Hier erfährst du, wie du die einzelnen Formen der mathematischen Ebenendarstellung in eine andere Form überführen kannst.
Gegeben ist eine Ebene in Parameterform .
Zur Umwandlung in die Koordinatenform können folgende Schritte durchgeführt werden:
2. Normalenform aufstellen, wobei der Stützvektor der Parameterform ist:
3. Normalenform ausmultiplizieren:
entspricht dabei dem Skalarprodukt .
Beispielaufgabe:
Gegeben ist die Ebene .
Wandle die Ebene über die Normalenform in die Koordinatenform um.
Lösung:
1.
2.
3.
Rechnet man beide Skalarprodukte aus, erhält man
Die Koordinatenform lautet damit
Die Normalenform einer Ebene lässt sich schnell und mit relativ wenig Rechenaufwand aus der Koordinatenform zusammensetzen.
Für die Normalenform benötigen wir:
Beispielaufgabe:
Bestimme eine Normalenform der Ebene .
Lösung:
Wähle , dann muss gelten,
damit die Gleichung erfüllt ist.
Der zugehörige Punkt lautet also .
Den Normalenvektor kann man aus der Gleichung ablesen:
Die Normalenform lautet damit
Wenn die Gleichung einer Ebene in der Koordinatenform gegeben ist, lässt sich diese in die Parameterform umwandeln. Dazu bestimmt man drei beliebige Punkte und , welche die Koordinatengleichung erfüllen – also in der Ebenen liegen – und nutzt diese Punkte, um die Parameterform der Ebene aufzustellen.
Beispielaufgabe:
Bestimme eine Parametergleichung der Ebene .
Lösung:
Wähle drei Punkte , die die Koordinatengleichung erfüllen.
Berechne die Verbindungsvektoren und und setze in die Parametergleichung ein:
Gegeben ist die Normalenform einer Ebene. Um die Parameterform zu erhalten, benötigt man einen Stützvektor , welchen man direkt aus der Normalenform übernehmen kann. Es sind aber noch zwei Spannvektoren und nötig, welche folgende Eigenschaften erfüllen müssen:
und
Beispielaufgabe:
Bestimme eine Parameterdarstellung der Ebene .
Lösung:
Lies den Stützvektor ab: .
Bestimmung der Richtungsvektoren und :
Allgemein entstehen dabei zwei Gleichungen mit je drei Unbekannten. Da hier gilt, enthalten beide Gleichungen nur zwei Variablen. Man darf je zwei Variablen annähernd frei wählen. Zu beachten ist jedoch, dass und keine Vielfache voneinander sein dürfen und durch das Wählen der Koordinaten nicht der Nullvektor entstehen darf. Allgemein ist es sinnvoll, die Koordinaten möglichst einfach zu wählen, d.h. so viele Koordinaten wie möglich 0 zu setzen sowie möglichst ganze und keine unnötig großen Zahlen entstehen zu lassen.
Wähle
Wähle
Die beiden Richtungsvektoren lauten damit also und ,
als Ebenengleichung erhält man .
Die Parameterform lässt sich auch auf dem direkten Weg – also ohne über die Normalenform zu gehen – in die Koordinatenform umwandeln. Dazu sparen wir uns das explizite Aufstellen der Normalenform, der Normalenvektor der Ebene wird jedoch auch hierfür benötigt.
Die Schritte zum Aufstellen der Koordinatenform lauten:
2. Normalenvektor einsetzen und berechnen:
entsteht aus dem Skalarprodukt und ist der Stützvektor der Parameterform.
Beispielaufgabe:
Wandle die Ebene in die Koordinatenform um.
Lösung:
Normalenvektor mit dem Kreuzprodukt bestimmen:
Da es beim Normalenvektor einer Ebene nicht auf Länge ankommt, können wir diesen Vektor etwas kürzen. Wir dividieren alle Einträge durch 21 und erhalten:
Stelle damit nun die Koordinatenform auf:
Ebenen in andere Form bringen
Schwierigkeitsgrad 1
Arbeitsblatt-Nr. 1132
Ebenen in andere Form bringen
Schwierigkeitsgrad 1
Arbeitsblatt-Nr. 7044
Schwierigkeitsgrad 2
Arbeitsblatt-Nr. 1133
| Ebenen Ebenen in andere Form bringen | Schwierigkeitsgrad 1 Serie 1 |
Aufgabe 1
Wandle folgende in Parameterform gegebenen Ebenengleichungen jeweils in eine Normalen- und eine Koordinatenform für Ebenen um:
| a) | b) | ||
| c) | d) |
Aufgabe 2
Wandle folgende in Koordinatenform gegebenen Ebenengleichungen jeweils in eine Parameter- und eine Normalenform für Ebenen um:
| a) | b) | ||
| c) | d) |
Aufgabe 3
Wandle folgende in Normalenform gegebenen Ebenengleichungen jeweils in eine Koordinaten- und eine Parameterform für Ebenen um:
| a) | b) | ||
| c) | d) |
