Loading web-font TeX/Main/Regular
Schülerhilfe Logo
Online-LernCenter

Baumdiagramm Aufgaben – online lernen

Du kannst bestimmt Bäume zeichnen. Dabei entstehen immer mehr Abzweigungen und Äste. Dies kannst du auch für die Berechnung von Wahrscheinlichkeiten benutzen.

Wiki zum Thema: Baumdiagramme

Baumdiagramme


Möchte man die Wahrscheinlichkeit eines mehrstufigen Zufallsversuchs finden, so eignen sich Baumdiagramme sehr gut.

Als Beispiel betrachten wir das 3-malige Werfen einer Münze. Im Diagramm steht für Kopf und für Zahl. Die Zahlen im Diagramm beschreiben jeweils die Wahrscheinlichkeit.

Folgt man einem der Pfade (seltener: Äste) des Baumdiagramms, so erhält man am Ende immer einen möglichen Ausgang des Experiments. Außerdem erhält man die dazugehörige Wahrscheinlichkeit des Ausgangs.


Hier gilt es zwei Regeln zu merken, die sogenannten Pfadregeln: 

  1. Pfadmultiplikationsregel: Diese Regel liefert die Wahrscheinlichkeit eines Ausgangs und lautet: Die Wahrscheinlichkeit eines Ausgangs in einem mehrstufigen Zufallsexperiment ist gleich dem Produkt der Wahrscheinlichkeiten entlang des zugehörigen Pfades.
  2. Pfadadditionsregel: Diese Regel gibt die Wahrscheinlichkeit dafür an, dass einer von mehreren erlaubten Ausgängen eintritt. Sie lautet: Die Wahrscheinlichkeit mehrerer Ausgänge in einem mehrstufigen Zufallsexperiment ist gleich der Summe der Wahrscheinlichkeiten aller erlaubten Ausgänge.

Baumdiagramme


Möchte man die Wahrscheinlichkeit eines mehrstufigen Zufallsversuchs finden, so eignen sich Baumdiagramme sehr gut.

Als Beispiel betrachten wir das 3-malige Werfen einer Münze. Im Diagramm steht k für Kopf und z für Zahl. Die Zahlen im Diagramm beschreiben jeweils die Wahrscheinlichkeit.

Folgt man einem der Pfade (seltener: Äste) des Baumdiagramms, so erhält man am Ende immer einen möglichen Ausgang des Experiments. Außerdem erhält man die dazugehörige Wahrscheinlichkeit des Ausgangs.

Hier gilt es zwei Regeln zu merken, die sogenannten Pfadregeln.

  1. Pfadmultiplikationsregel: Diese Regel liefert die Wahrscheinlichkeit eines Ausgangs und lautet: Die Wahrscheinlichkeit eines Ausgangs in einem mehrstufigen Zufallsexperiment ist gleich dem Produkt der Wahrscheinlichkeiten entlang des zugehörigen Pfades.
  2. Pfadadditionsregel: Diese Regel gibt die Wahrscheinlichkeit dafür an, dass einer von mehreren erlaubten Ausgängen eintritt. Sie lautet: Die Wahrscheinlichkeit mehrerer Ausgänge in einem mehrstufigen Zufallsexperiment ist gleich der Summe der Wahrscheinlichkeiten aller erlaubten Ausgänge.

Urnenmodell I

Geordnetes Ziehen mit Zurücklegen


Es gilt: |M|I=nnn...n=nk 


Anschaulich:

Es sind n Kugeln in der Urne, also gibt es beim ersten Zug n Möglichkeiten. Beim zweiten Zug (die Kugel wurde zurückgelegt) sind es wieder die gleichen n Möglichkeiten usw. bis zum k-ten Zug. Daher gibt es nk  Möglichkeiten.


Beispiel: Wie viele Möglichkeiten gibt es, mit den Zahlen von 0 bis 9 eine 4-stellige Vorwahl zu entwickeln?

Es gibt 10 verschiedene Ziffern zur Auswahl. Diese werden kombiniert. Es gilt also n=10. Wir möchten k=4 davon auswählen:

|M|I=104=10101010=10000 

Daher gibt es 10 000 verschiedene Vorwahlen.

Das Modell |M|I passt deshalb zu dieser Aufgabe, weil die Reihenfolge bei der Telefonnummer eine Rolle spielt und weil eine Ziffer mehrmals verwendet werden darf.

Urnenmodell II

Geordnetes Ziehen ohne Zurücklegen


Es gilt: |M|II=n(n1)(n2)...(nk+1)=n!(nk)!


Anschaulich:

Es sind n Kugeln in der Urne, also gibt es beim ersten Zug n Möglichkeiten. Beim zweiten Zug ist eine Kugel weniger enthalten, also nur noch n1Möglichkeiten, beim nächsten Zug n2 usw. bis zum k-ten Zug. Die Formel lässt sich anschließend mit der Fakultät zusammenfassen.


Beispiel: Wie viele Möglichkeiten gibt es das Wort SPORT anzuordnen?

Da SPORT fünf verschiedene Buchstaben beinhaltet gilt n=5. Da das Wort auch 5 Buchstaben lang ist gilt k=5.

Gesucht ist also die Anzahl aller möglichen Vertauschungen (Permutationen) von 5 Objekten: 

|M|II=5!(55)!=543211=120

Daher gibt es 120 verschiedene Anordnungen der Buchstaben SPORT.

Das Modell |M|II passt deshalb zu dieser Aufgabe, weil die Reihenfolge bei der Bildung der Wörter eine Rolle spielt und weil kein Buchstabe öfter verwendet werden darf, als er bereits vorkommt.


Beachte: 0!=1, die Fakultät der 0 ist mit 1 definiert.

Urnenmodell III 

Ungeordnetes Ziehen ohne Zurücklegen


Es gilt: |M|III=|MII|k!=n!k!(nk)!=nk


Anschaulich:

|M|III ergibt sich einfach aus |M|II. Der einzige Unterschied ist die Berücksichtigung der Ziehungsreihenfolge. Jedes Element aus |M|III ist daher k!-mal in |M|II enthalten, nämlich in all seinen möglichen Vertauschungen (Permutationen). Das heißt, die k!. Vielen Permutationen müssen ‚herausdividiert‘ werden. Das Ergebnis ist der Binomialkoeffizient n über k.


Beispiel: Auf 15 Personen werden 3 Karten für das Kino verteilt. Auf wie viele Arten können die Karten verteilt werden, wenn jeder höchstens eine Karte erhält und sich die Karten auf nicht nummerierte Sitzplätze beziehen?

15 Karten werden verteilt, daher gilt n=15. Sie werden auf 3 Personen verteilt, also gilt k=3. Mit oben genannter Formel folgern wir:

153=15!3!(153)!=15!3!12!=455

Daher gibt es 455 verschiedene Anordnungen die Karten zu verteilen.

Das Modell |M|III passt deshalb zu dieser Aufgabe, weil die Reihenfolge bei der Verteilung der Karten keine Rolle spielt (die Sitze sind nicht nummeriert, legen also keine Sitzreihenfolge fest) und weil keine Person mehr als ein Ticket erhalten kann.

Urnenmodell IV

Ungeordnetes Ziehen mit Zurücklegen


Es gilt: |M|IV=(n+k1)!k!(n1)!=n+k1k


Beispiel: In einer Bäckerei werden vier verschiedene Kuchensorten, die in ausreichender Menge vorhanden sind (daher „mit Zurücklegen“), verkauft. Wie viele Kombinationsmöglichkeiten gibt es, wenn man sieben Stücke kaufen möchte?

Es gibt vier Kuchensorten, daher gilt n=4; sieben Stücke sollen gekauft werden, also folgt k=7.

Da Wiederholungen möglich sind, man also z. B. mehrere Stücke Erdbeerkuchen kaufen kann, es aber egal ist, in welcher Reihenfolge man sie kauft, kann man hier das Urnenmodell IV mit Ergebnismenge |M|IV wählen:

4+717=(4+71)!7!(41)!=(10)!7!3!=8910123=7206=120


Urnenmodelle 

Ein erster Einblick


Oft ist es in der Stochastik nötig, die Kardinalität (Mächtigkeit) von Mengen zu betrachten, oft als Anzahl von Möglichkeiten.

Ein Urnenmodell ist ein Gedankenexperiment. Man stellt sich eine Urne vor, in der n Kugeln liegen. Jede Kugel hat die gleiche Wahrscheinlichkeit gezogen zu werden und alle Kugeln sind voneinander unterscheidbar. Will man nun eine Anzahl von k Kugeln ziehen (kn), gibt es vier Möglichkeiten das Experiment durchzuführen:

  1. Was passiert nach dem Ziehen einer Kugel?
    1. Sie wird zurückgelegt
    2. Sie wird nicht zurückgelegt
  2. Wie betrachten wir die gezogenen Kugeln (k2):
    1. Die Ziehungsreihenfolge wird berücksichtigt: (a,b)(b,a)
    2. Die Ziehungsreihenfolge spielt keine Rolle: {a,b} = {b,a}

Die Mengen, welche alle möglichen Ziehungsergebnisse enthalten, nennen wir MI,MII,MIII und MIV mit folgendem Schema:


mit Zurücklegen

ohne Zurücklegen

mit Beachten der Reihenfolge

MI MII

ohne Beachten der Reihenfolge

MIV MIII 

Jedes dieser möglichen Modelle hat ein eigenes Wiki mit entsprechendem Namen.

Mehrstufige Baumdiagramm

(nicht Laplace)


Hier soll nochmal ein Wahrscheinlichkeitsexperiment mit unterschiedlichen Wahrscheinlichkeiten der Ergebnisse in einer mehrstufigen Variante betrachtet und per Baumdiagramm nachvollzogen werden.

Beispielaufgabe:

Ausgehend von einer Klasse mit 30 Kindern (18 Mädchen, 12 Jungen), ruft der Lehrer nacheinander drei (Wiederholungen möglich) Kinder an die Tafel, wobei jedes Kind die gleiche Chance hat dran zu kommen. Wie hoch ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass…

a) … genau 2 Jungen an die Tafel müssen.

b) … es mindestens 2 Mädchen trifft.

Vorüberlegung: Ein mögliches Baumdiagramm könnte so aussehen.

Die blau gefärbten Ergebnisse sind hierbei für a) relevant, die roten für b). Die Pfadadditionsregel liefert: 

a) P(2J)=0,096+0,096+0,096=30,096=0,288=28,8%

b) P(2M)=0,144+0,144+0,144+0,216=30,144+0,216=0,648=64,8%

Arbeitsblätter

Mehrstufige Zufallsexperimente

Schwierigkeitsgrad: 1

Baumdiagramm

Serie 02


Aufgabe 1

Bei einem Münzwurf kann das Ergebnis nur Zahl ( Z ) oder Kopf ( K ) sein. Für diese Ereignisse wurde ein Baumdiagramm erstellt. Berechne die geforderten Wahrscheinlichkeiten P:


a) dass zweimal Kopf kommt.

b) dass einmal Kopf und einmal Zahl c) kommt.

c) dass wenn beim ersten Wurf Kopf war anschließend Zahl kommt.








 



Aufgabe 2

Du spielst mit deinem Freund Tischtennis. Das Spiel ist vorbei wenn einer von euch beiden zwei Sätze gewonnen hat. Die Wahrscheinlichkeit dass dein Freund einen Satz gewinnt liegt bei 0,4. Da du besser im Tischtennis bist liegt deine Wahrscheinlichkeit einen Satz zu gewinnen bei 0,6. Zeichne ein Baumdiagramm und rechne die geforderten Wahrscheinlichkeiten aus:

a)
dass du zwei Sätze hintereinander gewinnst.
b)
dass dein Freund beide Sätze hintereinander gewinnt.
c)
dass du gewinnst, obwohl du einen Satz verlierst.
d)
dass du gewinnst.
e)
dass dein Freund gewinnt.


Aufgabe 3

Deine Eltern möchten in den Park zum Spazieren gehen. Du schlägst vor, dass ihr darum spielt ob du mitgehen musst, mit einem üblichen Würfel beschriftet von 1 bis 6. Bei einer 4 oder 6 gehst du mit, bei den anderen Zahlen darfst du zuhause bleiben und Fernsehen.

Zeichne ein Baumdiagramm und rechne deine Gewinnchancen aus, zuhause zu bleiben.


Interaktive Aufgaben
Mache jetzt einen Wissens-Check und teste deinen Lernstand direkt online.
Du kannst diesen Inhalt sehen, wenn du eingeloggt bist. Hier geht es zum Login. Wenn du noch keinen Zugang hast, kannst du dich jetzt hier registrieren.
Videos
Pfadregeln mit Carlsson
Baumdiagramm mit Carlsson
ohne Zurücklegen mit Sabrina