrale Bezeichnungen für ein Auto sind, so sind Karre und Wagen umgangssprachlich und dürfen beispielsweise nicht in einem Bericht verwendet werden. Das Gleiche gilt für labern und schlendern.
Antonyme
Antonyme sind Gegenteile und haben dementsprechend die gegenteilige Bedeutung eines Wortes.
Beispiele: schön – hässlich; klug – dumm; fröhlich – traurig; hoch – tief; für – wider
Auch hier lassen sich für Wörter mehr als ein Antonym finden.
fröhlich | groß | spät | |||
traurig | trist | klein | winzig | früh | pünktlich |
schlecht gelaunt | unzufrieden | zwergenhaft | mickrig | zur rechten Zeit | zeitig |
Schwierigkeitsgrad 1
Arbeitsblatt-Nr. 1458
Schwierigkeitsgrad 2
Arbeitsblatt-Nr. 1459